„TweetWave“: Drogerie-Kette Budnikowsky will mit G20-Aktion auf die Smartphones von Politikern

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Die Hamburger Drogeriekette Budnikowsky, Global Citizen und der gemeinnützige Verein Clubkinder haben im Rahmen des G20-Gipfels ein Zeichen gesetzt - und Staats- und Regierungschefs wie US-Präsident Donald Trump via Twitter an ihre Verantwortung erinnert. Wie? Indem die Hamburger durch Tore mit Botschaften gehen und dabei einen Tweet mit Foto auslösen. Der Clou: In jedem Tweet sind vier G20-Politiker verlinkt.

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Für den G20-Gipfel wurden viele Demos geplant, einige sind auch schon von der Polizei gestoppt worden. Auf unterschiedlichen Wegen demonstrieren die Menschen in den kommenden Tagen in Hamburg. Budnikowsky, Global Citizen und der gemeinnützige Verein „Clubkinder“ haben den „Tweet-Wave“ ins Leben gerufen. Konzipiert wurde die Aktion von der Hamburger Agentur Polycore. Christoph Wöhlke, Geschäftsführer von Budnikowsky: „Wir haben uns dafür entschieden den hashtag #G20 zu nutzen, um die Politiker des G20-Gipfels an ihre Versprechen zu den Zielen der UN zu erinnern. Wir engagieren uns schon seit über 100 Jahren für gesellschaftliche Themen und daher auch jetzt im Zusammenhang mit G20.“

So geht es

Budni hat fünf der drängendsten Global Goals, wie etwa „#ZeroHunger“ oder „#NoPoverty“, mit Global Citizen ausgewählt und platzierte diese in Form von Toren in der Nähe der Barclaycard Arena. Die restlichen Global-Goals-Botschaften sammeln die insgesamt 30 ehrenamtlichen „Clubkinder“-Helfer manuell – via Tablet und Smartphone – bei den potenziellen Mitstreitern ein und teilen sie bei Twitter.

Hamburger lösen einen Tweet mit Foto aus, sobald sie durch eins der Tore gehen. Der Clou: In jedem Tweet sind vier G20-Politiker verlinkt. Die Posts werden also zu persönlichen Statements an die Staatschefs. Insgesamt befinden sich laut Jannes Vahl, Gründer des Vereins Clubkinder, rund 190 Twitter-Accounts im virtuellen Adressbuch. Darunter auch Regierungssprecher Steffen Seibert. Je mehr Menschen durch die Tore (doppelte Bedeutung: Goals steht hier für die Tore, als auch für die Ziele) gehen, desto mehr Politiker werden an ihre Pflicht erinnert, aktiv an den Global Goals zu arbeiten. Thomas de Buhr, Managing Director Twitter Deutschland, weiß, dass Aktionen rund um einen Event wie den G20 Gipfel polarisieren können. „Budnikowsky fährt hier eine starke Kampagne mit Haltung. Die große Resonanz zeugt von der nötigen Relevanz und einer richtigen Zielgruppenansprache.“

Hintergrund zum G20

So tweeten in diesen Tagen also tausende „freundliche Reminder“ aus Hamburg. Schon am Donnerstag, sind 2.500 Menschen durch eines der „Global Goals“ vor der Barclaycard Arena (Global Citizen Konzert) gegangen und haben 20.000 Botschaften an G20 Politiker ausgelöst. Bis zu diesem Freitag sind bereits nach einigen Stunden über 500.000 Views zusammengekommen.

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