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„Horror-Clowns? Nein Danke“: Die Anti-Trump-Sticker-Aktion der Hamburger Morgenpost

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Von wegen nur Beobachter: Im Zuge der G20-Berichterstattung setzen gleich mehrere Hamburger Medien auf mehr oder weniger wertende Statements. So inszenierte Gruner + Jahr seine Chefredakteure hinter Gittern und dem Spiegel wird Aktivismus vorgeworfen. Die Mopo dagegen legt sich gleich mal mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika an. So liegt der Boulevard-Zeitung am heutigen Dienstag ein Aufkleber bei. Text: „Horror-Clows? Nein Danke“.

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Aufgemacht ist der Mopo-Aufkleber wie die alten „Atomkraft? Nein Danke“-Sticker aus den 80er-Jahren. Nur diesmal mit dem Konterfei von Donald Trump. Die passende Titelzeile zur Aktion: „Kleben Sie Trump eine“.

Wie die Hamburger mit dem Aufkleber umgehen sollen, erklärt die Boulevard-Redaktion auch. So sei er für alle „sichtbaren Flächen rund um den G20-Gipfel“. Immerhin könnten die Leser so zeigen, was sie von der Politik des US-Präsidenten halten.

Bereits am Montag hatte Gruner + Jahr im Zuge des Gipfels eine Aktion für Pressefreiheit gestartet und seine Chefredakteure, wie Stern-Macher Christian Krug oder die Brigitte-Chefin Brigitte Huber, hinter Gittern fotografiert.

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Dem Spiegel warf der Historiker Rainer Zitelmann vor, dass er in seiner aktuellen Ausgabe für Proteste gegen den G20-Gipfel mobilisiere.

Ebenfalls mahnend meldete sich Kai Gniffke, Chefredakteur der „Tagesschau“, zu Wort. Er forderte im Interview mit dem Journalist, dass die Redaktionen ihre journalistische Glaubwürdigkeit nicht durch zu viel politische Positionierung aufs Spiel zu setzen sollten. So sagte er unter anderem: „Wir haben keine Trump-Festspiele, sondern einen G20-Gipfel.“

Wahrscheinlich können wir also davon ausgehen, dass er sich den Mopo-Sticker nicht auf seinen Firmenwagen kleben wird.

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