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Öffentliches Geld für Privatsender: ProSieben-Sat.1-Vorstand fordert Anteil an TV-Gebühren

ProSiebenSat.1-Vorstand Conrad Albert
ProSiebenSat.1-Vorstand Conrad Albert

ProSieben-Sat.1-Vorstand Conrad Albert hat in einem Interview Geld aus öffentlicher Hand für private Sender gefordert. "In dem Maße, in dem wir - die privaten TV-Vollprogramme - die Grundversorgung vor allem in jungen Segmenten de facto mitübernehmen, finden wir es sachgerecht, dass diese Inhalte aus öffentlichen Mitteln finanziert oder mitfinanziert werden", sagte Albert der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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Er wünsche sich deshalb einen „Systemwechsel, damit die öffentliche Finanzierung sich nicht länger an der Institution fest macht, sondern am Inhalt“.Das System der öffentlich-rechtlichen Sender sei zwar wichtig für die Meinungsvielfalt in Deutschland und solle auch weiter bestehen, sagte Albert weiter. Man könne aber fragen: „Warum leisten wir uns eigentlich zwei Anstalten, ARD und ZDF? Braucht es wirklich acht Milliarden Euro, um den öffentlich-rechtlichen Auftrag zu erfüllen?“

Die Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag lagen im Jahr 2016 bei rund 7,98 Milliarden Euro. Das entsprach einem Rückgang von rund 153 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr, wie der Beitragsservice Ende Juni mitgeteilt hatte. Der Rundfunkbeitrag war mit Wirkung zum April 2015 für die Rezipienten von zuvor 17,98 Euro auf 17,50 Euro gesenkt worden. Bei dieser Höhe soll es bis 2020 bleiben.

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Alle Kommentare

  1. Wenn diese Forderung endlich Zunder in die Diskussion rund um das öffentlich-rechtliche Monopol/Oligopol und seine Auswirkungen (bis zu – wie es in einer politischen Diskussion hieß – „kriminellen Taten“) auf die hunderttausende dafür Tätigen bringen könnte: WUNDERBAR CONRAD ALBERT. Man kann bei den Zuständen heute im Film/Fernsehbusiness nur den Kopf schütteln, dass diese von den Sendern gepamperten Fernseh-Rundfunk-Räte und Filmpolitiker (aus dem Bund aber vor allem der Länder) NICHTS davon wissen oder wissen wollen. Einige Gespräche beim Filmfest München sollten den Politikern endlich mal die Augen öffnen. Aber die sitzen perplex auf dem Podium und sagen nur „das wäre kriminell“… wenn sich hören, was sich dort die Handvoll Mutigen äussern. Und wir reden nicht über die Informationsschiene des gebührenfinanzierten Fernsehens. Wir reden hier über Dumping- und Ausbeutungs-Zustände der ÖR und ihre Tricks.

  2. Hier wird von Inhalten gesprochen für die es Geld geben soll. Meint SAT 1 damit die Sendung „Auf Streife“ die von Morgens bis Abends läuft? Nach dem Frühstücksfernsehen braucht man diesen Sender doch nicht mehr einschalten. Da wäre doch jeder Cent zu schade.

    1. Also bitte, die ÖR haben doch auch Werbung… und Firmen gegründet, mit denen sie auf dem Markt kassieren. Zum Beispiel Enterprises… dort verkaufen Recht an von uns bezahlten Filmen/Serien ins Ausland. Wie das mit den Koproduktionen mit ORF, Schweiz, Schweden, Dänemark usw. so geht – keine Ahnung. Und sie haben Töchter gebildet… ARD und ZDF insgesamt wohl so 160 wenn ich es richtig weiß. Alles der absolute Wahnsinn. Doppelt kassieren? Wenn es nur DAS wäre…

      1. Selbstverständlich bringen die öffentlich Rechtlichen auch Werbung. Aber in Maßen und zwischen den Sendungen. Da kommen einmal kurz die Mainzelmännchen, und dann hat man wieder seine Ruhe. Das was speziell Pro7-SAT1 hingegen veranstaltet ist audiovisueller Werbeterror. Sogar während des Films/Sendung wird schon Werbung eingeblendet. Und sowas möchte ich nicht mit meinem Geld finanzieren. Und auch nicht „Unterhaltung“ aus dem tiefsten Keller des schlechten Niveaus, z.B. „Auf Streife“, oder „Klinik am Südring“ in 2-wöchiger Dauerwiederholungsschleife. Ich habe die Privaten mittlerweile restlos aus meinem Fernseher entsorgt, weil ich keinen Bock darauf habe mich von denen mit Werbung und schlechtem Programm terrorisieren, und mir meinen Feierabend versauen zu lassen.

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