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Millionenschwerer Verkaufserlös: TV-Riese ProSiebenSat.1 trennt sich von Auxmoney & Co.

ProSiebenSat.1-Vorstandschef Thomas Ebeling
ProSiebenSat.1-Vorstandschef Thomas Ebeling

Schlag auf Schlag trennt sich ProSiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling von Teilen seines reichhaltigen Firmenportfolios. Erst verkauft der Manager das Flugreiseportal Etraveli, jetzt gibt der TV-Konzern Minderheitsanteile an diversen Unternehmen an den US-Finanzinvestor Lexington Partners ab. Mit dem Verkaufserlös dürfte Ebeling stärker in das eigene Wachstum investieren, beispielsweise in das E-Commerce-Geschäft.

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In einem rasanten Tempo veräußert Firmenchef Thomas Ebeling Teile des TV-Konzerns, um in neue Bereiche zu investieren. Erst verkauft der Manager das Online-Reisebüro Etraveli für knapp eine halbe Milliarde Euro an CVC Capital Partners. Dabei macht Ebeling kräftig Kasse. Denn der Wert des Portals hatte sich seit der Übernahme im November 2015 verdoppelt.

Jetzt trennt sich der Vorstandschef von Minderheitsanteilen an 16 Unternehmen, darunter dem Kreditvermittler Auxmoney und dem Toilettenpapier-Hersteller Hakle. Sie würden an einen neuen Investmentfonds namens Crosslantic Capital übertragen, an dem der amerikanische Finanzinvestor Lexington die Mehrheit hält. Die 16 Minderheitsbeteiligungen stammen unter anderem vom Pro.Sieben.Sat 1-Finanzinvestor Seven Ventures, aber auch anderen Konzerngesellschaften. Seven Ventures habe für einen Großteil des Portfolios einen Verkaufserlös im mittleren zweistelligen Millionen-Bereich vom US-Finanzinvestor Lexington Partners erhalten, heißt es. Bezogen auf die getätigten Media- und Barinvestitionen konnte die Münchener TV-Gruppe damit den Wert ihrer Minderheitsbeteiligungen verdoppeln.

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ProSieben hatte Seven Ventures 2009 gegründet. Das Unternehmen investiert in Minderheitsbeteiligungen und Mediakooperationen. Dabei gewährt die Gesellschaft den Start-ups unter anderem Werbezeiten und andere Leistungen. Im Gegenzug erhält Seven Ventures eine Firmen- oder Umsatzbeteiligung. Zu einem späteren Zeitpunkt veräußert Seven Ventures dann die Beteiligungen, nachdem ihr Wert durch die Fernsehwerbung gestiegen ist.

Durch den jetzigen Verkauf der Minderheitsbeteiligung vergrößert Ebeling weiter seinen finanziellen Spielraum, um stärker in das eigene Wachstum zu investieren – auch durch Akquisitionen. Beispielsweise plant der Konzernherr, im Digital Entertainment- und Commerce-Geschäft sowie im Bereich Content Production zuzukaufen. Der Aktienkurs von ProSiebenSat.1 legte nach dem Deal allerdings nur leicht zu. Die Notierung klettert um 0,43 Prozent auf 37,48 Euro.

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