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Apples Zukunft: Staranalyst Gene Munster prognostiziert AR-Brille Apple Glasses als Nachfolgeprodukt des iPhones

Rüstet Apple für die Zukunft: CEO Tim Cook auf der WWDC 2017 © Apple
Rüstet Apple für die Zukunft: CEO Tim Cook auf der WWDC 2017 © Apple

Die Erfolgsstory steht unmittelbar vor ihrem historischen Jubiläum: Das iPhone feiert noch diese Woche den zehnten Jahrestag des Verkaufsstarts – und immer noch ist das Kultsmartphone Apples Lebensversicherung. Wie sich die Geschäfte des wertvollsten Konzerns der Welt weiterentwickeln, hat unterdessen der frühere Apple-Staranalyst Gene Munter in seinem 5-Jahresausblick prognostiziert: Der heutige Wagnisfinanzierer sieht den iPhone-Gipfel bald erreicht und rechnet als Nachfolgeprodukt mit einer AR-Brille.

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Der Blick in die Glaskugel folgt alle Jahre wieder. Apple ist die iPhone-Company – doch was kommt nach dem erfolgreichsten Produkt in der Geschichte der Verbraucherelektronik?

Während Tim Cook nicht müde wird, dem Kultsmartphone eine goldene Zukunft vorauszusagen, sind Analysten um einiges skeptischer, wie lange das iPhone-Wachstum noch anhalten kann.

5-Jahresprognose von Gene Munster: Apple wächst bis 2022 weiter

Gene Munster, der sich über ein Jahrzehnt als Analyst für Piper Jaffray ein Namen gemacht hat, ehe er zum Jahreswechsel den Wagnisfinanzierer Loup Ventures mitgründete, hat eine ausführliche 5-Jahresprognose für die weitere Entwicklung des Techpioniers aufgestellt.

Wichtigste Hypothese: Munster sieht auch im Jahr 2022 noch steigende Absätze und Gewinne. Aus Erlösen von 215 Milliarden Dollar und einem Gewinn von 45,6 Milliarden Dollar im vergangenen Geschäftsjahr werden sechs Jahre später Umsätze von 300 Milliarden Dollar (+39 Prozent) und Nettogewinne von 62,2 Milliarden Dollar (+36 Prozent).

Der iPhone-Superzyklus erreicht 2019 seinen Höhepunkt

Die iPhone-Sparte jedoch dürfte ihren Zenit in den kommenden Jahren überschreiten, prognostiziert Munster. Nach erwartete Umsätzen von 138 Milliarden Dollar im laufenden Geschäftsjahr rechnet der Co-Geschäftsführer von Loup Ventures dank des iPhone 8-Superzyklus in den Geschäftsjahren 2018 (159 Milliarden Dollar) und 2019 (160 Milliarden Dollar) mit Rekorderlösen für die Ewigkeit.

In nächsten Jahrzehnt fangen die iPhone-Absätze dann sukzessive zu schrumpfen an. In die Bresche springt laut der Studie von Loup Ventures die zuletzt deutlich zweistellig wachsende Servicesparte mit Apple Music und dem App Store. Munster rechnet damit, dass die Services-Erlöse von 24 Milliarden im vergangenen Geschäftsjahr auf 60 Milliarden Dollar im Jahr 2022 förmlich explodieren.

Apple 2022: iPad und Mac stagnieren, Apple Watch legt zu

Kein Comeback dürfte indes mehr dem iPad gelingen, das Apple zuletzt mit neuen Modellen aufgefrischt hat: Munster rechnet von 2016 bis 2022 mit einer weiteren Absatzerosion von einem Viertel. Die älteste Konzernsparte, der Mac, dürfte sich dagegen in den kommenden fünf Jahren stabil bei Umsatzerlösen von 25 bis 26 Milliarden Dollar bewegen.

Wachstumsimpulse erwartet Munster dagegen langfristig von der Apple Watch, die bislang einen recht verhaltenen Start hingelegt hatte: Die Erlöse der Apple Smartwatch sollen von geschätzt 5,3 Milliarden Dollar im laufenden Geschäftsjahr auf über 14 Milliarden Dollar in 2022 anziehen.

Wachstum durch AirPods und Apple Glasses

Fast auf diesem Niveau sieht Gene Munster 2022 auch ein Produkt, das erst im Dezember vergangenen Jahres an erste Käufer ausgeliefert wurde: Die Drahtlos-Kopfhörer AirPods, die sich in der kommenden Dekade vom Kopfhörer zum universellen Augmented Wearable wandeln. Munster prognostiziert auf 10-Jahressicht höhere Umsätze als bei der Apple Watch.

Zum eigentlichen „One more Thing“, das langfristig das Potenzial besitzen könnte, in die Fußstapfen des iPhones zu treten, könnte indes ein Produkt werden, das Munster erst zur Beginn der nächsten Dekade erwartet: Die Smartbrille für Augmented Reality-Anwendungen, die der Loup Ventures-Analyst auf den Namen Apples Glasses tauft.

Apple Glases könnte 2020 auf den Markt kommen – ein iCar bis 2022 nicht

Apples Augmented Reality-Brille, die Techblogger Robert Scoble bereits in diesem Jahr erwartet, dürfte mit einem Apple-typischen Premiumpreis von 1300 Dollar auf den Markt kommen.

Nach 3 Millionen verkauften Exemplaren 2020 rechnet Munster in den darauf folgenden zwei Jahren mit einer Absatzexplosion auf 30 Millionen Einheiten – und damit mit einer deutlich steileren Wachstumskurve als bei der Apple   Watch. Interessante Fußnote: Mit Erlösen aus einem Apple-Auto (oder Softwarelösungen zum autonomen Fahren), das zuletzt immer wieder als nächstes großes Apple-Produkt erwartet wurde, rechnet Gene Munster nicht.

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