Höhere Einnahmen als angenommen: Springer rechnet mit mehr als 700 Millionen Euro aus Immobilienverkauf

Springer verkauft u.a. den von Rem Koolhaas entworfenen Neubau, der in Berlin entsteht
Springer verkauft u.a. den von Rem Koolhaas entworfenen Neubau, der in Berlin entsteht

Dank einer starken Nachfrage rechnet der Axel-Springer-Verlag durch den Verkauf von zwei Immobilien in Berlin mit mehr als 700 Millionen Euro, wie Finanzchef Julian Deutz auf einer Informationsveranstaltung für Investoren in London bekannt gegeben hat. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Das Medienunternehmen erwarte damit eine höhere Summe als bisher angenommen.

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Im Mai habe Deutz nur von mehr als einer halben Milliarde Euro gesprochen, schreibt die FAZ weiter. Die beiden Verträge für den Verkauf der Immobilien werde man voraussichtlich im dritten Quartal diesen Jahres unterzeichnen – einen davon vermutlich noch im Sommer. Unter dem Strich blieben nach dem Abzug von Investitionskosten und von Steuern, von rund 260 Millionen Euro, schließlich rund 340 Millionen Euro Profit für Springer, zitiert die Tageszeitung den Finanzchef des Verlags.

Zum Verkauf steht unter anderem der von dem Stararchitekten Rem Koolhaas entworfene Axel-Springer-Neubau. Er besticht vor allem durch seine Kubusform. Hier sollen künftig bis zu 3.500 Mitarbeiter arbeiten – unter anderem die gesamte Redaktion von WeltN24, die dort ihren kanalübergreifenden Newsroom beziehen soll – der Neubau wird von Springer nach dem Verkauf angemietet. In unmittelbarer Nähe des Neubaus liegt die achtgeschossige Axel-Springer-Passage, 2004 mit einer Gesamtfläche von knapp 53.000 Quadratmeter errichtet. Sie besteht überwiegend aus Büroflächen, flankiert von Einzelhandel und Gastronomie.

„Aufgrund der attraktiven Lage sowie der hohen Qualität der Immobilie und nicht zuletzt aufgrund langjähriger Mietverträge mit Axel Springer stellen wir ein sehr großes Interesse auf der Käuferseite fest“, erklärte eine Firmensprecherin gegenüber MEEDIA im März. In Branchenkreisen war zu diesem Zeitpunkt von einem Betrag zwischen 400 bis 800 Millionen Euro die Rede.

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