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#FireDepp: Donald Trump Jr. ruft Disney auf, Johnny Depp nach seinem Skandal-Auftritt in Glastonbury zu feuern

Johnny Depp als Donald Trump in „The Art of the Deal“
Johnny Depp als Donald Trump in "The Art of the Deal"

Auf einem Filmfestival im englischen Glastonbury hat Hollywoodstar Johnny Depp für Negativschlagzeilen gesorgt. Der 54-Jährige zog über US-Präsident Trump her und formulierte dann den geschmacklosen Witz: "Wann war es eigentlich das letzte Mal, dass ein Schauspieler einen Anschlag auf einen Präsidenten verübt hat?" Dass sich der "Pirates of the Carribeans"-Star tags darauf für seinen Auftritt entschuldigte, kommt für Präsidentensohn Donald Trump Jr. zu spät: Der 39-Jährige fordert von Disney Depps Entlassung. Das Hashtag #FireDepp geht danach viral.

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Dass Johnny Depp kein Fan von Donald Trump ist, war bereits im vergangenen Jahr zu beobachten. Der Hollywood-Star parodierte den damaligen Präsidentschaftskandidaten im Februar 2016 in der Überraschungssatire „The Art of the Deal“ von Funny or Die.

Knapp eineinhalb Jahre später ist Trump Präsident und Depps Abneigung offenkundig. Auf einem Filmfestival im englischen Glastonbury hat sich Depp am Freitag allerdings so im Ton vergriffen, dass Konsequenzen drohen. Der 54-Jährige hatte sich auf der Bühne zunächst abfällig über Trump geäußert: „Ich denke, er braucht Hilfe. Es gibt eine Menge dunkle Orte, an denen er sich verkriechen könnte“, sagte Depp.

Dann fragte der „Pirates of the Carribeans“-Star das Publikum: „Wann war es eigentlich das letzte Mal, dass ein Schauspieler einen Anschlag auf einen Präsidenten verübt hat?“  Die Antwortet lautet bekanntlich: Abraham Lincoln, 1865. Doch die  makabre Anspielung im Zusammenhang mit Verunglimpfungen des amtierenden US-Präsidenten hatte natürlich Kontroversen zur Folge, wie Depp selbst vorausahnte. („Dies wird in der Presse landen, es wird furchtbar.“)

„Ich glaube, es wird schwer für Disney, ihn zu behalten“

Zwar erklärte Depp, er sehe sich nicht als Schauspieler und wolle mit der Bemerkung gar nichts andeuten. Doch natürlich zirkulierte der Ausschnitt aus der fragwürdigen Rede umgehend im Social Web. Am Samstag schaltete sich auch der älteste Sohn des US-Präsidenten, Donald Trump Jr. ein und legt dem Filmstudio Disney, das „Pirates of the Carribeans“ produziert hat, nahe, künftig von einem Engagement Depps abzusehen.

„Ich glaube, es wird schwer für Disney, ihn zu behalten. Schauen wir mal, #FireDepp geht nach ‚Trump Anschlag‘-Witz viral“, twitterte Trump Jr. Der  39-jährige Präsidentensohn hatte erst vor wenigen Wochen via Twitter die Entlassung der Komikerin Kathy Griffin gefordert, die ein geschmackloses Enthauptungs-Foto getwittert hatte – und wenige Stunden später dann tatsächlich gefeuert wurde.

Und tatsächlich mehrten sich am Wochenende unter dem Hashtag #FireDepp  die Proteste um die Hollywood-Ikone, die am Tag nach dem Skandal-Auftritt in Glastonbury zurückruderte. „Es kam nicht wie beabsichtigt rüber, und ich beabsichtigte keine Bosheit“, entschuldigte sich Johnny Depp am nächsten Tag gegenüber dem Unterhaltungsmagazin People für die Verbalattacke.

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