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Fast 2 Milliarden Nutzer: Facebook stellt ein neues Manifest vor, das die Welt enger zusammenbringen soll

Erweitert die Kapazitäten im Kampf gegen Hasskommentare im Social Web: Facebook-Boss Mark Zuckerberg
Erweitert die Kapazitäten im Kampf gegen Hasskommentare im Social Web: Facebook-Boss Mark Zuckerberg

Als erstes soziales Netzwerk steht Facebook unmittelbar davor, die 2-Milliarden-Nutzer-Marke zu knacken. Kurz vor dem historischen Meilenstein hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg für die nächste Dekade ein neues Manifest vorgestellt. Facebook sieht seine Aufgabe nun darin, seinen Nutzern "die Möglichkeit zu bieten, eine Gemeinschaft zu bilden und die Welt enger zusammen zu bringen ", wie Zuckerberg gestern in einer Rede in Chicago erklärte. Das Manifest klingt wie ein Gegenentwurf zur Trump-Ära.

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Bisher glich Mark Zuckerbergs Mission Statement für Facebook einem stets wiederkehrenden Mantra: Das 2004 gestartete soziale Netzwerk hatte in der vergangenen Dekade die Aufgabe, „die Welt offener zu machen und besser miteinander zu verbinden.“

Angesichts des Durchbruchs durch die zweite Milliarden-Nutzer-Marke, die jeden Tag fallen könnte, hat das weltgrößte Social Netzwerk nun sein Mission Statement überarbeitet. Im Rahmen des ersten Facebook Communities Summit in Chicago formulierten Zuckerberg und Facebooks Produktchef Chris Cox das Selbstverständnis des weltgrößten Social Networks neu.

„Wir müssen daran arbeiten, die Welt enger zusammenzubringen“

„Es ist ist nicht mehr genug, nur die Welt zu verbinden. Wir müssen auch daran arbeiten, die Welt enger zusammenzubringen“, erklärte Zuckerberg und postete das neue Manifest wenig später auf Facebook.

Das fast 3000 Worte starke Manifest liest wie eine Variation seines Postings von Mitte Februar, in dem Zuckerberg bereits erklärt hatte, „eine soziale Infrastruktur für die Gemeinschaft entwickeln“ zu wollen.

„Wir haben die Verantwortung, mehr zu tun“

Zuckerberg wurde nun konkreter und erklärte, Facebook wolle dazu den sieben Jahre alten Gruppen-Bereich („Groups“) ausbauen und mit neuen Features ausstatten. 100 Millionen Nutzer würden sich in Groups in bedeutender Weise engagieren; das Ziel sei aber, eine Milliarde Nutzer dazu zu bringen, die Gruppen-Funktion in den Alltag bei Facebook zu integrieren.

„Wir haben die Verantwortung, mehr zu tun“, erklärte Zuckerberg zudem im Interview mit CNN.  Das Manifest kann als klarer Gegenentwurf zur Politik der Trump-Ära verstanden werden, die Zuckerberg in der Vergangenheit kritisiert hatte. Der 33-Jährige war als einziger CEO der fünf wertvollsten Tech- und Internetkonzerne den Treffen mit US-Präsident Trump ferngeblieben.

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