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Die Antisemitismus-Doku bei „Maischberger“ – ein Debakel für den WDR auf allen Ebenen

Vorwärtsverteidigung: Sandra Maischberger, WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn und der Historiker Michael Wolffsohn
Vorwärtsverteidigung: Sandra Maischberger, WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn und der Historiker Michael Wolffsohn

Wie die ARD die umstrittene Antisemitismus-Doku des WDR gestern präsentierte und die anschließende Debatte in der Sendung „Maischberger“ waren ein wohl einmaliger Vorgang im Fernsehen. Der WDR gab sich alle Mühe die Doku mit einem „Faktencheck“ und zahlreichen Warnhinweisen zu diskreditieren. Es war eine Art betreutes Fernsehen mit Denkanleitung. Bei „Maischberger“ ging anschließend WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn im Zwiegespräch mich Michael Wolffsohn baden. Ein Debakel für den WDR.

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Zunächst einmal zur Doku selbst und dem vom WDR ins Internet gestellten Faktencheck. Wann gab es das schon einmal, dass ein Sender eine Dokumentation mit derartig vielen Warnhinweisen und Richtigstellungen versieht? Die Ausstrahlung begann mit einer Art Warntafel vor dem Film. Während der Doku gab es immer wieder Einblendungen, dass Betroffene hier nicht gefragt worden seien. Erst der WDR habe den Beschuldigten Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Und – so eine Überraschung – die nachträglich Befragten gaben alle sinngemäß zu Protokoll, dass sie ja gar nix gegen Juden haben. Entschuldigung für den Sarkasmus im vorangegangenen Satz, aber bei dieser Sache fällt es schwer, nicht sarkastisch zu werden.

Warnhinweise bei der Ausstrahlung der Antisemitismus-Doku (Screenshots von der Facebookseite von Daniel Bouhs)

Allein der Faktencheck, den der WDR ins Netz gestellt hat, kann einem das Blut in Wallung bringen. Inwieweit die vom Sender immer wieder ins Spiel gebrachten Persönlichkeitsrechtsverletzungen in der ursprünglichen Doku-Fassung zutreffen, kann an dieser Stelle nicht beurteilt werden. Sollte es solche Fälle geben, musste der Sender selbstverständlich eingreifen. Ebenso müssen falsche Faktenbehauptungen natürlich korrigiert werden. Man kann den Machern von „Auserwählt und ausgegrenzt“ auch durchaus vorwerfen, dass sie bei ihrem Film keine neutrale Position eingenommen haben, sondern eine dezidiert pro-jüdische und pro-israelische. Das versucht der Film aber auch gar nicht zu verschleiern. Vielleicht hätten sich die Macher manche sarkastische Bemerkung besser gespart („Dieser Holocaust-Vergleich wird ihnen präsentiert von Brot für die Welt.“). Aber auch hier gilt: Das hätte man alles im Vorfeld bequem ändern und klären können.

Stattdessen erweckt der nachträglich zusammengeschusterte Faktencheck nun selbst den Eindruck starker Voreingenommenheit. Er geht über das Korrigieren von Fakten weit hinaus. Das Ziel, den Film komplett zu diskreditieren, wird überdeutlich. Nehmen wir beispielhaft nur mal Punkt 1 aus dem Faktencheck. Der Film beginnt mit der berüchtigten Rede des Palästinenser-Präsidenten Mahmud Abbas vor dem EU-Parlament, in der dieser den uralten antisemtitischen Mythos der jüdischen Brunnenvergifter allen Ernstes aufwärmt. Abbas sagte: „Darüber hinaus möchte ich noch sagen, dass vor nur einer Woche einige Rabbiner in Israel ihre Regierung aufgefordert haben, unser Wasser zu vergiften, um Palästinenser zu töten. Ist das nicht eine klare Anstiftung zum Massenmord am palästinensischen Volk?“ Eine infame Lüge, Abbas hat sich später nach Protesten von der Aussage distanziert. Dass er so etwas überhaupt sagte ist für sich genommen ein Skandal, dass er im EU-Parlament für diese Ungeheuerlichkeit Standing Ovations bekam und der damalige EU-Parlamentspräsident und heutige SPD-Kanzlerkandidat Martin Schultz die Ansprache „inspirierend“ nannte, ein weiterer. Die Filmemacher verweisen zurecht auf den Gleichklang zwischen Abbas und Julius Streicher, einem der schlimmsten Hetzer der Nazi-Zeit. Und was meint der WDR-Faktencheck? Der meint das hier:

Der Kommentartext fügt dem Zitat von Abbas weitere Inhalte hinzu: „Rabbiner planen palästinensische Brunnen zu vergiften.“
Von „Brunnen“ spricht Abbas hier jedoch nicht, auch nicht von „Plänen“ der Rabbiner, das Wasser zu vergiften. Ebenso ist in den ausgestellten Zitaten keine Rede von „Landraub“. Aus dieser Interpretation wird die Behauptung abgeleitet, die Rede Abbas stünde in einer Tradition, die den Juden seit dem Mittelalter vorwirft, Brunnen zu vergiften, um sie dadurch „zu enteignen, zu vertreiben und zu ermorden“. Abbas spricht in seiner Rede, aus der die zuvor kommentierten Zitate isoliert wurden, zudem von dem Ziel einer friedlichen Koexistenz zweier Staaten Israel und Palästina.

Es wird da im Ernst „korrigiert“, dass Abbas nicht „Brunnen“ gesagt hat, sondern nur „Wasser“. Und natürlich hat er Feigenblatt-mäßig auch von einer „friedlichen Koexistenz“ gesprochen. Aber das macht es doch nicht besser, dass er älteste antijüdische Zerrbilder serviert. Ansonsten finden sich viele Stellen im Faktencheck, die monieren, dass der Film historische Zusammenhänge zu stark verdichte, bzw. dass Interviewpartner und Organisationen nicht konfrontiert worden seien.

Ausschnitt aus dem WDR-Faktencheck zur Doku

Zu Teilen dieser Vorwürfe äußern sich die Autoren des Films in einem ausführlichen Fragebogen, den der WDR ihnen zugeschickt hat und der im Rahmen des Faktenchecks auch veröffentlicht wurde. Der Fragebogen ist deutlich erhellender als der Faktencheck selbst.

Nicht äußern konnten sich die Autoren des Films in der auf die Doku folgenden „Maischberger“-Sendung. Das ist interessant, denn immerhin kündigte die ARD an, dass in der Sendung die angeblichen „handwerklichen Fehler“ des Films thematisiert würden. Wäre es das nicht ratsam, im Sinne des vom WDR so hoch gehaltenen journalistischen Handwerks auch die Gegenseite, also die Autoren zu hören? Nö, meinen WDR und Sandra Maischberger. Denn, so die mehr als fadenscheinige Begründung:

Redaktionell liegt der Schwerpunkt der Diskussionsrunde nicht auf einer detaillierten Auseinandersetzung mit dem Film, sondern auf dem eigentlichen Thema der Dokumentation, dem Antisemitismus. Dazu haben wir mit Ahmad Mansour auch einen an dem Film beteiligten Gesprächspartner zu Gast.

In der Sendung stellte der Historiker Michael Wolffsohn die Frage, warum niemand der Autoren eingeladen wurde, an WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn. Moderatorin Sandra Maischberger antwortete für ihren Chef sinngemäß, dass die Gästeliste Sache der Redaktion sei und man manchmal besser ohne die direkt Beteiligten redet. Eine, sagen wir mal, ungewöhnliche Herangehensweise in so einem Fall. Außerdem, so Maischberger weiter, solle es ja schwerpunktmäßig gar nicht um den Film gehen, sondern allgemein um das Thema Judenhass. Was die Diskutanten dann freilich nicht davon abhielt, immer wieder doch sehr detailliert über den Film zu debattieren. Als MEEDIA am Vortag eine Anfrage an die Redaktion von „Maischberger“ stellte, warum die Autoren nicht eingeladen wurden, verwies man übrigens auf den WDR. Die oben zitierte Wischi-Waschi-Antwort kam dann später schriftlich von der WDR-Unternehmenskommunikation ohne Nennung, wer diese Aussage getätigt hat. Soviel dazu, dass die Gästeliste dieser Sendung alleinige Sache der Redaktion „Maischberger“ gewesen sei.

Wolffsohn wies absolut zu recht darauf hin, dass es doch wohl gute Gepflogenheit sei, Unstimmigkeiten im Vorfeld mit den Autoren eines Films zu klären. WDR und Arte hätten die Doku aber monatelang herumliegen gehabt und nichts getan. Erst auf Druck der Bild, die die Doku im Alleingang online zeigte, sei der WDR tätig geworden. So ist es wohl, eine andere Lesart fällt in der Tat schwer.

Wolffsohn pochte darauf, dass der Film bei allen möglicherweise vorhandenen Mängeln, exzellent aufzeige, welche verschiedenen Strömungen von Antisemitismus es gibt: rechten, linken und muslimischen Antisemitismus. Außerdem „strotzten“ auch andere WDR-Dokus nur so von Fehlern. Der Historiker nannte beispielhaft eine missratene Geert-Wilders-Doku oder eine überzogene Doku über Goldman-Sachs, die beide ohne Faktencheck-Klimbim gesendet wurden. Wolffsohn zum WDR-Fernsehdirektor Schönenborn: „Wenn sie diese Standards immer anwenden, senden Sie nur noch Testbilder.“

Schönenborn versuchte, sich mit Verweisen auf Qualität und die nicht näher bezeichneten Rechtsverstöße im Film zu rechtfertigen. Die wesentlichen Fragen umschiffte er aber stets. Im Anschluss an das hoch interessante „Duell“ zwischen Wolffsohn und Schönenborn diskutierten dann noch Ahmad Mansour, Norbert Blüm, Gemma Pörzgen und Rolf Verleger über die Doku und Antisemitismus.

Diese Sache mit der Antisemitismus-Doku hat der WDR auf wirklich spektakuläre Art und Weise vergeigt. Das Gute im Schlechten ist, dass der Film nun eine ungleich höhere Aufmerksamkeit und Zuschauerschaft bekommen hat, als er es bei einer Ausstrahlung nur bei Arte jemals gehabt hätte. So gratulierte Wolffsohn dem WDR-Mann Schönenborn auch höhnisch zu diesem „PR-Erfolg“. „Das war so nicht beabsichtigt“, sagte der darauf knapp. Das glaubt man sofort.

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Alle Kommentare

  1. Beste Unterhaltung, wie der Wolffsohn den selbstherrlichen Schönenborn gegrillt hat. Der WDR betreibt Zensur und Desinformation und steht für den unmenschlichen Öffentlichen Rundfunk, der nicht scheut alleinerziehende Mütter ins Gefängnis zu werfen. Siehe Sieglinde Baumert.

  2. Ich habe den Film genossen, er war inhaltlich stark und bei seiner Parteinahme für Israel und Juden immer faktensicher (anders als der WDR in dem „Faktencheck“). Ein Faktencheck, der bisher einzigartig ist. Kein noch so abstruses Machwerk aus der ARD wurde je einem Faktencheck unterworfen (als Beispiel: der Bericht über Janna Jihad, die, wie es auch die Macher des Beitrages hätten wissen können, Janna Tamini heißt. Aber das wiederum hätte bedeutet, dass eine ehrliche Recherche hätte stattfinden müssen).
    Kurze Anmerkungen zu einzelnen Kommentaren: es gibt nicht die Linke und eine Verallgemeinerung ist unstatthaft. Die AFD ist eine Ansammlung antihumanistischer, völkischer und eben auch antisemitischer Gestalten

    1. Wenn man sich den Faktencheck zweimal durchliest, geht einem ein Licht auf, WORUM(!) es den WDR-Leuten dabei eigentlich geht. Nämlich um die Verteidigung(!) der im Film kritisierten Personen, Institutionen und Organisationen!!! Dieser Faktenscheck ist meines Erachtens eine einzige Apolegetik, denn mit dieser Dokumentation fühlt sich der WDR offenbar weltanschaulich-ideologisch selbst „auf den Schlips getreten“.

  3. Joachim Schroeder stellte auf taperimnirgendwo.com die (von Prof. Monika Schwarz-Friesel von der Bundeszentrale für politische Bildung stammende) Antisemitismusdefinition zur Verfügung, die die thematische Grundlage des Films darstellte:

    „Der Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann. Antisemitismus bedeutet in Kurzform jedwede Sonderbehandlung von Juden, weil sie Juden sind. Darüber hinaus kann auch der Staat Israel, der dabei als jüdisches Kollektiv verstanden wird, Ziel solcher Angriffe sein. Es zeigt sich die Tendenz, aktuellen Antisemitismus in seiner besonders häufigen Manifestationsvariante des Anti-Israelismus zu leugnen, zu bagatellisieren oder semantisch als „legitime Kritik“ umzudeuten.“

    Der Israelbezug ist also eindeutig gegeben. Von einer „Themenverfehlung“ kann daher nicht die Rede sein. Die Definition könnte aber erklären, weshalb die französische Hälfte der arte-Programmkommission offenbar von Anfang an (April 2015) gegen das Dokuprojekt gestimmt hatte – also vor irgendwelchen „Themenverfehlungen und handwerklichen Mängeln“. Die Berliner Zeitung schrieb dazu am 2. Mai 2017:

    „Die Sache stinkt zum Himmel. Mit knapper Mehrheit akzeptierte der deutsch-französische TV-Sender Arte im April 2015 das Dokumentationsprojekt zum „Antisemitismus in Europa. […] Im Dezember 2016 nahm die dort [WDR] zuständige Redakteurin Sabine Rollberg den Film ab. Seither verhindert Alain Le Diberder, seines Zeichens Programmdirektor von Arte, dass die 90-minütige Dokumentation ins Programm genommen wird. Er verweist auf das von Anfang an „negative Votum der französischen Mitglieder der Programmkommission“ und moniert mangelnde „Ausgewogenheit“.“ (http://www.berliner-zeitung.de/politik/meinung/goetz-aly-arte-verhindert-doku-zu-antisemitismus-26824492)

    1. Es gibt eine ziemlich leichte Methode zu erkennen, ob jemand ein Antisemit ist. Wenn ein Jude das Eine macht, dann ist es für diese Person falsch. Macht er das genaue Gegenteil, dann ist es für diese Person ebenfalls falsch und macht ein Jude entsprechend garnichts, dann ist es für diese Person am allerschlimmsten. Wenn diese drei Szenarien zutreffen, dann können Sie mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass Sie es mit einem Antisemiten zu tun haben. (Gleiches gilt übrigens ua. auch für einen Antiamerikaner.) Ein echter Antisemit möchte daher, dass die Juden am Besten garnicht existent sind, weil sie dann -in seinen Augen- keine falschen Taten mehr begehen können. Man könnte auch sagen, Antisemitismus ist Mobbing mit Vernichtungswunsch.

      Der Begriff „Israelkritik“ ist eigentlich selbst schon antisemitisch, oder haben Sie jemals von bsw. „Türkeikritik“ oder „Finnlandkritik“ gehört? Wenn jemand von sich behauptet, er sei Türkeikritiker und übe Türkeikritik oder er sei Finnlandkritiker und er übe Finnlandkritik, dann kann man eigentlich davon ausgehen, dass der Türkeikritiker generell(!) etwas gegen die Türkei und der Finnlandkritiker generell(!) etwas gegen Finnland hat. Und ein Israelkritiker wird dann wohl auch generell(!) etwas gegen Israel haben. Das ist nicht zu weit hergeholt, finde ich.

  4. Die Theorie:

    Die ARD beschreibt ihr Selbstverständnis folgendermaßen: „…Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist […] zur Ausgewogenheit verpflichtet. Dazu gehören das Gebot einer fairen und unabhängigen Berichterstattung und die Verpflichtung zur Überparteilichkeit. Die Abbildung verschiedener Meinungen im Programm soll insgesamt ausgewogen sein. Diese Vorgaben gelten in besonderem Maße für Nachrichten oder politische Sendungen. […..] Werte wie Verlässlichkeit, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit verbinden die Menschen auch im Internet vornehmlich mit den Öffentlich-Rechtlichen….“

    Klingt sehr schön. Dementsprechend müsste die Dualität der Diskussion bei Maischberger also bei 50% Befürwortern des Films zu 50% Kritikern des Films oder auch bei 50% Pro-Israel/Juden zu 50% Pro-Palästinenser/Moslems liegen.

    Die traurige Praxis:

    Pro Dokumentation: Wolffsohn + Mansour

    Contra Dokumentation: Verleger + Pörzgen + Blüm + Schönenborn

    Quote= 2 : 4.

    Fazit: Unausgewogene und faktisch parteiliche Gästeauswahl zugunsten des „israelkritischen“ Mainstream in Medien/Politik/Kultur/Kirche/Bildungsstätten(Universität, usw).

    1. Vor allem muss der Redaktion bekannt gewesen sein, welche Freaks sie sich mit Blüm und Verleger in die Diskussionsrunde holen. Beide waren aus der Vergangenheit für ihre geradezu bizarren (um nicht das a-Wort zu verwenden) Auslassungen bekannt. Dennoch wurden sie eingeladen. Gut, der Schuss ging ordentlich nach hinten los, denn argumentativ hatten sie gegen Ahmad Mansour und Michael Wolffson keine Chance. Und jede(r), der/die einigermaßen richtig im Kopf ist, konnte hier auch eindeutig die notwendigen Schlüsse ziehen. Zumindest bewies die Gästeauswahl, dass der „Israelschwerpunkt“ der Doku absolut gerechtfertigt war, weil es die beiden Komiker in der Diskussion nicht lassen konnten, ständig auf das Thema Israel abzugleiten.

  5. Artikelzitat: “ Man kann den Machern von „Auserwählt und ausgegrenzt“ auch durchaus vorwerfen, dass sie bei ihrem Film keine neutrale Position eingenommen haben, sondern eine dezidiert pro-jüdische und pro-israelische. “

    Ja. Richtig, diesen Vorwurf kann man legitimerweise erheben. Nuuuur, würden die gleichen Leute, die sich jetzt über die Parteilichkeit der Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt“ beschweren, ebenfalls ihre Stimme erheben, wenn der Film ebenfalls keine neutrale Position eingenommen hätte, sondern eine dezidiert pro-arabisch-muslemische und pro-palästinensische? Nach meinem persönlichen subjektiven Empfinden ergreifen gefühlt(!) 99% aller öffentlich-rechtlichen Dokumentationen über den Nahostkonflikt in einem starken bis sehr starken Maße Partei für die palästinensische Seite. Parteinahme an sich ist nicht schlimm, wenn sie mit belegbaren Fakten arbeitet und sich zumindest bemüht mit der Gegenseite „Fairplay“ zu spielen. Und wenn 50% der Filme zu einem Thema für die eine und 50% der Filme für die andere Seite Partei nehmen, so ist fast genauso eine Ausgewogenheit hergestellt, als wenn 100% der Filme streng neutral-objektiv berichten würden. Aber so ist es in der Realität beim ÖRR leider nunmal nicht.

    1. Zunächst das für mich Positive: endlich und für mich sehr wohltuend ein Bericht über Israel, das nicht eine anti-israelische Agenda verfolgt. Ziemlich ungewöhnlich für deutsche Medien, vielleicht deswegen solche Amok-Lauf-ähnliche Reaktion? Der „arme“ Herr Schönborn, der selbsternannte Anwalt (sollte eher heißen: Erzieher) der Zuschauer musste für sein Super-Gehalt jetzt an die vorderste Front. Er wirkte sehr angespannt, schade, dass man nicht (oder nie) erfahren wird, was in ihm wirklich vorging.
      Das für mich Negative: eine zusammengeworfene Gruppe von Filmgegnern, die „Kritik“ an Israel vereinte. Minister Blüm (dank seiner sicheren Rente recht entspannt) wiederholte seine Beiträge aus einer „Hart, oder fair“-Sendung vor fast 8 Jahren. Diesmal verlegte er unwidersprochen Sabra und Shatila an die libanesische Grenze (also nach Israel) und merkte diese Fehlleistung nicht mal. Allmählich könnte man seine aktive Teilnahme durch Einspielungen aus alten Talkshows ersetzen.
      Prof. Verlegers Beiträge waren keine sehr sachdienlichen. Außer, dass er die Holocaust-Geschichte seiner Familie für Israel-Kritik benutzte und preisgab, wie sein Onkel tickte. Irgendwie entwaffnend. Es war schon witzig, wie ein israelischer Araber entschieden der Israel-Verleumdung entgegen trat. Frau Pörzgen hätte gerne, das die Hamas auch über Luftraum und Häfen Gazas wacht. Welche Schule ihre Kinder mit „palästinensischen und jüdischen Kindern“ (sicherlich in friedlicher Koexistenz) besuchen, erfuhren wir nicht, klang nicht sehr glaubwürdig.

  6. Vielen Dank Herr Winterbauer für diese Analyse und die interessanten weiteren Info´s, die Sie beisteuern.

    Als Pedant möchte ich auf einen Schreibfehler hinweisen: „Jörg Schönenborn im Zwiegespräch mich Michael Wolffsohn baden“

    Das Hauptargument, das dem ganzen Vorgang quasi die Hose runterzieht, wurde vom exzellent agierenden Wolffsohn in einem schönen Witz gebracht. Er sagte ja, daß wenn der WDR u. Arte bei allen doku´s so penibel wären, es auf den Sendern stets nur ein Testbild gäbe.

    Es gibt doch eine Zahl, die zumindest jedem muslimischen „Israelkritiker“ die Maske runterreißt: Zahl der Toten seit 1948 auf Araberseite, die durch den IDF umgekommen sind: 50.000. Zahl der Toten im selben Zeitraum durch innerarabische Konflikte 11 Millionen. Mist, weiß nicht mehr die Quelle.

    Die größte Schwäche bzw der größte Trick der „Israelkritiker“ ist die Dekontextualisierung, daß nämlich Krieg herrscht. Der Vorwurf etwa, es würden Menschen durch´s Militär gezielt „exekutiert“ werden, tut so, als könne man die Gegner in einem kriegerischen Konflikt alle einzeln vor Gericht zerren, bevor man sich gegen sie durch scharfes Schießen verteidigen darf..

    Verleger hatte nur in einem Punkt Recht: ich kehre als Jude vor der eigenen Türe. Dennoch empfand ich ihn als hochgradig skurril. Ein merkwürdiger Mensch.

    1. Ein Pedant, der den Plural von „Info“ mit Apostroph schreibt und anderen Schreibfehler ankreidet, sollte an seiner Pedanterie arbeiten.

  7. Martin Schultz, Kanzerkandidat der SDP hat 2014 anläßlich einer Antrittsrede als EU Parlamentspräsident in Jerusalem die Knesseth geleert. Sein Vorgänger Gabriel hat bei seiner ersten Amtshandlung als neuer Außenminister in Israel darauf bestanden, jene Gruppen zu besuchen, die in dieser Doku ausgeleuchtet wurden. Den Eklat hat er in Kauf genommen. Die SPD scheint sich mit dieser unterschwelligen Art von „Israel- Kritik“ eine bestimmte Obsession in Resonanz bringen zu wollen. Merkel fand das gut. Nicht zu vergessen: der neue Bundespräsident Steinmeier, erste Reise nach Israel: Kranzniederlegung am Grabe von Arrafat.

    Der Film, mal abgesehen vom Inhalt, kam wohl auch noch zur Unzeit.

    1. Hi, E Eklat.

      Weißt du was? Ich sehe in diesen Aktionen derr SPD mehr „Rechts“ als in allen Höcke- u. Pegidareden zusammengenommen.

  8. Ich fand die Argumente von Herrn Wolffsohn vollkommen überzeugend, der WDR hat sich restlos blamiert. Der Film behandelt heute ungeheuer wichtige Aspekte, die in der öffentlichen Diskussion in Deutschland nicht hinreichend diskutiert werden. Einen der wichtigsten und unabhängigsten Beiträge der letzten Jahre lässt der WDR in der Schublade verschwinden. Ein journalistischer Offenbarungseid!

    1. Bei aller verständlichen Emotionalität hinsichtlich der Bewertung des fraglichen Films sollten doch die Gebote der Fairness beachtet werden.
      In einem solchen Kontext halte ich, selbst der Position von Herrn Prof. Wolffsohn bedingt folgend, die teils massiven Angriffe gegen Jörg Schönenborn vom WDR für nicht hilfreich. Jörg Schönenborn ist aus meiner Sicht eine integre und fachlich kompetente Persönlichkeit, die ihre Aufgaben innerhalb des WDR – unter Einbringung konstruktiver Kritik – stets zur vollsten Zufriedenheit erfüllt. Schönenborns Leistungen verdienen unbedingten Respekt. Auch wenn seine Rolle im Zusammenhang mit dem fraglichen Film in einigen Belangen Kritik herausfordern mag, so ist aus meiner Sicht die Glaubwürdigkeit und Authentizität von Jörg Schönenborn absolut unstrittig.

      1. Was Sie über Herrn Schöneborn schreiben, trifft nun mal nicht im vorliegenden Fall zu. Er hat hier NICHT integer reagiert, sondern teils ignorierend und teils verwischend. Die Punkte von Wolffsohn waren ja:
        1. es gab ein halbes Jahr Zeit für Korrektur, die man aber verstreichen ließ.
        2. der Doppelstandardvorwurf, daß der WDR/arte sonst keine Probleme mit verzerrenden Doku´s hat. Wolffsohn gab Beispiele. Schöneborn überging das komplett. So agiert keine integre Person.

      2. Es gibt niemand, der die Arroganz der Macht beim ÖRR auf eine deprimierende Art und Weise besser verkörpert als Jörg „Demokratieabgabe“ Schönenborn.

  9. Joerg Schoenenborn beschuldigte Israel massive massaker 1948 getaetigt zu haben. Erstens soll er selbst mal einen Faktenscheck machen, zweitens hat er kein wort ueber massaker die von arabern veruebt worden sind, in Hebron, in Kfar Etzion, Ost Jerusalem und paar andere stellen.

    Verleger kam mit einer anschuldigung von sistematischen Hinrichtungen Libanesicher zivilisten als vergeltung fuer den tod eines Israelis. 10 mann wuerden dafuer jedes mal hingerichtet! der Mann ist geisteskrank!

    Norbert Bluehm erzaehlte dass die Israelische Armee die „Lager“ Sabra & Schati umzingelt haetten und dies wahrend die Libanesische Christen den Massaker machten ohne dass Israel einen kleinen finger beruehrte, Das ist falsch. Wahr ist, dass die IDF die staerkste macht in der gross-gegend war und nur deswegen moralische verantwortung traegt. Fuer Bluehm scheint der massaker selbst – von christen verursacht, nicht das wesentliche gewesen zu sein! Er haengt den lieber an die Juden die er so lieb hat.

    Und nun zur Abbas Rede in EU Parlament. Sogar der Fotograf war mehr sensible als die Politiker, inkl. Martin der grosse. Wenn man genau hinschaut kann man sehen dass nach der beschuldigung der wasservegiftung er die Kamera in richtung Schulz schwenkte. Er hat es richtig gemacht weil er eine scharfe reaction seitens des letzteren erwartet hat

  10. Hallo liebe Leute vom WDR,
    obwohl ich weder politisch noch journalistisch gebildet bin, war mir bei der Doku sofort klar: das ist total einseitig, einseitig, einseitig. Manches war schwer
    zu ertragen…Nein, das war kein redlicher Journalismus, das erkannte sogar ich als Laie…Und die Doku schrie sozusagen nach einem Kommentar, der manches
    klar stellt. Ich kam jedoch aus dem wundern und staunen nicht heraus, als ich Herrn Wolffsohn zuhörte…Manche seiner Fragen mögen ja berechtigt sein, insgesamt jedoch vertrat er eine Richtung, genau die den Antisemitismus eher fördert…Und wenn ihm die Argumente Herrn Schönenborn gegenüber ausgingen, folgte einfach ein lapidares und aggressiv gefärbtes: „…da steht halt Aussage gegen Aussage !“ Nein, Herr Wollfsohn, von Ihnen (und auch von Herrn Mansour) kann man lernen, wie man haarscharf genau an der Wahrheit
    vorbei argumentieren kann/muss, um unliebsame Fakten zu verschleiern oder sie wegzudrücken,- um (scheinbar) recht zu behalten…gewürzt mit viel Ironie, Häme und Sarkasmus.Eines zeigte sich mir wieder deutlich : am lautesten sind meist/immer die, die am wenigsten Recht haben. Frau Maischberger konnte einem Leid tun..
    Übrigens: ich bin absolut keine Antisemitin!! Aber so viel Einseitigkeit stinkt zum Himmel und hilft keinem ! Ich habe zwei jüdisch-stämmige
    Freundinnen,- die denken ähnlich wie ich ! Wer mich jetzt dennoch in diese Richtung platziert, hat es wahrscheinlich nötig…!!

    1. Frau Fechter, vielen Dank für ihre messerscharfe Argumentation. Wenn zwei jüdisch-stämmige Freundinnen ihrer selbstgenannten „laienhaften“ Meinung (welche noch mal?) sind, wirft das natürlich das Wissen eines Historikers und die 28 Jahre Erfahrung in den Gebieten eines Islamus-Experten und Psychologen, über Bord.
      Weder Herr Mansour noch Herr Prof. Wolffsohn, fördern Antisemitismus. Das Problem ist, dass deren unbequeme Aussagen, von laienhaften Hobby-Experten gerne als Vorwand benutzt werden, um Antisemitismus zu rechtfertigen.

    2. „obwohl ich weder politisch noch journalistisch gebildet bin, war mir bei der Doku sofort klar: das ist total einseitig, einseitig, einseitig. “

      Der Satz enthält einen ernsten Fehler. Es muss heißen „weil ich weder politisch noch journalistisch gebildet bin…“

      1. Frau Fechter,

        nach meiner laienhaften Wahrnehmung stank das gros der bisheringen ÖR Darstellungen über den Nahostkonflikt ob ihrer Einseitigkeiten zum Himmel, incl. der abertausend Schlagzeilen selbst in der dpa-Rohfassung seit…na…..20+ Jahren. Da nimmt man doch jede Gegeneinseitigkeit wie ein korrigierendes Geschenk des Himmels, oder?

    3. Sehr geehrte Frau Fechter,

      bitte eine Frage an Sie: Ist Ihr Beitrag eine Satire mit Ironie/Sarkasmus oder meinten Sie das wirklich ernst?

  11. Danke für den Kommentar, das habe ich gestern genauso empfunden. Ich hatte ja geglaubt, dass bei dem Umgang mit der Doku Arte und dem WDR Dilettanten am Werk waren und der im Raum stehende Vorwurf, dass Antisemitismus hinter dem verhalten der Sender steckt, ausgemachter Blödsinn ist. Seit ich gestern mit zunehmendem Erstaunen den über weitze Strecken faktenfreien Faktencheck gelesen und dann noch den unsäglichen Auftritt von Herr Schönenborn gesehen habe, bin ich mir da nicht mehr sicher.

    Eine Ergänzung noch zu Ihrem Artikel: Ein Hauptvorwurf von Arte und WDR an die Autoren ist ja, dass sie sich nicht wie verabredet auf den antisemitismus in Europa beschränkt haben, sondern ausführlich auf die Situation in Israel eingegangen sind. Die Begründung der Autoren: Ohne die Situation in Israel lässt sich der Antisemitismus in Europa nicht verstehen. Frau Maischberger hat gestern sehr eindrucksvoll, wenn auch unabsichtlich, den Beweis erbracht, dass die Autoren Recht haben und Schönenborn & Co. auf dem Holzweg sind. Rund ein halbes Dutzend Mal hat sie die Diskussionsteilnehmer ermahnt, beim Thema – Antisemitismus in Deutschland – zu bleiben und nicht über Israel zu sprechen. Es geht aber offensichtlich nicht, ohne über Israel zu reden.

  12. „Wenn sie diese Standards immer anwenden, senden Sie nur noch Testbilder.“

    war der beste Satz in dieser Schmierenkomödie und ehrlich, es wäre das Beste überhaupt was dem bunten Bürger passieren könnte !

    „Die Heuchelei ist die materia prima des Teufels, von der aller Lug und Trug, alle Schwachheit und Abscheulichkeit herrührt, von der nichts Wahres kommen kann. Denn die Heuchelei ist selbst eigentlich eine doppelt destillierte Lüge, eine Lüge in der zweiten Potenz.“

  13. Die Hilflosigkeit, mit welcher der WDR auf die Affaire reagiert hat, beweist, dass man überhaupt nicht darauf eingestellt ist, einmal „erwischt“ zu werden. Was man verstehen kann, schließlich ist das Vertuschen, Schönreden und Umdeuten von Fakten das zentrale Geschäft, und in den allermeisten Fällen kommt man ja damit durch. Krisenmanagement stand offenbar nie zur Debatte; entsprechend armselig dann auch der Versuch, sich rein zu waschen.

  14. Ich kann sehr gut verstehen, dass arte und der WDR den Film nicht zeigen wollten. Nicht nur, dass der Film das eigentliche Thema tatsächlich grösstenteils komplett verfehlt hat – der ganze Film erschien mir weniger als eine gute recherchierte Dokumentation, als vielmehr als ein extrem einseitiges, islamfeindliches Hetz-Werk; „Die Protokolle der muslimischen Teufel von Palästina“ wäre wohl ebenfalls ein passender Titel gewesen.

    Ich finde es gut, dass dieser „Film“ – ähnlich wie Hitler’s „Mein Kampf“ – so ausführlich kommentiert und durch den Faktencheck zumindest teilweise zurechtgerückt wurde! Hätte man dieses islamophobe Hetz-Werk unkommentiert ausgestrahlt, hätten viele Zuschauer nun mal, bewusst oder unbewusst, gewisse Aussagen des Films für bare Münze genommen.

    Dass ausgerechnet ein Historiker wie Michael Wolffssohn, der durch seinen Beruf als Historiker ja eigentlich auf Genauigkeit achten sollte, den Film in Schutz nimmt und dem WDR übertriebene Fakten- und Genaugkeitstreue vorwirft, finde ich übrigens auch bedenklich.

    Das war ein Film, bei dem AfDler und andere rechte Hetzer wohl noch laut und lange Beifall klatschen werden, weil er so herrlich antimuslimische Klischees bedient.

    Traurig, dass wir Gebührenzahler diesen Hetz-Werk auch noch bezahlen müssen!

    1. Sagen Sie mal, haben Sie die „Diskussion“ danach gesehen? Da wurde endgültig klar, dass die Autoren mit ihrer Gewichtung vollkommen richtig lagen, denn die Diskussion dreht in der Tat fast ausschließlich um den Nahostkonflikt. Übrigens gaben die Autoren an, mit arte und dem WDR folgende Antisemitismus-Definition als thematische Grundlage vereinbart zu haben:

      „Der Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann. Antisemitismus bedeutet in Kurzform jedwede Sonderbehandlung von Juden, weil sie Juden sind. Darüber hinaus kann auch der Staat Israel, der dabei als jüdisches Kollektiv verstanden wird, Ziel solcher Angriffe sein. Es zeigt sich die Tendenz, aktuellen Antisemitismus in seiner besonders häufigen Manifestationsvariante des Anti-Israelismus zu leugnen, zu bagatellisieren oder semantisch als „legitime Kritik“ umzudeuten.“

      Es kann also kaum von einer „Themenverfehlung“ gesprochen werden. Den Auftraggebern passte einfach das Ergebnis der Recherche nicht…

    2. Unfassbar… um WEN zu schützen, sagst Du anderen, sie hätten sich nicht so und so äußern dürfen. Muslime? Damit ihre Söhne weiterhin
      sogar in der Schulen hetzen dürfen und keiner tut was? Wolfssohn hat vollkommen Recht mit der generellen Aussage. Denn die Gebühren-Sender gerieren sich als Wächter über Verfehlungern anderer Konzerne, Firmen etc. mit ihren „Aufklärungs-Dokumentationen“ und nageln die an die Wand. Und sie selbst? Führen sich auf wie Götter… unkontrolliert, unverschämt, lügend, bevorzugend, tricksend und andere unterdrückend! Das alles und mehr hat der Satz von Wolffssohn zusammen gefasst. Grandios. Dass der Film auch nach dem Einsatz aller Medienschaffenden, die sich um die Machenschaften der Sender einen Dreck scheren, nicht gut ist, hat mit der richtigen Aussage Wolffsohns nichts zu tun.

  15. Ein Kanzlerkandidat der SPD ist untragbar, wenn er der klassischen antisemitischen Hetze eines Abbas auch noch applaudiert. Die Relativierungen dieser Hetze durch den WDR sind erbärmlich. Abbas will auch gar nicht anders verstanden werden, wenn er mit den Judenhassern der Hamas und PLO zusammen sitzt. Warum hat man diese Doku, die handwerklich nicht besser oder schlechter ist als viele andere, unbedingt NICHT senden wollen? Weil die feinen Herrschaften von „Brot für die Welt“ (Vorsitzende Schäubles Ehefrau), die Kirchen, die UN und diverse linke NGOs in ihrem ganzen unappetitlichen Antisemitismus vorgeführt werden. Es fließen 1,3 Mrd Euro jährlich allein von der UN, dazu viel EU-Steuergeld an üble Vereine, die Abbas und die Hamas unterstützen, deren Ziel immer noch die Eliminierung Israels ist. Unfassbar, dass in Paris Juden das Land wegen muslimischem Antisemitismus scharenweise verlassen. Bei uns ist es auch bald so. Diese Wahrheit hätte der WDR gern unter den Teppich gekehrt. Das Wegsehen scheint Methode zu haben: Zu Silvester 2015 geschahen an der Domplatte zu Köln, 200 m von der WDR Zentrale entfernt, viele Dinge, über die keiner der vielen WDR Redakteure berichten wollte.

  16. Da will ich doch mal gegenhalten: auch wenn ich finde, dass arte und der WDR sich im Umgang mit der Doku nicht mit Ruhm bekleckert haben, hätte dieser Beitrag nicht gesendet werden dürfen. Ich habe selten etwas so Wirres, schlampig Zusammengehudeltes und journalistisch so Miserables gesehen wie diesen Film. Da hätten auch Korrekturen nicht geholfen, denn die Doku war von Anfang an falsch aufgezogen. Ihr fehlte jede Dramaturgie und es wurde auch nicht im geringsten klar, was die Autoren eigentlich unter Antisemitismus verstehen. Dabei ist das Thema enorm wichtig! Ich kann nur hoffen, dass bald eine neue Doku dazu in Auftrag gegeben wird. Dann aber bitte von Autoren, die dem Thema intellektuell und handwerklich gewachsen sind!

    1. Jawoll !
      Wir erteilen solange Aufträge bis das Ergebnis stimmt.

      Argumente und belegbare Fakten zu ihren steilen Thesen
      werden wir vermutlich nicht zu sehen bekommen.
      „Intellektuell“ passen sie da zum WDR, meine Meinung.

    2. Nach Aussage der Autoren gab basierte der Film auf einer klar mit arte und WDR vereinbarten Antisemitismusdefinition:

      „Der Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann. Antisemitismus bedeutet in Kurzform jedwede Sonderbehandlung von Juden, weil sie Juden sind. Darüber hinaus kann auch der Staat Israel, der dabei als jüdisches Kollektiv verstanden wird, Ziel solcher Angriffe sein. Es zeigt sich die Tendenz, aktuellen Antisemitismus in seiner besonders häufigen Manifestationsvariante des Anti-Israelismus zu leugnen, zu bagatellisieren oder semantisch als „legitime Kritik“ umzudeuten.“

      Damit sollte klar sein, dass der Film nicht – wie von den Sendern behauptet – am vereinbarten Konzept vorbeiging. Den Sendern passte einfach das Ergebnis nicht. Laut arte-Programmdirektor Alain Le Diberder stimmte übrigens der französische Teil der arte-Programmkommission „von Anfang an gegen das Projekt“ – also offensichtlich zu einem Zeitpunkt, als von „handwerklichen Mängeln“ noch keine Rede sein konnte, weil der Film ja noch nichtmal in Auftrag gegeben war. Das lässt kaum mehr Zweifel an den tatsächlichen Gründen für die Ablehnung durch arte.

      1. Das ist Unsinn. Man kann zu demselben Ergebnis auch ohne schlampige Beweisführung und unpräzise Argumentation kommen. Nicht das Ergebnis wurde von den Sendern kritisiert, sondern die zahlreichen handwerklichen Anfängerfehler.

      2. @rb berlin

        Warum nehmen sie den Witz Wolffsohn´s, daß die Sorge um handwerkliche Sorgfalt zu einem einzigen Testbild führen würden, einfach nicht zur Kenntnis?

    3. rb-berlin sagt:
      23.06.2017 um 00:18

      es war ziemlich vorhersehbar, dass da von ihnen nichts weiter kommt als Phrasen.

      „Nicht das Ergebnis wurde von den Sendern kritisiert, sondern die zahlreichen handwerklichen Anfängerfehler.“

      nennen sie diese, wenn dem so ist, kann man und *In das doch
      tun ?!

  17. Herr Winterbauer: Es ist ausschließlich Herrn Wolffsohn zu verdanken, dass hier eine Einordnung stattgefunden hat und sein Satz ist das einzige, wofür man dieser BILD-Aktion und dem ganzen Medien-Rattenschwanz, der sich drangehängt hat, dankbar sein kann. WAR EUCH DAS NICHT BEWUSST, dass als „gesellschaftlich relevant“ bezeichnete Sender ständig ANDERE an den Pranger stellen, selbst unkontrollierte Monopolisten sind, die sich aufführen wie Schw…ne (weil sie ein System haben, in dem sie ihre Untergebenen vorschicken, die zwar keine Kompetenz haben aber einzig vorhandene Ansprechpartner von unverschämten Entscheidungen sind. Da gibt es keinen Widerspruch und keine Anlaufstelle. Gilt aber nicht für deren bevorzugte Buddys.. mit denen sie dann bei Preisverleihungen die Bühnen stürmen. Allen voran die Lieblings-Töchter und -Produzenten, die fast alle dieser Filme drehen und „mit den Richtigen“ besetzen auch Regie/Buch). Im übrigen finde ich, dass Schönenborn einer der wenigen hervorragenden Fernsehjournalisten ist. Offen, selbstkritisch, zugewandt, höflich.. zeigt sich im „Presseclub“ in bester Weise. Dass ihn dieser Film erwischt hat… da musser durch. Wolffsohns Satz: „Wenn sie diese Standards immer anwenden, senden Sie nur noch Testbilder.“ ist deutlich. Leider sind Medien nicht dafür bekannt, solche Zustände im ÖR überhaupt zu beachten, obwohl es viele Hinweise gibt. Unkontrolliert dürfen dort Hybris-geile Männer über hunderttausende Euros und viele Personen (Redakteure, Produzenten, Caster, Regisseure und und und) herrschen. Habt Ihr überhaupt eine Ahnung, wie groß die „Produktionsszenerie“ ist? Alles Einzelkämpfer, wenig organisierte Menschen, darum ist es so leicht! Kontrolliert von Auftraggebern mit Strukturen, in denen maximal eine Handvoll „Chancengeber“ (FFA-Studie) Kaiser und König spielen. Ein riesiges Machtgeflecht! Dazu die von der Politik mitgetragene
    Peripherie: Steuerfinanzierte Ausbildungsstätten, die alljährlich wichtigtuerisch Leute „auswählen“ obwohl es seit Jahren einen vollkommen „gesättigten Markt“ (Studie) gibt. Entsprechend behandeln sie all diese Leute, wenn die dann versuchen, Arbeit zu bekommen. Ein VERBRECHEN an den Jungen und eine weitere feine Geldmaschine für die „Profs, Dozenten & Co). Dass man diesen quotenfixierten Moloch hat entstehen lassen und weiter fördert die große Schuld der Politik und diesem ahnungslosen Aufsichts-Gedöns. Nichts bringt hier irgendetwas ins Rollen, wie Wolffsohn, BILD&Co für dieses eine, kleine Dokumentation. Irre ist das. Zahlreiche Zuschriften, viele Gespräche, für jeden erkennbares Fehlverhalten der Sender, massive Diskriminierung der Frauen (95 % Regisseure und Redakteure „wählen“ Frauen aus) und dazu noch eine fast unüberwindbare Trennung zwischen „Fernsehfilm und Romantik’schrott‘ beim ZDF… Dumping bei Zulieferern während die Senderleute jährlich Erhöhungen bekommen, Abschottungsverhalten in unbeschreiblichem Ausmaß, Null interne Kontrolle, Null Reaktion zu all den Vorwürfen, Null Kontrolle der Tochterfirmen (bei denen problemlos unfassbar vieles versteckt wird) und und und. Und jetzt?

  18. „Moderatorin Sandra Maischberger antwortete für ihren Chef sinngemäß, dass…“

    Frau Maischberger wird tatsächlich wohl kaum Angestellte des wdr sein, sondern Geschäftsführerin und Gesellschafterin einer oder mehrer Firmen, wie es im Dunstkreis des Öffentlich-Rechtlichen üblich ist.
    Ihr für dieses Format verantwortlicher Laden heißt „Vincent Television GmbH“. Wäre doch mal interessant, wo und wie man noch finanziell lukrativ mit dem Öffentlichen Rundfunk zusammenarbeitet, weil die zwar das finanziell üppigste Staatsfernsehn Europas sind, aber offensichtlich zu blöd, um selbst etwas auf die Beine zu stellen.
    Renten- und Pensionseinrichtung mit angehängter Alibi-Sendeanstalt eben.
    Kein Wunder, dass man die Politik aus dem „objektiven und unabhängigen“ Sumpf nicht raus haben will; die sorgen von Gesetzes wegen schließlich für die nötigen Beitragszuflüsse.

    1. Schon klar, dass Frau Maischberger keine WDR-Angestellte ist. Trotzdem ist Schönenborn im übertragenen Sinne ihr Chef als WDR-Fernsehdirektor. Das sieht man u.a. auch schon daran, wer die Kommunikation an sich nimmt, wenn es schwierig wird. Siehe im Artikel.

  19. Ein guter Film!

    Antisemitismus geht überwiegend von Linken und Muslimen aus… die Paar vom Verfassungsschutz bezahlten „Klischee-Nazis“ sind doch nur Peanuts!

    Wer antisemitische Hass-Kommentare sucht, findet sie bei indiemedia, rt-deutsch und sputnik… und natürlich überall Facebook, Twitter usw. wo Muslime ihren Hass verbreiten…

    Bei den sog. „rechten“ Seiten pi-news, epoch-times, jf wird man nichts finden..

    Selbst der „Quartals irre“ Kewil, der sich für keinen rechten- oder reaktionären Stuss zu Schade ist… „Antisemitismus“??? Sicher nicht…

    Erst recht nicht in der AfD… nicht mal das „braune U-boot Bernd Höcke“, der wird nur falsch zitiert… wenn er vom „Schandmal“ schwafelt… wortgleich mit Rudolf Augstein und Martin Walser…

    Apropos Augstein…
    Lieber „Bernd Hinterbauer“, wenn sie eh schon nichts mehr zu verlieren haben… schreiben sie doch noch was zu seinen (Sohn) neuesten Ergüssen!
    Er musste sich ja diesbezüglich auch unbedingt verbal über die Tastatur erbrechen…

  20. Da wundert man sich aber auch gar nicht mehr, warum die linksextremen Rundfunk-Funktionäre beim wdr so gerne ins gemeinsame Lied mit den islamistischen Extremisten einstimmen und von „Bereicherung“, „Einzelfällen“, „Männern“ und friedlichem Islam faseln. Gleich und gleich gesellt sich eben gerne, dabei ist man doch sonst jeder religiösen Struktur kritisch gegenüber eingestellt.
    Schlimm, dass der Staat es zulässt, dass solche fragwürdigen Dilettanten sich noch an den Gebühreneinnahmen fett fressen dürfen.

  21. Linke, Rechte und Muslime vereint. Und der WDR kuscht vor diesen. Es wurde eine Doku gezeigt, die nicht in das Weltbild Linker, Rechter, Muslime und WDR-Journalisten passt.

    Fazit: Es kann nicht sein … so ist es aber nun einmal. Man merkt deutlich, dass Nachrichten bewusst nicht gezeigt werden (wie der Überfall von Muslimen und die Hetze von AfD und Linken in Berlin) oder nur kurz verfremdet werden.

    Was nicht gezeigt wurde, Russenghettos in Deutschland, die sich nicht von der antisemitischen Hetze von Muslimen unterscheiden, Putins fünfte Kolonne. Neben Erdogans fünfter Kolonne machen sich Russlanddeutsche die kein Wort deutsch sprechen breit.

    Rechte, Linke und Muslime vereint gegen die USA, Israel und Demokratie als Speicherlecker von Trump, Erdogan und Putin.

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