Zäsur für Patricia Riekel: Königin des People-Journalismus tritt als Herausgeberin der Bunten ab

Patricial Riekel mit Verleger Hubert Burda
Patricial Riekel mit Verleger Hubert Burda

Es ist das Ende ihrer journalistischen Ära bei dem Burda-Flaggschiff Bunte: Patricia Riekel, die im Juli vergangenen Jahres bereits die Chefredaktion des Promi-Magazins an ihren Nachfolger Robert Pölzer abgegeben hat, gibt nun auch ihren Posten als Herausgeberin ab. Die Position soll nicht mehr neu besetzt werden, heißt es. Riekel zieht sich dennoch nicht komplett aus dem Münchner Verlagshaus zurück. Sie arbeitet weiterhin als Beraterin für den Vorstand.

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Zeitenwende bei der Bunten. 1997 hatte Patricia Riekel die Chefredaktion des Burda-Promi-Magazins übernommen und trat als Nachfolgerin von Franz Josef Wagner ein schweres Erbe an. Denn Wagner hatte eine Zeitschrift hinterlassen, die in einer schweren Krise steckte. „Die Auflage war gesunken, die Redaktion verstört, Anzeigenkunden abgeschreckt, Promis in Abwehrhaltung“, beschrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung den damaligen Zustand des Wochenmagazins.

Doch die ehrgeizige Journalistin verhalf dem Titel in der Welt der Schönen und Reichen zu neuer Reputation, die Auflage legte daraufhin zu. Fortan wurde sie als „Königin des People-Journalismus“ beschrieben und gefeiert. Im Juli vergangenen Jahres folgte dann der Rückzug. Die Lebensgefährtin des Focus-Gründers Helmut Markwort gab die Chefredaktion der Bunten ab und wurde stattdessen Herausgeberin.

Jetzt gibt die gebürtige Niederländerin auch ihre Rolle als Herausgeberin ab. Die Position soll nicht neu besetzt werden, heißt es aus dem Verlag auf Anfrage von MEEDIA. Werben & Verkaufen hatte darüber zuerst berichtet. Doch die Magazinmacherin kehrt dem Burda-Verlag nicht komplett den Rücken. Sie soll dem Vorstand weiterhin beratend zur Seite stehen und Sonderprojekte wie das Buch zu „70 Jahre Bunte“ sowie die im Oktober stattfindende Beauty-Messe in München begleiten, heißt es.

Riekel war nicht die einzige, die bei den Bunten als Herausgeberin fungierte. Von 1948 bis 1986 hatte Senator Dr. Franz Burda, Erfinder des Gesellschaftsmagazins Bunten, die Position bekleidet. Jahre später folgt von 1986 bis 1988 Dr. Hubert Burda. Danach ist es bis 1991 Günter Prinz, ehemaliger Chefredakteur der Bild-Zeitung und zeitweise Sonderbeauftragter für Hubert Burda. Für ihn entwickelt er Zeitschriften wie Elle und Super Illu.

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Alle Kommentare

  1. Als langjährige Burda- Mitarbeiterin erlaube ich mir ein, zwei drei Bemerkungen zum letzten Absatz. Patricia Riekel ist sehr wohl die einzige HerausgeberIN, die Bunte jemals hatte. Günter Prinz hat NICHT die deutsche Elle entwickelt. Für das Joint Venture von Hubert Burda und Rupert Murdoch hat er vor allem die Super ZEITUNG entwickelt.
    Patricia Riekel wird bei Burda im übrigen auch in Zukunft maßgeblich die Bambi-Verleihung mit verantworten.

  2. Die „Königin des People-Journalismus“ hält laut Wikipedia „ihr Privatleben erfolgreich von der Presse fern“. Hoheit wissen sehr genau, warum.

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