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Bewertung von bis zu 4,4 Milliarden Euro: Delivery Hero will schon nächste Woche an die Börse

Rocket-Chef Oliver Samwer winkt mit Delivery Hero ein Emissionserlös von 264 Millionen Euro
Rocket-Chef Oliver Samwer winkt mit Delivery Hero ein Emissionserlös von 264 Millionen Euro

Jetzt geht alles ganz schnell: Der Essens-Lieferdienst Delivery Hero (Lieferheld, Foodora, Pizza.de) will bereits in der kommenden Woche den Gang an die Frankfurter Börse wagen. Das Berliner Unternehmen will seine Aktien in einer Spanne zwischen 22 und 25,50 Euro am Markt platzieren. Die Bewertung, die die Beteiligung von Rocket Internet aufrufen will, erscheint extrem ambitioniert: Im Idealfall wird Delivery Hero mit 4,4 Milliarden Dollar bewertet.

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Schon am nächsten Freitag, dem 30. Juni, soll der Essens-Lieferdienst Delivery Hero (Lieferheld, Foodora, Pizza.de) an der Frankfurter Börse debütieren und dabei kräftig abkassieren.

Das sechs Jahre alte Start-up will mit dem IPO frische Mittel von bis zu einer Milliarde Euro erlösen. 39 Millionen Aktien will das Berliner Internet-Unternehmen in einer Preisspanne von 22 bis 25,50 Euro anbieten.

Trotz 195 Millionen Verlust: Aus dem Stand fast so viel wert wie Hugo Boss oder K+S

Teilt Delivery Hero seine Aktien am oberen Ende der Bookbuildingspanne zu, wäre der Essens-Lieferdienst aus dem Stand mit 4,4 Milliarden Euro bewertet – und damit in etwa so viel wert wie MDax-Konzerne Hugo Boss, Rohstoffkonzern K+S oder Pharmahersteller Stada.

Angesichts der Geschäftsentwicklung erscheint die Bewertung extrem ambitioniert: Im vergangenen Geschäftsjahr konnte Delivery Hero zwar den Umsatz von 166 auf 297 Millionen Euro fast verdoppeln, schrieb aber mit Verlusten von 195 Millionen Euro tiefrote Zahlen.

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Zahltag für Rocket Internet: Bis zu 264 Millionen Euro frische Mittel

Für Rocket Internet rückt der seit Jahren ersehnte große Zahltag damit in greifbare Nähe. Die schlingernde Berliner Beteiligungsgesellschaft, die weiter tief in den roten Zahlen operiert, ist mit 35 Prozent an Delivery Hero beteiligt und würde am oberen Ende der Kursspanne bis zu 264 Millionen Euro kassieren.

An der Börse nahmen Rocket-Aktionäre die Eckdaten für das Delivery Hero IPO mit Erleichterung zur Kenntnis und schickten das Beteiligungskonglomerat der Samwer-Brüder um 2,5 Prozent auf 20 Euro nach oben.

Besitzer von Rocket-Aktien, die Papiere im Herbst 2014 zum Ausgabekurs von 42,50 Euro erworben hatten, sitzen allerdings weiter auf happigen Verlusten von  mehr als 50 Prozent, die umso bitterer erscheinen zumal der breite Markt in den vergangenen drei Jahren kräftig zugelegt hat – die Rocket-Beteiligung Zalando, die 2014 eine Woche zuvor an der Börse gelistet wurde, inklusive.

 

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