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„Tag der Verkehrssicherheit“: Warum die FAZ morgen ganzseitig neun leere „Todesanzeigen“ abdruckt

Neun leere Traueranzeigen in der FAZ am Samstag – diese Kampagne wurde kurzfristig storniert
Neun leere Traueranzeigen in der FAZ am Samstag – diese Kampagne wurde kurzfristig storniert

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am morgigen Samstag setzt die Verkehrssicherheitskampagne "Runter vom Gas" ein besonderes Zeichen – mit einer ungewöhnlichen Anzeige: Zum 13. bundesweiten Tag der Verkehrssicherheit zeigt eine ganzseitige Anzeige leere Todesanzeigen, die stellvertretend für neun Menschen stehen, die statistisch gesehen pro Tag im Straßenverkehr ums Leben kommen.

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„Kommunikation für mehr Verkehrssicherheit ist jeden Tag für das ganze Team bei Scholz & Friends eine Herausforderung“, erklärt Lars Cords, Partner und Chief Content Officer, der Werbeagentur. Das Motiv „Leere Traueranzeigen“ zeige erneut, wie man mit der „kreativen Übersetzung das eigentlich trockene Thema ins Gespräch“ bringe und zu „rücksichtsvollerem Verhalten im Straßenverkehr“ anrege.

Die ganzseitige Anzeige zeigt neun leere Todesanzeigen, die stellvertretend für neun Menschen stehen, die statistisch gesehen pro Tag im Straßenverkehr ums Leben kommen. Die Botschaft: „Angepasste Geschwindigkeit kann jeden Tag Leben retten“ – die meisten dieser Unfälle hätten durch mehr Rücksicht im Straßenverkehr vermieden werden können.

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Initiatoren der Kampagne „Runter vom Gas“ sind das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR). „2016 sind in Deutschland über 3.200 Menschen im Straßenverkehr gestorben und mehr als 396.000 Personen verletzt worden. Am Tag der Verkehrssicherheit machen viele Veranstaltungen deutlich, dass jeder Einzelne Verantwortung für mehr Sicherheit trägt – ganz gleich, ob er oder sie per Auto, Rad, Motorrad oder zu Fuß unterwegs ist“, sagt Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur.

„Die zahlreichen Veranstalter, die sich auf vielfältige Weise an dem Aktionstag beispielsweise in Form von Fahrsicherheitstrainings, Mitmachaktionen, Familienfesten und Motorradvorführungen beteiligen, leisten somit einen wichtigen Beitrag zur Unfallprävention“, bedankt sich Walter Eichendorf, Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR), bei den Mitstreitern. Der Aktionstag wurde bereits im Jahr 2005 vom DVR ins Leben gerufen.

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