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„Bares für Rares“ wird in der ZDF-Primetime zum Megahit, „Global Gladiators“ wieder einstellig

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Bernhard Hoëcker, Horst Lichter, ein 120 Jahre alter Fischteller: meistgesehene Sendung, Foto: ZDF/Frank Dicks

In der einen Hälfte Deutschlands war am Donnerstag Fronleichnam, in der anderen regulärer Arbeitstag, aber abends haben alle den „Bares für Rares“-Ausflug in die Hauptsendezeit geschaut. So viele, dass das Erste als stärkster Konkurrent gerade mal auf halb so viele Zuschauer kam. Zusammen mit der Nachmittagsausgabe platzierte sich die Trödelshow gleich zweimal in den Top 10.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Donnerstag wissen müssen:

1. „Bares für Rares“ holt ab 20.15 Uhr fast ein Viertel aller Zuschauer zu auf Schloss Ehreshoven

So ist das mit dem deutschen Fernsehen: Innovationen sind eher nicht so sein Ding. Aber wenn es darum geht, zur Hauptsendezeit Bernhard Hoëcker einen 120 Jahre alten großen Fischteller aus Porzellan im Wert von höchstens 60 Euro vor einer siebenköpfigen Händlerrunde für einen guten Zweck verscherbeln zu lassen, nachdem ein zwirbelbärtiger Koch flachsige Sprüche dazu gemacht hat, besorgt es gleich ein ganzes Schloss als Kulisse dafür. Das hat sich gelohnt: 6,38 Mio. Zuschauer verfolgten am Donnerstagabend die erste Primetime-Ausgabe der erfolgreichen ZDF-Nachmittagströdelshow „Bares für Rares“ auf Schloss Ehreshoven. „Deutschlands größte Trödel-Show“ knüpfte nahtlos an ihre übrigen Erfolge an und bescherte den Mainzern einen unfassbaren Marktanteil von 23,8%. Und nicht nur das. Auch in der jungen Zielgruppe war die Sonderausgabe am Abend das Maß aller Dinge mit starken 16,1% Marktanteil (1,3 Mio. 14- bis 49-Jährigen). Dass es nach der zweiten, fest geplanten Ausgabe nächste Woche weitere Ausflüge in den Hauptabend mit Horst Lichter und seinem Co-Moderator Steven Gätjen geben dürfte, wird damit wohl sicher sein. Was nicht bedeutet, dass die Zuschauer am Nachmittag genug von der Sendung hätten: Für die reguläre Ausgabe schalteten ab 15 Uhr schon 2,29 Mio. das Zweite ein, der Marktanteil lag bei 2,18% – das bedeutet, dass die Trödler am Donnerstag gleich zwei Plätze in den Top 10 des Gesamtpublikums belegen. Am Vorabend liefen außerdem zwei Folgen mit 4,1% bzw. 4,0% bei ZDFneo.

2. „Die Informantin“ im Ersten kann nicht mithalten, Sat.1 und RTL weit abgeschlagen

Der „Bares für Rares“-Erfolg wird noch ein bisschen anschaulicher, wenn man sich ansieht, wieviele Zuschauer die Konkurrenz zur gleichen Zeit hatte: „Die Informantin“ kam im Ersten auf nur halb so viele: 3,18 Mio. (11,9%). 1,64 Mio. bzw. 1,49 Mio. schafften „Criminal Minds: Beyond Borders“ bei Sat.1 und „Der Lehrer“ bei RTL um 20.15 Uhr (6,2% bzw. 5,7%). Im Lichter-Schlepptau sahen im Zweiten ab 21.45 Uhr schließlich noch 5,33 Mio. das „heute journal“ (20,3%), „maybrit illner“ talkte anschließend wieder eher auf Normalniveau, nämlich vor 2,2 Mio. (11,2%).

3. Dittrich gratuliert sich als „Meisterreporter Sigmar Seelenbrecht“ eher in kleinerem Kreis, SWR punktet mit André Rieu

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Im Ersten hatten die meisten Leute zur „Tagesschau“ eingeschaltet (4,27 Mio.), „Monitor“, „Tagesthemen“ und „Nuhr dran glauben“ kamen auf 1,97 Mio., 2,28 Mio. und 1,87 Mio. Mit 11,1% Marktanteil übergab Nuhr an den Kollegen Olli Dittrich, der sich im neusten Teil seines TV-Parodie-Zyklus als „Meisterreporter Sigmar Seelenbrecht“ selbst zum 81. Geburtstag gratulierte. Allzu viele Fans wollten ab 23.30 Uhr allerdings nicht mehr mitfeiern: 0,76 Mio. bedeuteten 6,5% Marktanteil. ZDFneo musste derweil feststellen, dass Trödler stärker sein können als Staatsanwälte: Mit „nur“ 2,5% ging die erste Folge „Der Staatsanwalt“ am Abend ins Ziel, 2,9% blieben für die zweite. Besser lief’s für den SWR, der für 1,18 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren „André Rieu – Das Sommernachtskonzert 2015“ wiederholte und sich 4,4% sicherte. Der „Tatort“-Doppelpack im WDR zog 0,87 Mio. an (3,2% und 3,9%). Genauso viele wie „Schutzpatron. Ein Kluftingerkrimi“ im BR (ebenfalls 3,2%).

4. „Global Gladiators“ wieder zurück in der Einstelligkeit, RTL bei den jungen Zuschauern vor Sat.1

Nach einem kurzen Ausflug in die Zweistelligkeit ist die aufwändige Pro-Sieben-Reality „Global Gladiators“ in Woche drei wieder da angekommen, wo sie gestartet war: bei unter 10%. 770.000 14- bis 49-Jährige schalteten diesmal für die Promis in der Wüste ein, das bedeutete 9,6% – der bislang schlechteste Wert. „Red!“ rutschte im Anschluss auf 7,4% ab. Mit auch nicht besonders tollen 8,4% startete Sat.1 in den Abend, an dem „Criminal Minds: Beyond Borders“ 650.000 junge Zuseher einsammelte, bevor „Criminal Minds“ erst Zuschauer verlor (0,59 Mio. blieben, 7,0%), und sie dann wieder zurückholte (0,76 Mio. und bessere 10,5%). Bei 11,7% und 12,1% dümpelte „Der Lehrer“ herum (0,91 bzw. 1,02 Mio.), die meisten jungen Zuschauer hatte RTL am Vorabend bei „GZSZ“ (1,18 Mio.).

5. Donnerstag startet für RTL II auch ohne „Kochprofis“ mies, Vox weit vorne mit „Iron Man 3“ und „Dredd“

Besonders hilfreich war es für RTL II nicht, den „Kochprofis“-Wiederholungen um 20.15 Uhr den Garaus zu machen und „Frauentausch“ einspringen zu lassen. Weil in dieser Woche auch wieder nur 310.000 junge Zuschauer eingeschaltet hatten und das für übersichtliche 3,9% reichte. Die zweite Folge holte nach 22 Uhr immerhin 6,5%. Blaue Papageien hatte kabel eins im Angebot, schaffte mit „Rio“ aber auch nur 4,9% bei den 14- bis 49-Jährigen (0,4 Mio.). Der Gewinner heißt Vox, wo sich 0,67 Mio. für „Iron Man 3“ entschieden und den Sender am Abend auf 8,3% hievten, bevor „Dredd“ anschließend sogar mit 9,8% aufdrehte.

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