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Snap-Crash: Snapchat-Mutter stürzt zurück auf Ausgabekurs bei 17 Dollar

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Der Tag, als Snap an die Börse ging. Seitdem geht es nur noch bergab. © NYSE / Facebook

Neues Allzeittief für Snap: Drei Monate nach dem furiosen Börsengang ist die Muttergesellschaft von Snapchat im heutigen Handelsverlauf nach Abschlägen von weiteren fünf Prozent auf den Ausgabekurs von 17 Dollar abgestürzt. Snap, Inc. hat damit in der Spitze bereits 43 Prozent an Wert verloren und wird an der Wall Street inzwischen "nur" noch mit einer Marktkapitalisierung von 20 Milliarden Dollar bewertet.

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Snap ist endgültig in der harten Börsenrealität angekommen.  In den ersten 24 Stunden nach ihrem Börsengang konnten sich Evan Spiegel und Bobby Murphy Anfang März dabei noch wie die Könige der Wall Street fühlen.

Zu Kursen von 17 Dollar hatte das fünfeinhalb  Jahre alte US-Unternehmen seine Aktien bei zeichnungswilligen Anlegern platziert und zum Handelsstart dann gleich um 44 Prozent  höhere Notierungen aufrufen können.

Bis auf in der Spitze 29,44 Dollar zogen die Anteilsscheine der Snapchat-Mutter in den ersten zwei Handelstagen ab – ein spektakuläres Plus von 73 Prozent gegenüber dem Ausgabekurs, das Snap zeitweise mit enormen 40 Milliarden Dollar bewertete. Das war Anfang März.

Snap notiert wieder auf Ausgabekurs – und gleichzeitig auf dem Allzeittief

100 Tage später sind die schönen Gewinne indes so mirakulös verschwunden wie ein Snap vom Vortag – und zwar komplett. Nach einem Kurssturz von weiteren 5 Prozent sind die Anteilsscheine des von Evan Spiegel geführten Internet-Unternehmens heute nämlich auf den Cent genau auf ihrem Startniveau bei 17 Dollar angekommen.

Das bedeutet: Jeder Anleger, der Snap-Aktien an der Börse erworben und bis heute gehalten hat, hat Verluste eingefahren; Zeichner haben unterdessen alle Gewinne bis auf den letzten Cent wieder hergegeben.

Crash von 43 Prozent vernichtet 15 Milliarden Dollar Börsenwert

Der Kurseinbruch der Snap-Aktie hat längst Crash-artige Ausmaße angenommen. Gegenüber den höchsten Notierungen bei knapp 30 Dollar betragen die Verluste bereits 43 Prozent. 15 Milliarden Dollar an Börsenwert hat Snap auf den Weg vom Allzeithoch zum Allzeittief bislang vernichtet. Wie gewonnen, so zerronnen.

Maßgeblichen Anteil am beschleunigten Kurseinbruch hatte zuletzt die Mitte Mai vorgelegte erste Quartalsbilanz und der darauf folgende Arroganzanfall von CEO Evan Spiegel vor Analysten, der an der Wall Street ganz schlecht ankam. Analysten haben ihre Kursziele zuletzt reihenweise heruntergestuft und beurteilen die Aktie größtenteils nur noch als „Halteposition“.

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