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Gruner + Jahrs neue Bildungs-Wundertüte: P.M. Zoom macht Wissenschaftsjournalismus (fast) nur mit Fotos

G+J-Blattmacher Florian Gless, neues Magazin P.M. Zoom: „Keine Hausaufgaben, sondern Stoff für die Pause“
G+J-Blattmacher Florian Gless, neues Magazin P.M. Zoom: "Keine Hausaufgaben, sondern Stoff für die Pause"

Gruners One-Shot-Offensive quer durch die eigenen Communities of Interest geht weiter. Nach dem zuletzt getesteten Frauentitel FMag legt jetzt auch P.M. ein frisches Magazin-Konzept vor. Die Redaktion um Chefredakteur Florian Gless bringt mit P.M. Zoom allerdings kein klassisches Wissens-Magazin an die Kioske, sondern eher ein Bilderbuch für Forschungsfans mit überwiegend doppelseitigen Fotos.

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„Die Idee ist die Faszination. Jede Doppelseite soll dem Leser einen neuen Kick geben“, erklärt der Chefredakteur gegenüber MEEDIA. So will der Hamburger vor allem „Wissen über den Bauch“ vermitteln. Gless ist davon überzeugt, dass gerade dieser „Wundertüten-Effekt“ den Reiz ausmache. Dafür verzichtet der Neuling beispielsweise auf eine klassische Ressort-Struktur.

Zu den großen Bildern stellte die Redaktion jeweils nur recht knappe Info-Bildunterschriften. „So seltsam es sich anhört: In den kleinen Textkästen stecken wahnsinnig viele und spannende Informationen.“ Für alle, die mehr wissen wollen, liefert die Redaktion jeweils weiterführende Links zu den passenden Ergebnissen der YouTube-Suche – keine sonderlich aufwändige und wissenschaftlich fundierte Zusatz-Recherche.

Inhaltlich setzt das Magazin auf Wissenschaftsthemen, Technik, Forschung und ein Hauch Science Fiction. So reicht Spannbreite von Tiefseeforschung über künstliche Intelligenz bis zur Fotos einer möglichen Mars-Mission. Die Zeiten, in den das G+J-Heft auch mit Esoterik und Verschwörungstheorien bei seinen Lesern punkten wollte, sind vorbei. „In P.M. gibt es keine Esoterik mehr. Bei uns gibt es seit dem Relaunch im Oktober 2015 keinen Platz mehr für Eso-Zeug. Wir wollen unterhalten, und zwar mit seriös recherchierten Wissenschaftsgeschichten“.

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„Wissenschafts-Fotografie hat oft das Zeug dazu, Menschen zum Staunen zu bringen und sich zu fragen, was sich als Erklärungsansatz hinter diesen Bildern verbirgt“, sagt der Publisher Gerd Brüne. „Die P.M.-Redaktion hat aus dieser Erkenntnis ein neuartiges, opulentes Wissens-Magazin entwickelt. Nach der Modernisierung der etablierten Magazine der P.M.-Gruppe in den vergangenen Jahren betreten wir nun mit P.M. ZOOM Neuland – und sind sehr gespannt, wie die Leser diese neue Zeitschrift aufnehmen werden“.

Nach Einschätzung des Blattmachers wird der typische Leser des Hauptheftes wohl noch ein etwas tieferes Informationsbedürfnis haben, als es das neue Bilderbuch bietet. Gless: „Mit P.M. ZOOM liefern wir keine Hausaufgaben, sondern den Stoff für die Pause.“

P.M. Zoom erscheint mit einer Druckauflage von 77.000 Exemplaren. Der Umfang beträgt 102 Seiten, der Verkaufspreis liegt bei 5 Euro.

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