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„Liebes Inside Magazin, ich hasse dich“: Feminismus-Blog Pinkstinks rechnet wegen „Schenkelschande“ mit Klatschblatt ab

‚Liebes‘ Inside Magazin, ich hasse dich.“, schreibt Pinkstinks-Chefredakteur Nils Pickert
'Liebes' Inside Magazin, ich hasse dich.", schreibt Pinkstinks-Chefredakteur Nils Pickert

Am Mittwoch schoss der Feminismus-Blog Pinkstinks gegen das Klatsch-Magazin Inside aus dem Hause Vision Media, das auch Mädchen, Popcorn und Jolie heraus bringt: "Du bist ein widerliches, frauenverachtendes Drecksblatt, in dem eine rein weibliche Redaktion eimerweise Häme, Mist und Body Shaming über Geschlechtsgenossinnen auskübelt", so der Pinkstinks-Chefredakteur Nils Pickert. Der Artikel sammelte bis Mitternacht 12.500 Interaktionen bei Facebook und Twitter ein.

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Normalerweise schlage er selbst bei Menschen, Organisationen, Produkten und Kampagnen, die er hart kritisiere, einen freundlicheren Ton an – „aber den verdienst du nicht“, schreibt der Chefredakteur von Pinkstinks. Seine Schlagzeile: „Beulenpest und Schenkelschande„. Seine Botschaft: „‚Liebes‘ Inside Magazin, ich hasse dich.“

Grund für den Angriff des Autors, der sich als „Vollzeitfeminist“ bezeichnet: „Du bist ein widerliches, frauenverachtendes Drecksblatt, in dem eine rein weibliche Redaktion eimerweise Häme, Mist und Body Shaming über Geschlechtsgenossinen auskübelt.“ Das Klatschblatt aus dem Hause Vision Media, das auch Mädchen, Popcorn und Jolie herausbringt und von Christian Medweth verlegt wird, beschäftige „sich mit dem wahren Leben und den Problemen der nationalen und internationalen Stars“ (so die Beschreibung des Verlags). „Tatsächlich bist DU das Problem.“, so Pickert.

Tatsächlich: „frauenverachtend“ trifft es wohl, wenn man sieht, dass Inside weibliches Bindegewebe als „Schenkel-Schande“ tituliert, als „Furchen-Fiasko“, als „Wabbel-Wellen“, „Dellen-Drama“ und als „Beulenpest“. Pickert: „Eine ganz besondere Schande ist die scheinheilige Verlogenheit, mit der du die Schönheitsoperationen und die Diätbemühungen weiblicher Stars anprangerst, um dabei allen Ernstes zu fragen, was diese denn so entstellt hätte.“

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Pickert stellt dem Blatt eine Teilschuld und Mitverantwortung aus, „dass der weibliche Körper als Versuchs- und Schlachtfeld für eine milliardenschwere Industrie herhalten muss.“ Man wanze sich monatlich an Frauen und erzähle ihnen, dass „sie hässliche, wertlose Geschöpfe sind, aber mit diesem und jenem Produkt hier daran womöglich noch was machen könnten.“ Das dürfe auch ihm als Mann – ein „priviligierter Luxus“, entspreche er doch nicht der Inside-Zielgruppe – nicht egal sein.

Pinkstinks sammelte mit dem Artikel bis Mitternacht sagenhafte 12.500 Interaktionen bei Facebook und Twitter ein, wie MEEDIA-Autor Jens Schröder im täglichen Medienradar #trending schreibt. Auf Facebook wurde der Text (Stand: 10.38 Uhr) 1.137 Mal geteilt.

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