Anzeige

Donald Trump verteidigt seine Twitterei: „Fake News-Medien wollen, dass ich nicht mehr Social Media nutze“

Exzessiver Twitter-Nutzer: US-Präsident Donald Trump
Exzessiver Twitter-Nutzer: US-Präsident Donald Trump

Neue Woche, neue Twitter-Tiraden vom US-Präsidenten. Donald Trump knöpft sich wieder einmal die von ihm so genannten "Fake News"-Medien vor, weil sie ihn angeblich davon abbringen wollten, die sozialen Medien zu benutzen. Trump macht auf Twitter schnell klar: Daraus wird nichts. Der US-Präsident wird seinen Lieblingskommunikationskanal weiter nutzen, weil er ihm die Möglichkeit biete, seine Botschaft "ehrlich und ungefiltert" zu transportieren.

Anzeige
Anzeige

Die Breitseite hat offenbar ihre Wirkung nicht verfehlt. „Der amerikanische Oberbefehlshaber hat bessere Dinge zu tun als sich zum Narren zu machen“, watschte das konservative Wall Street Journal, das bekanntlich Medientycoon Rupert Murdoch gehört, der wiederum eigentlich um eine gute Beziehung zu Donald Trump bemüht ist, den neuen US-Präsidenten ab.

Hintergrund: Trump hatte sich auf Twitter wieder einmal in kontroverse Diskussionen verstrickt – und diesmal den Londoner Bürgermeister Sadiq Khan nach dem Terroranschlag vom Wochenende attackiert.

Das Wall Street Journal hatte daraufhin die Frage aufgeworfen, welchen Gefallen sich der 70-Jährige eigentlich mit seiner Twitterei tut – und auch gleich die Antwort darauf gefunden. „Der effektivste Gegner der Trump-Präsidentschaft ist Donald J. Trump“.

Es scheint, als habe Trump den WSJ-Artikel der gestrigen Ausgabe auch gelesen, denn der Präsident reagierte in bekannter und vorhersehbarer Manier – nämlich mit einer weiteren Abreibung der „Lügenmedien“.

„Die Fake News-Medien arbeiten so hart daran, dass ich nicht mehr Social Media nutze. Sie hassen es, dass ich eine ehrliche und ungefilterte Botschaft absenden kann“, twitterte Trump gestern. Eine Viertelstunde später legte der US-Präsident noch mal nach:

„Sorry, Leute, aber wenn ich mich auf die Fake News-Medien CNN, NBC, ABC, CBS, Washington Post (doppeldeutig als „washpost“ abgekürzt) oder New York Times verlassen hätte, hätte ich NULL Chancen gehabt, ins Weiße Haus zu kommen“, twitterte Trump, verzichtete in seiner Aufzählung aber auf das Wall Street Journal.

Kein Wunder, dass Trumps Tweets auch gestern wieder Medienvertreter beschäftigten. Auf dem täglichen Press Briefing stellte der Pressesprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, klar, dass Trumps Tweets als offizielle Statements betrachtet werden sollten.

Henry Blodget vom Business Insider mutmaßt unterdessen, dass sich die Mehrheit der US-Bürger wohl ein Ende von Trumps Tweets wünschen würden, während die Medien vom Hin und Her durch immer neue Schlagzeilen profitieren würden.

Fest steht zumindest nach viereinhalb Monaten im Amt: Langweilig wird es unter US-Präsident Trump nie…

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige