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Cover-Check: Spiegel floppt mit von der Leyen, stern holt halbwegs solide Zahlen mit Ivanka Trump

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Keine gute IVW-Woche für die drei großen Wochenmagazine Spiegel, stern und Focus. Alle drei Titel landeten mit ihren Ausgaben 19/2017 unter ihrem aktuellen Normalniveau. Deutlich unter diesem Soll blieb Der Spiegel mit seinem Ursula-von-der-Leyen-Titel hängen, ebenso der Focus mit dem "großen Burnout-Test". Am nächsten an seinen Durchschnittszahlen kratzte noch der stern mit Ivanka Trump auf dem Cover.

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Der Spiegel fand im Einzelhandel laut IVW genau 182.805 Abnehmer für sein Heft 19/2017. Das ist nicht nur ein unterdurchschnittlicher Wert, er ist sogar der zweitschwächste in der IVW-Heftauflagen-Historie des Spiegels. Nur die Ausgabe 50/2015 lief am Kiosk noch mieser. Damals war es das Thema „gläserner Patient“, das die potenziellen Spiegel-Käufer langweilte, diesmal war es die Bundesverteidigungsministerin. Ursula von der Leyen mit Stahlhelm, dazu die Headline „Das Leyen-Spiel“ und die Unterzeile „Der eitle Kampf der Verteidigungsministerin gegen ihre skandalreiche Truppe“ lockte nur wenige Neugierige. Zum Vergleich: Der 12-Monats-Durchschnitt des Spiegels liegt derzeit bei 211.500 Einzelverkäufen, der 3-Monats-Durchschnitt bei 201.000. Im Gesamtverkauf, also inklusive Abos, Lesezirkeln, Bordexemplaren und sonstigen Verkäufen fand Der Spiegel 19/2017 genau 750.658 Abnehmer, 62.747 davon als ePaper.

Der stern landete im Gegensatz zur vorigen Woche wieder hinter dem Spiegel, fand in Kiosken, Supermärkten, etc. fast 35.000 Abnehmer weniger als mit dem Heft 19/2017. Dennoch sind die 167.073 Einzelverkäufe noch der am wenigsten schlechte Wert der aktuellen Cover-Check-Woche, denn der 12-Monats-Durchschnitt des stern liegt aktuell bei 179.500, der 3-Monats-Durchschnitt bei 171.500. Prozentual gesehen lag man also weniger deutlich unter diesen Zahlen als Spiegel und Focus. Gelungen ist das mit Ivanka Trump als Titelfrau – zusammen mit der Zeile „Millionen, Macht und Eitelkeiten – Wie das korrupte System des Präsidenten-Clans funktioniert“. Der Gesamtverkauf des Heftes lag bei 588.213 Exemplaren, inklusive 20.778 ePaper.

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Der Focus fiel mit seinem Heft 19/2017 auf den schwächsten Einzelverkauf seit sieben Wochen, kam lediglich auf 58.556 verkaufte Exemplare – und blieb ebenso unter sein aktuelles Normalniveau. Das liegt bei 66.100 (12 Monate), bzw. 68.500 (3 Monate). Die Zeit, in der Titel wie „Der große Burnout-Test“ funktionierten, scheint also mindestens beim Focus vorbei zu sein. Auch hier der Blick auf den Gesamtverkauf: Der lag bei 439.066 Exemplaren, darunter 29.388 ePaper.

Mit unserem Cover-Check-Tool können Sie jederzeit sehr flexibel die vergangenen und aktuellen Einzelverkäufe von Spiegel, stern und Focus analysieren.

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Alle Kommentare

  1. Ich kenne wirklich NIEMANDEN, der sich ein Wochenmagazin wie Stern und Spiegel kaufen und sogar lesen würde.
    Im Osten wo ich wohne, gibt niemand Geld für so etwas aus.
    Sind die Verkaufszahlen evt. einfach für die Anzeigenkunden geschönt?!

    Vielleicht sollte man auf monatliche Erscheinungsweise umstellen.

    Aber das ändert ja auch nichts am Inhalt.

  2. @Paschulke: gut wenn es so wäre, denn die sterben langsam weg.

    @Klaus: ein Wunsch ginge für mich in Erfüllung

  3. Interessant ist doch, dass es immer noch rund 200.000 Leute gibt, die den Spiegel oder STERN überhaupt noch kaufen. Wahrscheinlich die gleichen Leute, die S und S schon vor 30 Jahren gekauft haben.

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