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Gefühl siegt über Verstand: Die Ächtung von BVB-Chef Watzke ist ein Sündenfall des Sportjournalismus

„Aki“ und „Taschentuchel“: BVB-Manager Hans-Joachim Watzke (l.), gefeuerter Trainer Thomas Tuchel
"Aki" und "Taschentuchel": BVB-Manager Hans-Joachim Watzke (l.), gefeuerter Trainer Thomas Tuchel

Wer will noch mal, wer hat noch nicht? Auf Borussia Dortmunds vermeintlich so bösen Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke einzuprügeln, ist momentan groß in Mode. Gleichzeitig wird der von ihm gefeuerte Thomas Tuchel zum feingeistigen Märtyrer hochgeschrieben. Durch Fakten sind diese Rollenzuschreibungen nicht gedeckt – und deshalb eine Blamage für die ganze Branche.

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Von Hendrik Steinkuhl

Dass sich alle betroffen fühlen von diesem Konflikt, dass der BVB plötzlich eine Angelegenheit von nationalem Interesse zu sein scheint, liegt natürlich an dem Ereignis, das diesen Konflikt erst eskalieren ließ. Denn seit dem Bombenanschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund hat Deutschland das traumatisierte Team und seinen Trainer Thomas Tuchel adoptiert, oder mindestens moralisch untergehakt.

Hans-Joachim Watzke, der Geschäftsführer des BVB, saß nicht im Bus. Und dann überbrachte er auch noch die Nachricht, dass das abgesagte Spiel gegen Monaco bereits am Folgetag nachgeholt werden würde. Ihn hat das Land damals nicht untergehakt, die Sportjournalisten haben das erst recht nicht getan. Und nun, zwei Monate später, bemühen sich viele von ihnen nach Kräften darum, Watzke zu ächten.

Noch nie hat Mediendeutschland so heftig und beinahe einheitlich auf den Chef einer Bundesligamannschaft eingeprügelt, nachdem der seinen Trainer rausgeworfen hat. Allerdings werden hierzulande auch eher selten Trainer nach einem Titelgewinn gefeuert. Das macht eigentlich nur der FC Bayern, und der mit einem gewissen Recht. Weshalb? Laut einem Klischee, das offenbar immer noch zutrifft, sind die meisten Sportjournalisten vor allem eines: Fans. Fans wiederum sind vor allem Traditionalisten. Und der FC Bayern war eben schon immer so.

Maßstäbe geraten durcheinander

Wer sich aber dem Objekt seiner Berichterstattung vor allem mit dem Gefühl statt mit dem Verstand nähert, dem geraten die Maßstäbe durcheinander, und dem fehlt der Überblick. Landauf, landab zerlegt deshalb gerade das Gros der Sportjournalisten Hans-Joachim Watzke, weil der doch tatsächlich den Pokalsieger-Trainer rausgeworfen hat, den punktbesten BVB-Coach aller Zeiten zumal. Watzke, das scheint Konsens zu sein, ist ein eitler Technokrat, vielleicht sogar ein Sonnenkönig, der es nicht duldet, wenn neben ihm jemand heller strahlt. Dass dieser neue Fixstern Thomas Tuchel auch mal nervt – geschenkt. Denn so anstrengend, dass er trotz Pokalsieg und Champions-League-Qualifikation den Rauswurf verdient hat, kann dieser höfliche junge Trainer doch gar nicht sein.

Bisweilen nimmt die mediale Betrachtung des Duells Watzke gegen Tuchel schon absurde Züge an. Das Manager-Magazin empfiehlt den Aktionären von Borussia Dortmund auf Basis einer Analyse, die anderswo Milchmädchenrechnung hieße, den sofortigen Rücktritt von Hans-Joachim Watzke zu fordern. Focus Online schreibt in seiner ganz eigenen Auffassung von Journalismus unter der Überschrift „Was uns Hoffnung macht“ einen Gute-Laune-Kasten, in dem eine glückliche Zukunft für BVB und Tuchel fantasiert wird. Die beiden letzten Sätze lauten: „Jetzt geht es erstmal in den Urlaub. Zeit genug, Abstand zu gewinnen und in ein paar Wochen neu durchzustarten.“

Moritz Müller-Wirth und Cathrin Gilbert wiederum machen sich in der Zeit vollständig lächerlich, indem sie Thomas Tuchel zu einem Wiedergänger Hanno Buddenbrooks stilisieren: „Da ist Tuchel, der Feingeist, der in seinem Trainingsanzug so zerbrechlich aussieht wie ein Jugendspieler und Fußball auch als Philosophie betrachtet […] ein Trainer, der in einem brutalen Business wie aus Porzellan gemacht scheint.“

Spätestens beim Lesen dieser Zeilen stellt sich die Frage: Liegt die blinde Tuchel-Sympathie so vieler Journalisten vielleicht auch darin begründet, dass sie sich selbst in dem vermeintlichen Feingeist wiedererkennen, während sie in Watzke den feisten Verlagsmanager sehen, der noch nie eine Zeile geschrieben hat, aber genau zu wissen glaubt, wie Journalismus funktioniert?

„Patriarch alter Schule“

Über den BVB-Geschäftsführer heißt es in der Zeit, er sei ein „Patriarch alter Schule, der Zweifel nicht zulässt und auch keinen Widerspruch, der den Verein mit harter Hand zur zweiten großen deutschen Marke nach den Bayern gemacht hat.“ Dass Watzke ein Patriarch ist, gibt er im aktuellen Spiegel selbst zu. Doch das gelungene Porträt von Markus Feldenkirchen zeigt auch, dass alle anderen aufgeführten Zuschreibungen nichts als infame Unterstellungen sind.

Es existierten bislang keine Hinweise darauf, dass Borussia Dortmund mit Angst regiert wird. Im Gegenteil. Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc, Spitznamen „Aki“ und „Susi“, schienen bei allem wirtschaftlichen Druck ein gesteigertes Interesse daran zu haben, Menschlichkeit walten zu lassen. Und nun, nachdem er Watzke wochenlang begleitet hat, bestätigt Spiegel-Reporter Feldenkirchen diesen Eindruck mit Sätzen wie diesem: „Wie alle guten Patriarchen, da ist Watzke Uli Hoeneß nicht ganz unähnlich, achtet er darauf, dass es den Menschen um ihn herum gut geht.“

Wie also wollen es die Zeit-Redakteure Gilbert und Müller-Wirth sowie ein großer Teil der deutschen Sportjournalisten rechtfertigen, dass sie aus Hans-Joachim Watzke einen narzisstischen Vereins-Diktator gemacht haben?

Und wie soll man Redakteure noch ernst nehmen, die ausgerechnet den Mann mit dem Spitznamen „Taschentuchel“ zum Heiligen Thomas erklären? Den Beinamen hat sich Tuchel erarbeitet, indem er wie kein anderer Trainer der Bundesliga-Geschichte vermeintliche Schiedsrichter-Fehlentscheidungen, hartes Einsteigen der Gegner oder blöde Reporterfragen öffentlich bejammert hat. „Gerechtigkeitsfanatiker“ nennt ihn die Zeit – ein Euphemismus, solange man nicht darauf hinweist, dass die Betonung eindeutig auf Fanatiker liegt.
Die Tuchel-Apologeten verweisen schließlich darauf, dass ja auch keine konkreten Informationen über internes Fehlverhalten des Trainers vorlägen – außer seiner, laut Watzke, unzutreffenden Aussage, sein Team sei nach dem Bombenanschlag gezwungen worden, bereits am Folgetag wieder zu spielen, wovon er per SMS erfahren habe. Tatsächlich hüllt sich der Verein in Schweigen, und das aus gutem Grund. Es ist im Fußball wie in jedem anderen derart öffentlichen Business verpönt, nach dem Ende einer Geschäftsbeziehung Details über die Gründe für deren Ende preiszugeben. Es wäre schlechter Stil, ein Verein würde mögliche zukünftige Trainer abschrecken, und schon jede Andeutung triggert bei der Journaille die drei Lieblingsfloskeln Nachtreten, Schlammschlacht und schmutzige Wäsche waschen. Mit diesen Worten wird Hans-Joachim Watzke allerdings auch jetzt schon belegt, nachdem er einen offenen Brief geschrieben hat, in dem er das Wenigste tut, um seinen massiv geschädigten Ruf zu retten – nämlich deutlich, wenngleich nicht konkret, zu sagen, dass Thomas Tuchel gegen Grundregeln der Zusammenarbeit verstoßen hat.

Wer sich ein wenig im Sportjournalismus auskennt, und von Sportjournalisten sollte man das ja erwarten dürfen, der hätte nach möglichen Belegen für Watzkes Vorwürfe da suchen müssen, wo man seit einer Ewigkeit die besten, verlässlichsten Informationen über das Innenleben von Borussia Dortmund bekommt – nämlich in den Artikeln von Freddie Röckenhaus in der Süddeutschen Zeitung.

Und wie es der Zufall so will, ist Röckenhaus seiner Aufgabe bereits am 8. Mai ausführlich nachgekommen. In seinem Artikel heißt es, dass auf Thomas Tuchels Weisung der erfolgreiche BVB-Chefscout Sven Mislintat bei Trainingseinheiten nicht mehr anwesend sein darf, dass Tuchel erst kürzlich das Riesentalent Emre Mor mit einem fünfzehnminütigen Straftraining gedemütigt hat und solche Disziplinierungen keine Ausnahme seien, dass mehrere Spieler Tuchels unehrlichen Umgang mit ihnen kritisieren („Wenn du besonders gelobt wirst vom Trainer, richtest du dich am besten darauf ein, dass du demnächst nicht mal im Kader bist“), dass das kolportierte besonders enge Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft seit dem Bombenanschlag laut einem Spieler nichts anderes als „eine Mediensache“ sei und dass „etliche einfache Angestellte von Unfreundlichkeiten“ Tuchels berichten.
Und dann steht da dieser eine Satz, der ein Gerede wie das der Zeit vom porzellanhaften Feingeist Tuchel endgültig zur ungewollten Satire machen: „Und selbst wenn man sich viel Mühe gibt, fällt es schwer, auf der Geschäftsstelle des BVB, in Kreisen der Gremien, bei altgedienten Ex-Spielern wenigstens den einen oder anderen zu finden, der Sympathien für den nach außen immer charmanten Thomas Tuchel bekundet.“

Noch einmal: Dieser Artikel stand am 8. Mai in der Süddeutschen Zeitung, geschrieben von einem, wenn nicht dem absoluten BVB-Experten unter Deutschlands Sportjournalisten. Was um Himmels Willen bringt so viele seiner Kollegen dazu, nach diesem Satz, nach diesem Text munter weiter an der Legende vom bösen Aki und dem Heiligen Thomas zu stricken?
In der gesamten Berichterstattung über die Konfrontation zwischen Tuchel und Borussia Dortmund gibt es schließlich noch einen blinden Fleck – nämlich Tuchels Abgang aus Mainz. Doch warum kommt der nirgendwo zur Sprache? Anfang 2014 entschied sich Thomas Tuchel, seine Arbeit in Mainz trotz eines noch bis 2015 gültigen Vertrages zum Saisonende einfach einzustellen. Begründung: Er könne der Mannschaft keine Impulse mehr geben. „Ich war nicht ausgebrannt“, sagt Tuchel später der Welt, „aber ich habe mich dabei ertappt, dass ich irgendwann mit der Mannschaft nicht mehr gut umgehen konnte. Ich wurde ungerecht, wurde sehr hart in der Kritik.“

Phrasen aus dem Baukasten des Sportjournalismus

Ein Trainer, der nach vier Jahren in seinem Job den Kontakt zu seiner Mannschaft verloren hat, zu hart und ungerecht mit ihr umgegangen ist, daraufhin trotz Vertrags die Arbeit eingestellt und parallel schon mit anderen Vereinen verhandelt hat; der nun nach knapp zwei Jahren einen kompletten Verein gegen sich aufgebracht hat, Spieler demütigt und obendrein noch seinen Berater permanent für sich Propaganda betreiben lässt – dieser Mann soll ein armes, porzellanhaftes Opfer sein, zu dessen prägendsten Eigenschaften seine Feingeistigkeit gehört?

In unzähligen Artikeln über den Konflikt Tuchel gegen Watzke, etwa in der FAZ unter der genuinen Yellow-Press-Überschrift „Der Scheidungskrieg wird zur Schlammschlacht“, ist davon zu lesen, dass diese Affäre nur Verlierer produziert. Eine weitere Phrase aus dem Baukasten der Sportberichterstattung, doch dieses Mal wirklich treffend.
Denn die Verlierer sind in diesem Fall nicht nur die Beteiligten Hans-Joachim Watzke und Thomas Tuchel – Verlierer ist auch, bis auf wenige Ausnahmen, der deutsche Sportjournalismus.

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Alle Kommentare

  1. Man sollte Herrn Watzke mal klar machen, daß ER nicht der Verein ist. Er ist, wie Trainer Tuchel auch, nur Angestellter des BVB. Wenn Watzke also mit Tuchel nicht gut auskommt, dann ist dies kein Grund Tuchel zu entlassen, sofern dieser gute Leistungen abliefert und mit den meisten Spielern gut auskommt (beides ist nachweislich der Fall).
    Sollte nun also der Angestellte Watzke mit dem Angestellten Tuchel nicht klar kommen, so darf er nicht 8 Millionen (3 Abfindung 5 für den neuene Trainer) Schaden verusachen, sondern Herr Watzke muss selber gehen und Tuchel bleibt Trainer. Diese Dinge sollten im Sinne des Fußballs vermittelt werden.

  2. Ich verstehe den ganzen Kommentar von Hendrik Steinkuhl nicht. Hier in Punkten mein Unverständnis:

    1. Der Autor bemängelt die emotionale Berichterstattung mit Zuweisungen wie „porzellanhafter Feingeist“. Doch auch die eigene Begründung basiert auf Worten wie „Sündenfall“ oder „Ächtung“ – höchst emotionalen Begriffen also.

    2. Freddie Röckenhaus von der Süddeutschen Zeitung wird als BVB-Experte hingestellt, seine Kollegen von anderen Medien als Unwissende, ohne einen Nachweis, dem ein Leser folgen könnte.

    3. Es gibt eine Menge Fakten, die den gesamten Kommentar ad absurdum führen:

    a) Viele der BVB-Spieler haben sich inzwischen öffentlich für den ehemaligen Trainer Tuchel ausgesprochen.

    b) Einige Führungsspieler des BVB, unter anderem Marco Reus und Sokratis, haben hinsichtlich des nicht abgesagten Spiels eindeutig bekannt, dass große Teile der Mannschaft nicht spielen wollten, wodurch sich das angebliche Verzichtsangebot von Watzke indirekt aber eindeutig als Lüge herausgestellt hat.

    c) Schon Jürgen Klopp hat bei seinem (erzwungenen? freiwilligen?) Abgang gesagt, dass er nur dann beim BVB hätte bleiben können, wenn beim Personal des Vereins schwere Änderungen stattgefunden hätten. Ob er damit Spieler (Sahin? Schmelzer?) oder Funktionäre (Watzke? Mislintat?) meinte, wird man wahrscheinlich nie erfahren.

    d) Auch wenn ich ein Traditionalist bin, Watzkes aggressive Hetze gegen Red Bull Leipzig hat mich angewidert. Die Aussagen sind ebenfalls mehrfach in Wort und Ton vorhanden. Sie haben ihren Teil zu den schweren Ausschreitungen beigetragen.

    e) Durch den erwähnten Spiegel-Artikel wird klar, dass Tuchel nur wegen der Pressekonferenz nach dem Anschlag entlassen worden ist.

    f) Wenn man Tuchels Meinungsäußerungen nach seiner Entlassung mit denen von Watzke vergleicht, ergibt sich auch ein eindeutiges Bild dessen, wer sich hier wie ein Ehrenmann verhält.

  3. Durch Tatsachen nicht gedeckte Rollenzuschreibungen? Dass der Trainer zur Entgegennahme seiner Entlassungspapiere kurzfristig ausgerechnet in jenes Hotel zitiert wurde, vor dem ein Mordanschalg auf ihn stattfand — keine Tatsache? Dass wochenlang von der GL eine ausführliche Analyse am Ende der Saison angekündigt wurde und das Gespräch dann letztlich ca. 20 Minuten dauerte — auch keine Tatsache? Bitte!

  4. Wer hetzt denn seit Jahren gegen königsblau? Aus Gelsenkirchen kamen von offizieller Seite nie aggressive Reaktionen! Einen bereits als dement bekannten Manager – Rudi Ausdauer – als Kaschmir Hooligan abzutun, aber hatte asozialen Niveau! Erkundigt Euch doch mal über den Ruf, den Aki W. In seiner Heimat genießt…

  5. Gütiger Himmel,
    dieses Stück „Sportjournalismus“ ist ja wirklich unterirdisch.
    Oder war das als Satire gemeint? Ich musste auf jeden Fall sehr lachen und bin noch dabei mir dir Tränen aus den Augenwinklen zu wischen. Danke dafür!

  6. Trainer beliebt bei den Kickern? na nü… Seit wann muss der Meister oder die Abteilungsleiterin bei allen beliebt sein? Und das wie lange? Bis die Bude dichtmacht vor lauter Lieblichkeit.
    Kennste den? „Ich kenne einen Vorstand im Ausbeuterparadies D, der die Wahrheit sagt…..“..na, war der gut?

  7. Selten so einen grandios vergeigten schlechten Text gelesen. Obwohl gerade auf Meedia viele unterdurchschnittliche Texte stehen.
    Der Beitrag riecht nach bezahlter PR von Watzke.
    Was der Autor dort als lecutendes Beispiel des Journalismus preist, den Text von Röckenhaus, war ein allein auf Geraune und Stimmungen basiertes, der BVB-Führung dienendes Geschreibsel – wie das meiste, was dazu veröffentlicht wurde.
    Ich kenne niemanden, der die Wahrnehmung des Autors teilen würde, hier handele es sich um „einen Sündenfall des Sportjournalismus“, weil der arme Watzke benachteiligt worden wäre. Diese Wahrnehmung dürfte der Autor exklusiv haben. Er kann seine Wahrnehmung bzw seine Wahrnehmungsstörungen leider nicht belegen.
    Dabei wäre gerade das mal interessant gewesen: Wenigstens der Ansatz einer quantitativen Analyse. Aber das war bei diesem PR-Stück gewiss nicht das Ziel.
    Unterirdisch. Ein klarer Sündenfall des, wie soll man es nennen: „Medienjournalismus“?
    Ich glaube nicht, dass es sich bei diesem Stück um Journalismus handelt. So wie vieles, was über Fussball publiziert wird, ebenso wenig Journalismus ist, sondern bloss Liebhaberei, Dilettantismus, Marketing, Geplärre.
    In der erschreckenden Zuspitzung war diese von Watzke initiierte Kampagne (Zorc nicht zu vergessen, hält sich fein im Hintergrund) aber dennoch ein Sündenfall.das völlige Versagen von Journalismus. Die Auflösung von Positionen. Kampagnenführung. Verarschung des Publikums. Vereinnahmung von Medien.
    Nichts davon hat Steinkuhl adäquat erfasst. Geht auch nicht mit einer schwarz-gelben Brille, womöglich von Watzke bezahlt.
    Dieses absurde Gescheibsel ohne einen originären Gedanken, ohne jeglichen interessanten Gedanken, kann man speichern und Journalistenschülern als Beispiel des völligen journalistischen Versagens sezieren – oder sezieren lassen.
    (Über Typos bitte großzügig hinwegsehen, eine Korrekturfunktion gibt es hier nicht.)

  8. Es geht doch noch um etwas Anderes, sagen wir mal ganz flott um das Verhältnis von Kapital und Arbeit. Ich bin immer eher für die, die die Kastanien aus dem Feuer holen müssen, auf der Bühne, auf dem Platz und unter Tage.
    Und nicht für die, Manager genannt, die im Warmen sitzen, Verträge machen und meist, außer im Fußball gigantisch mehr kassieren als die „Arbeiter“.
    Insofern hat sich hier auch mal wieder die Fratze eines ungezügelten Kapitalismus gezeigt. Der z.B. ganz schön auf die Knochen der Fußballer geht. Und die lassen sich mit Geld abfinden…

  9. Seit dem Berliner LKW-Anschlag ist der Öffentlichkeit bewußt, daß wir Anschläge und seine Folgen runterspielen. So schnell wie möglich: war da was ? business as usual.

    Der Anschlag auf den BVB mußte ebenfalls runtergespielt werden. Das Spiel sollte ganz normal angepfiffen werden. Sind ja „alles Profis“. Dafür sorgten die engen Bindungen aus der Politik zum BVB. Das eigentlich grell heraustretende Personalie dafür: Rauball. Jeder kann, sofern er denn mag sich bei Wiki informieren, wer Rauball ist in Bezug auf: Politik, DFB, sowie BVB.

    So besehen sollte klar sein, daß dieses Spiel normal angepfiffen wird. Rauball trat denn auch in Erscheinung mit einem Lob für Watzke, die Verschiebung des Spiels nicht zu befürworten. Watzke selber hat dies sogar sinngemäß in etwa so bestätigt, wonach man sich durch Terrorismus nicht beeindrucken lassen dürfe.

    Dies ist etwas anderes als die zusätzlich kolportierten Versionen, wonach u.a. die UEFA keine einfachen Termine zur Verfügung stellen könne. Ich habe eher den Eindruck, daß der UEFA überhaupt keine Entscheidung abverlangt wurde. Auch einige Spieler selber hatten, im Gegensatz zur kolportierten Version, durchaus abweichende Vorstellungen darüber, ob sie unter den entstandenen Eindrücken auflaufen mögen.

    Dumm war, daß hierbei der wirkende, lenkende politische Hintergrund von Tuchel entweder übersehen, oder aber ignoriert wurde. Vielleicht hat ihn auch nur angewiedert, wie massiv die Politik hier mit fragwürdigen ihren Interessen in den Sport hineingrätscht, und so hat er, fast typisch, den fatalen Entschluß getroffen, genau hier nun zeigen zu wollen, was ihm ansonsten von Teilen der Medien als Defizit vorgehalten wurde: er wollte persönliche Bindungen demonstrieren, Solidarität zu seinen Spielern zeigen.

    Sowas geht garnicht. Wo sind wir denn. Ein böser Fehler gerade in unserem heutigen Deutschland, in dem man besser das politische Gras wachsen hören sollte, um sich nicht aus Versehen einer politischen Lenkung zu widersetzen. Genau dieser fehler ist Tuchel unterlaufen, alles andere ist pillepalle. Damit war er fällig, egal wie viele Titel er geholt haben mag. Leistungen kann in bestimmten Zeiten auch relativiert, zur Nebensache werden.

    Die Weichenstellung für die sich fortsetzende Verfolgung von Tuchel sehe ich in dem hier erscheinenden Artikel, welcher sich vermeintlich und mit falschem Unterton auf die Seite von Watzke stellt. Ein Kleinod der gezielten Medien-Vorgabe, um ein politisch inkorrektes Verhalten von Tuchel zu adressieren. Tatsächlich geht es darum, Tuchel nun zur Persona non grata im DFB-Fußball zu machen, die Möglichkeit einer zukünftigen Vertrags-Verpflichtung von Tuchel durch DFB-Vereine als inopportun zu signalisieren, ohne dabei den eigentlichen politischen Hintergrund offenzulegen.

    Mal sehen, wie lange der eigentlich gradlinige Sauerländer Watzke es mit sich selber aushält. Dieser Artikel jedenfalls sollte bei ihm neuerlich zwiespältige Gefühle auslösen.

    Den BVB-Fans – die werden ja durch das Schwarz-gelb-Marketing auf Werte geradezu eingeschworen – gerade die haben ein gewisses Unbehagen bereits im Hinterkopp. Ungünstig, wer in solche einer Situation nicht weiß, was Werte sind ,oder wie sie wirken.

    1. Watzke kontra Tuchel ist eine Inszenierung der Fußballindustrie. Man soll sich mit lancierten Interna der Borussia Dortmund GmbH & Co. KG aA (60 % Streubesitz) beschäftigen, als ginge es um ganz persönliche Interessen: Bild dir deine Meinung.

      Der Autor dieses Beitrags zeigt, wie das mit kritischem Gestus und ohne die geringste Recherche geht. Er trägt, pseudodistanziert, seinen Teil zur Aufmerksamkeitsökonomie der Marke BvB bei.

  10. Meedia, ihr habt es auch nicht verstanden!

    Es ging nie um die Frage, inwiefern Watzke das Bambi erschoss. Es gibt reichlich Hinweise darauf, dass Tuchel schwierig ist und im Verein an einigen Stellen für ordentlich schlechte Laune gesorgt hat. Der Skandal ist aber das personalverantwortliche Dilettieren der Vereinsführung, diesen schwierigen Typen, der zugleich ein herausragendes Trainertalent ist und dem BVB eine glänzende sportliche Perspektive verschafft hat, in den Verein zu integrieren. Eine Führungschwäche, die in solchen Positionen unverzeihlich ist.

    Deshalb: Watzke raus!

  11. Sehr viel Meinung. Mal eine Faktenfrage: Nach welchem Titelgewinn hat der FC Bayern einen Trainer entlassen?

  12. Herr Watzke fühlte sich durch Tuchels Kritik an der Neuansetzung nach nur einem Tag , als hätte er einen Volltreffer eines Boxweltmeisters bekommen. Hat er kein Gespür dafür, wie sich die im Bus befindlichen Personen beim Anschlag und danach gefühlt haben?…

  13. Der Artikel ist sehr humoristisch, man würde am liebsten laut rufen: Aki bist du es denn? Es gibt eine ausgewogene Berichterstattung – in der Summe eher eine pro Watzke Fraktion von der Funke Gruppe bis zur Springer Presse dem gegenüber stehen Zeit und FAZ. Aber auch egal, wie so oft und das bricht der Presse auch bei wichtigeren Themen das Genick, gibt es keine Artikel die ausgewogen beide Seiten beleuchten – bestenfalls wertungsfrei.

    Persönlich war ich wertungsfrei – weder besondere Sympathien noch Antipathien für eine Seite – bis zu dem Zeitpunkt wo ich lesen musste, dass die Entlassung in dem Hotel stattfand, wo die Mannschaft sich vor dem Anschlag getroffen hatte. Sowas bringen meiner Meinung nur echte A***löcher fertig, die ohne einen Funken ‚echte Liebe‘ sind. Wer nach so einer Aktion noch Worte der Sympathie für Watzke formulieren kann und sich dabei Journalist schimpft muss vollständig frei von Empathie sein oder ein Vorstands- BVB-Fan sein, der das Glück hat einen weiteren Beitrag zum Sündenfall des Sportjournalismus erstellen zu dürfen.

    Der oben zitierte Spiegelartikel entlarvt die Person Watzke sehr gut ohne beleidigend zu sein – Felsenkirchen vermutlich >> als Steinkuhl. Wobei auch dieser schon tolle Beiträge abgeliefert hat, aber da hat er nicht als Fanboy des Vorstandes geschrieben. Sollte man als Journalist auch vermeiden aber so wird man halt nur zu einem Spiegel von Gilbert&Co. von meedia.de – Glückwunsch!

  14. Ein seltsamer Artikel, der offenbar an allem krankt, was er anderen vorwirft. Das geht schon mal damit los, dass er offensichtlich mit Gefühl statt mit Verstand geschrieben wurde. Dann regt sich Herr Steinkuhl massiv darüber auf, dass andere Medien auf Herrn Watzke „einprügeln“, prügelt aber selbst massiv auf Thomas Tuchel ein. Zudem ist vieles im Artikel nicht durch Fakten gedeckt.

    Das geht schon damit los, dass die meisten Medien sehr wohl auch den schwierigen Charakter von Tuchel beleuchten. Ausgerechnet in dem vom Autor verlinkten Focus-Artikel geht es ausführlich um die menschlichen Defizite von Tuchel, während Watzke mit keiner Silbe erwähnt wird.

    Warum die Berichterstattung eine Blamage für die Branche sein soll, bleibt auch Herrn Steinkuhls Geheimnis. Offensichtlich findet er es ja schon ok, jemanden wegen Fehlern oder charakterlichen Defiziten zu kritisieren. Nur eben nicht Watzke. Aber warum eigentlich nicht?

    Wie sehen denn die Fakten aus? Da haben Watzke und die anderen Verantworlichen von Borussia Dortmund schwere charakterliche Defizite offenbart und mehrfach dreist gelogen:

    – Tuchel wurde eben nicht wegen den Problemen in der Zusammenarbeit entlassen. Watzke hat gegenüber dem Spiegel erklärt, dass er eigentlich Tuchels Vertrag verlängern wollte. Aber dann kam die Pressekonferenz nach dem Anschlag. Fakt ist also: Obwohl die Vereinsverantwortlichen das öffentlich bestritten haben, war Tuchels Pressekonferenz der ausschlaggebende Faktor für die Trennung. Das muss man sich mal vorstellen: Da versucht ein Irrer, Trainer und Mannschaft umzubringen, der Trainer äußert sich in dieser Ausnahmesituation durchaus nachvollziehbar, und seine Vorgesetzen feuern in deswegen? Wie kalt und technokratisch muss man da sein?

    – Gelogen hat Watzke auch, als er erklärt hat, dass „niemand den Wunsch an mich herangetragen“ habe, nach dem Anschlag das Spiel gegen Monaco abzusagen. Dabei wissen wir heute, dass mindestens zwei Spieler genau das getan hatten.

    – Der Autor schreibt: „Es ist im Fußball wie in jedem anderen derart öffentlichen Business verpönt, nach dem Ende einer Geschäftsbeziehung Details über die Gründe für deren Ende preiszugeben.“ Sehr richtig. Nur warum hält sich Watzke nicht daran und veröffentlicht seinen Brief, in dem er massive Vorwürfe gegen Tuchel erhebt? Sie schreiben, um seinen Ruf zu retten? Machen Sie sich doch nicht lächerlich, Herr Steinkuhl. Er hätte dazu moralisch nur dann das Recht gehabt, wenn Tuchel sich vorher entsprechend geäußert hätte. So aber ist er der Schmutzfink, der Interna in der Öffentlichkeit ausbreitet.

    – Was er übrigens auch gegenüber dem Spiegel getan hat. Was er da kurz vor und nach der Entlassung gegenüber dem Spiegel gesagt hat, widerspricht jeglicher Vorstellung von Vertraulichkeit.

    – Im Spiegel-Artikel werden an einer Stelle nebenbei die charakterlichen Defizite von Watzke nochmals sehr deutlich. Nämlich als Tuchel vorbeikommt, beide sich kurz nett grüßen und Watzke hinterher zum Journalisten sagt, dass der Klopp sich aber dazugesetzt hätte. Er zeigt also erst gegenüber seinem Angestellten eine falsche Freundlichkeit, um dann danach hinter dessen Rücken gegenüber einem Journalisten (!) über ihn zu lästern.

    Fazit: Aufgrund seiner charakterlichen Fehler und seiner Lügen in der Causa Tuchel steht Watzke zurecht in der öffentlichen Kritik. Da erfüllt die Presse weitgehend nur ihre Pflicht zur kritischen Berichterstattung. Von Blamage ist da keine Spur – mit Ausnahme dieses sehr parteiischen Artikels.

    1. @ Karl Auer: zu lang, zu lang, zu faselig. meedia sollte unbedingt darauf achten, das Kommentare nicht länger geraten als der Originaltext.

  15. Tuchels Abgang in Mainz ist eine Sache gewesen, die viel zu wenig in der jetzigen Situation beleuchtet wird. Auch in Mainz war die Rede davon, dass Tuchel sich so daneben benommen hat, dass der Präsident des Vereins ihm nicht mal mehr die Hand geben wollte. In der Fußballwelt in der man menschlich fragwürdiges Verhalten bei Trainern weiß Gott gewohnt ist, muss man das erst mal hinkriegen. 2 Trainerstationen in der BuLi , 2 unrühmliche Abgänge mit Getuschel über Demütigungen, arrogantem Verhalten und Unehrlichkeit. Wenn Tuchel sich rein menschlich nicht ändert, kommen weitere unrühmliche Abgänge dazu, egal wie viele Pokale er gewinnt.

  16. Man könnte auch fragen: Ist das derselbe Herr W., der seinem Trainer versprochen haben soll, es werden nicht alle drei Schlüsselspieler (Hummels, Micky, Gündogan) auf einmal gehen? Ich habe (von außen) nicht den Eindruck als ob sich die beiden in Punkto Verhalten viel geschenkt hätten. Man darf auch fragen, was machte „Susi“ die ganze Zeit? Hätte er nicht moderieren können? Ich kann das nicht wisssen, aber dieser Artikel hier scheint mir etwas arg gefällig, Tuchels Sonderlichkeiten hin oder her.

  17. Dass sich hier mit Tuchel und Watzke ursprünglich zwei -unterschiedliche schwierige- Menschen zu einer Kooperation entschlossen, ohne vorab die Frage in Ruhe zu prüfen, wie trag- und verbindungsfähig diese Achse später unter Druck an sensiblen Stellen sein würde, spielt im tieferen Verständnis der Entwicklung von Konflikten und Distanzen sicher eine Rolle. Wie liebevolle, verbindliche Empathie-Gurus haben beide auf mich nie gewirkt….
    Watzke etwa ist für mich in der Tat ein Hoeneß 2.0, nur steht er weniger dazu. Er jedoch, in seiner gesamtverantwortlichen Rolle der Hierarchie, trägt sicher ein kleines Stück mehr Verantwortung für ein klares, sauberes Kooperationsklima aller Beteiligten in Steuerungsfunktionen als Tuchel, und man muss von ihm diesbezüglich auch mehr erwarten dürfen: Auch dafür werden Rollen wie seine bezahlt.
    Niemand weiß, was genau auf der langen Strecke geschehen ist, und wer welche Impulse gesetzt haben mag.
    Dass Sportjournalisten komplexe und ihnen in Details unbekannte Phänomene vereinfachen und -Pro und Kontra- emotionalisieren, mag man undifferenziert finden:
    Es bildet aber einen zentralen Kern des Feldes und „Systems Sport“ ab, dessen Teil sie eben auch sind: Identifikation, Emotion. Gewinnen oder Verlieren. „Gut“ und „Böse“.

    Unabhängig von der Frage, ob es denn „den Sportjournalismus“ als homogenen Adressaten überhaupt so gibt, halte ich die „Beschädigung“ für „den Sportjournalismus“ für sehr gering – etwa in einer Welt, die nach dem Unfall von Michael Schumacher tagelang im Minutentakt „Live Ticker“ zum Gesundheitszustand des Verunfallten anbietet.

  18. Der Beitrag riecht nach Bestellung! Ein Patriarch lässt keine Kritik an seinem Verhalten zu. Und ist nur zu denen wohlmeinenden, die seiner Sache dienlich sind. Und Watt je heisst bei vielen Medienvertreter n auch Schwatzke, weil er allen möglichen alles mögliche erzählt. So kommt es neben sportlichen Fehleinschätzungen bzgl.Himmels und Co. zu solchen Äusserungen wie im Vorfeld des Leipzigsspiels oder der Äusserung den Attentäter besuchen zu wollen, weil er das wahre Motiv gerne erfahren würde….! Herr Watt je lebt inzwischen in seiner eigenen Welt. Und die Nähe zu der von Hoeniß ist inzwischen auch durchaus gegeben. Ein wenig mehr Demut würde ihm gut tun. Man sich trennen, weil es einfach nicht passte aber so nachzutragen ist ehrlos aber eines Patriarchen würdig und deshalb näher an echte Hiebe als echte Liebe! Schade er war mal ganz sympathisch aber Macht verändert auch Herrn Schwatzke…! Schade

  19. Empfinde es als etwas unterkomplex, der antizipierten These vom guten Tuchel und bösen Watzke schlicht die Antithese vom bösen Tuchel und guten Watzke entgegen zu halten. Damit verbleibt die Diskussion auf dem überschaubaren Niveau einer simplen Dichotomie bestehend aus gut vs. böse, nur mit vertauschten Rollen.

  20. Der „kicker“ (Thomas Hennecke) hat sich schon lange auf die Seite von Zorc und Watzke begeben und letzte Woche sehr detailliert und nachvollziehbar die Entlassung erklärt. Die „Sportbild“ hat im letzten Editorial von Alfred Draxler auch klar Position pro Watzke bezogen. „Der Spiegel“ in der aktuellen Ausgabe auf 3 Seiten ebenfalls pro Watzke. Ich kann nicht erkennen, dass der Grossteil der relevaten (Fach-) Medien komplett auf Tuchels Seite steht.

  21. 1) Der Beitrag ist zu lang; viel zu lang. 2) er ist schleimerisch, gekünstelt, wirkt bestellt und bezahlt. 3) Wer Watzkes Hetze vor dem Spiel gegen Red Bull Leipzig vernommen hat, musste sich über das grelle Echo im Stadion, die Hass-Fahnen, die Randale vor dem Stadion nicht wundern – Watzke hat dies angezündelt. Traditionsverein gegen Geldverein? Hihi, BVB ist börsennotiert. Und Tradition hat bei den schwarz-gelben eben leider auch Randale. Das sollte man bei der Watzke-Schnulze nicht unterschlagen.

  22. Guter fundierter Beitrag.
    Würde ich alles unterschreiben.
    BVB wurde hier ein 2tes Mal vor grossem Schaden bewahrt.

  23. Basiert die Prämisse dieses Artikels, dass nämlich die deutsche Sportjournaille sich einheitlich auf Tuchels Seite schlägt, auf irgendetwas fundiertem, oder bloß auf der subjektiven Wahrnehmung des Autors? Ich sehe als versuchte Belege nichts als ein paar Anekdötchen hier und da.

    Anderswo wird kritisiert, dass Röcjenhaus sich zu sehr vom Verein instrumentalisieren ließe. Hier heißt es, überspitzt gesagt, dass es eine Blamage für den Sportjournalismus ist, dass seine Autorität auf dem Gebiet nicht widerspruchslos hingenommen wird. Das ist sehr dünn.

  24. Klasse Artikel. Bringt es auf den Punkt, erstklassig!
    Warum Watzke als kalter Patriarch in den restlichen Medien dargestellt wird und Tuchel als feingeistiger Idealist der dem leider nichts entgegenzusetzen hat?
    Ganz einfach, David gegen Goliath verkauft sich besser.

    1. Ich nehme an, die Journalisten befürchten, dass sich der nachtragende Tuchel bei seiner nächsten Station genau erinnert, wer was über ihn geschrieben hat. Wenn man die Bla-bla-bla-PKs in Dortmund erlebt hat – immer wenn man Tuchel auf einer Lüge oder zumindest falschen Aussage hätte festnageln können, dann kam die nächste brave Frage, damit TT zB seine ach so tolle Taktik erläutern konnte, fragt man sich, warum die Journalisten dieses Spiel mitgespielt haben!

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