Champions-League-Finale auch ohne deutsche Beteiligung ein Hit, RTL punktet mit „größte Momente“-Wiederholung

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Das Champions-League-Team des ZDF: Oliver Welke und Oliver Kahn

Das Champions-League-Endspiel zwischen Real Madrid und Juventus Turin war auch im deutschen Fernsehen der erwartet große Hit: Mit 7,83 Mio. Fans sahen allerdings weniger zu als in den vergangenen Jahren. Stärkster Konkurrent war bei Jung und Alt die Wiederholung der "größten RTL-Momente aller Zeiten" - bei den 14- bis 49-Jährigen mit stolzen 16%.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Samstag wissen müssen:

1. Champions-League-Finale verliert im ZDF Zuschauer und gewinnt bei Sky welche hinzu

7,83 Mio. Fans sahen also im ZDF den klaren Champions-League-Final-Sieg von Real Madrid gegen Juventus Turin. Der Marktanteil lag bei grandiosen 28,7% – erneut stolze Zahlen für ein Fußballspiel ohne deutsche Beteiligung. Trotz der stolzen Zahlen muss aber angemerkt werden, dass in den vergangenen Jahren noch mehr Leute das Finale sahen: 2016 bei Real gegen Atlético Madrid waren es – allerdings mit Verlängerung und Elfmeterschießen – 8,23 Mio., 2015 bei Juventus Turin gegen FC Barcelona 9,69 Mio. Weniger als nun waren es zuletzt 2014: 7,48 Mio. sahen damals ebenfalls Real gegen Atlético zu. Bei Sky hingegen wuchs die Zuschauerzahl: 580.000 Fans sahen hier das Finale 2017, in den Jahren 2014 bis 2016 waren es maximal 400.000.

2. „Die größten RTL-Momente aller Zeiten“ stärkster Fußball-Konkurrent

2,45 Mio. Zuschauer reichten am Samstagabend, um die Nummer 2 der Prime Time zu sein. So viele sahen die Wiederholung der „größten Momente aller Zeiten“ – ein Marktanteil von immerhin 11,0%. Bei den 14- bis 49-Jährigen entsprachen 1,20 Mio. Seher sogar tollen 16,0% – auch hier hieß die Nummer 1 aber klar Champions League: 2,41 Mio. junge Zuschauer entsprachen 26,9%. Das Erste lockte mit seinem Dreistünder „Die geliebten Schwestern“ nur 1,59 Mio. Leute und blieb damit bei 6,1% hängen. Im jungen Publikum gab es gar nur 3,5%.

3. ProSieben versagt mit Free-TV-Premiere „Step Up: All in“, Sat.1 punktet mit „Harry Potter“ und „Karate Kid“

ProSieben und Sat.1 probierten, dem Fußball mit Filmen Paroli zu bieten. Allerdings gelang das nur Sat.1. Dort erzielten „Harry Potter und der Feuerkelch“, sowie „Karate Kid“ ab 20.15 Uhr mit 830.000 und 460.000 14- bis 49-Jährigen sehr ordentliche Marktanteile von 10,0% und 10,4%. Bei ProSieben floppte hingegen vor allem die Free-TV-Premiere von „Step Up: All in“ um 20.15 Uhr: 410.000 14- bis 49-Jährige reichten nur für desaströse 4,9%. Um 22.25 Uhr lief es für „Burlesque“ mit 590.000 und 9,0% etwas besser, das Sender-Normalniveau erreichte aber auch dieser Film nicht.

4. „Prison Break“ endet bei RTL II katastrophal, Vox und kabel eins blass

Zu den großen Verlierern des Abends gehörte wieder RTL II: Die Fortsetzung von „Prison Break“ ging dort um 20.15 Uhr mit ganzen 120.000 14- bis 49-Jährigen zu Ende – ein völlig indiskutabler Marktanteil von 1,7%. Im Gesamtpublikum gab es mit 210.000 sogar nur 0,9%. Auch Vox kann nicht zufrieden sein: „Safe Haven“ kam dort nicht über 380.000 14- bis 49-Jährige und 4,6% hinaus. kabel eins erreichte mit dreimal „Hawaii Five-O“ 3,6% bis 4,7%.

5. zdf_neo und mdr besiegen mit Krimi und Schlagern ProSieben, Vox, RTL II und kabel eins

Die beiden erfolgreichsten kleineren Sender waren am Samstagabend zdf_neo und das mdr Fernsehen. Bei zdf_neo sahen ab 20.15 Uhr 1,26 Mio. „Kommissarin Lucas“ und ab 21.45 Uhr 1,11 Mio. „Wilsberg“. Die Marktanteile der beiden Krimis lagen bei herausragenden 4,9% und 4,2%. Im mdr Fernsehen interessierten sich ab 20.15 Uhr 1,15 Mio. (4,3%) für „Die Schlager des Jahres“. Beide Sender besiegten damit um 20.15 Uhr sogar große Kanäle wie ProSieben, Vox, RTL II und kabel eins.

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