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Streit um Fake-Buchtitel von Heiko Maas: AfD-Höcke beharrt auf „Satire“ – Piper-Verlag wehrt sich mit einer Unterlassungserklärung

Bundesjustizminister Heiko Maas (l.) und AfD-Politiker Björn Höcke
Bundesjustizminister Heiko Maas (l.) und AfD-Politiker Björn Höcke

Der Thüringer AfD-Fraktionschef Björn Höcke will eine Unterlassungserklärung des Verlages von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) nicht unterschreiben. "Mein Anwalt sieht keinerlei Notwendigkeit für eine Unterlassungserklärung, da der Beitrag klar als Satire erkennbar sei", erklärte Höcke am Donnerstag in Erfurt. Es geht darum, dass die AfD das Cover eines Maas-Buchs verfremdet hat.

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Der Piper-Verlag hatte Höcke und die AfD-Fraktion im Thüringer Landtag am Mittwoch aufgefordert, eine Unterlassungserklärung abzugeben. Hintergrund ist ein ätzender Kommentar zu dem bei Piper erschienenen Maas-Buch „Aufstehen statt wegducken. Eine Strategie gegen Rechts“, den der AfD-Rechtsaußen auf seine Facebook-Seite gestellt hatte. Dazu stellte Höcke ein Bild, auf dem der Buchumschlag mit dem Konterfei von Maas zu sehen ist – allerdings mit einem veränderten Untertitel: „Eine Strategie gegen das Recht“.

Der Verlag hatte Höcke für den Fall, dass er die Erklärung nicht abgeben sollte, weitere rechtliche Schritte angedroht. „Wenn es eines Relevanznachweises für das wichtige Buch von Heiko Maas bedurft hätte, so liefern ihn solche Aktionen wie die der AfD sowie die tendenziösen und hasserfüllten Bewertungen des Buches im Netz“, sagte Piper-Verlegerin Felicitas von Lovenberg.

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Am Mittwoch hatte Höcke dann den richtigen Buchtitel gepostet. Daneben den Satz: „Technik mit Tücken: Leider hat unser Rechtschreibprogramm den Untertitel des Maas-Buchs als völligen Unsinn erkannt und den vermeintlichen Fehler automatisch korrigiert.“

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