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Cosmopolitan schließt exklusiven Facebook-Pakt und zieht beim Social-Network ein – für eine Woche

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Und dann sage noch jemand, Facebook wäre nicht auch ein Medienunternehmen: Das Social Network geht mit Bauers Cosmopolitan eine exklusive Kooperation ein. Dabei machen die US-Amerikaner die Redaktion fit für die Video-Angebote der Plattform und helfen zudem, die Community möglichst aktiv in die Produktion des Print-Heftes einzubinden. Höhepunkt der Aktion: Die Cosmo-Redaktion zieht für eine Woche bei Facebook in Hamburg ein.

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Wichtigster Bestandteil der Kooperation ist, dass die Journalisten möglichst viele Video-Beiträge produzieren und die Fans der Facebook-Seite möglichst aktiv an der Gestaltung und den Inhalten der kommenden Ausgabe mitarbeiten.

In England arbeitete Facebook schon einmal mit Bauer zusammen – vergangenes Jahr kooperierte das Netzwerk mit der Redaktion von Grazia. Auch in Deutschland liefen bereits einige Aktionen: Unter anderem realisierte Facebook die Live-Übertragung einer Morning-Show von Radio Energy aus Hamburg oder setzte Projekte mit den Lokal-Redaktionen der Leipziger Volkszeitung oder der Rheinischen Post um. Die bislang wohl größte Kooperation mit einem Medienunternehmen war der im vergangenen Jahr organisierte Football Award. Die 90-minütige Live-Show hatte Facebook gemeinsam mit Bild produziert.  den Facebook gemeinsam mit Bild verliehen hatte.

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Für Facebook geht es bei Projekten wie diesen darum, sich als Partner der Verlage zu präsentieren und den Redaktionen gleichzeitig beizubringen, wie man am besten mit den Möglichkeiten der Plattform arbeitet. Das dürfte wiederum die Nutzung und Akzeptanz des Networks steigern. Im schönsten PR-Deutsch heißt dass dann, dass Facebook gemeinsam mit Cosmopolitan einen „Best Case“ schaffen wolle, „um innovative Aktions-Formate für Leserinnen und Nutzer, neuartige Vermarktungsstrategien sowie die Möglichkeiten von Video und Live auf Facebook zu präsentieren.“

Die Strategie von Facebook zielt darauf ab, die Verlage fit für Video zu machen und mithilfe der bekannten Medienmarken die Qualität der Live- und Video-Inhalte innerhalb des eigenen Netzwerkes zu steigern. Zudem können die US-Amerikaner so auch Werbung in eigener Sache für die verbesserten Vermarktungsmöglichkeiten von Videos machen. Gerade führt das Netzwerk schrittweise Unterbrecherwerbung ein. Das soll den Publishern helfen, mit ihren Bewegtbildinhalten mehr Geld zu verdienen.

Gleichzeitig verabschiedet sich Facebook mit solchen Kooperationen jedoch auch immer stärker von der einstigen Position, dass man kein Medienunternehmen sei. Auch wenn die US-Amerikaner sich nur um die technische Abwicklung kümmern, zahlen sie doch auch für die Produktion und helfen mit ihrem Know-How der Redaktion tatkräftig bei Facebook erfolgreicheren Journalismus zu machen. Damit greift die Plattform bereits aktiv in die Inhalte-Produktion ein, auch wenn die Cosmopolitan bei der Themenwahl und der Tonalität der Stories natürlich völlig frei bleiben.

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