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Zu viel Bier, zu wenig Wasser: Studie bescheinigt Journalisten einen ungesunden Lebensstil

Journalisten sind durstig – nur nicht nach Wasser, sagt eine Studie
Journalisten sind durstig – nur nicht nach Wasser, sagt eine Studie

Die gute Nachricht zuerst: Journalisten nehmen definitiv genügend Flüssigkeit zu sich. Die schlechte: Sie trinken zu viel vom Falschen. Die Studie "The mental resilience of Journalists" der britischen Neurologin Tara Swart bescheinigt Medienmachern einen ungesunden Lebensstil, der sie weniger belastbar und leichter reizbar macht und zu Regenerationsproblemen führt. Die Lösung: Weniger Alkohol und Kaffe, mehr Wasser und Schlaf.

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Dass Journalisten einen gewissen Durst haben, ist nur eines von vielen Vorurteilen, das sich mit der Studie „The mental resilience of Journalists“ allerdings einmal mehr erhärten dürfte. Die qualitative und nicht repräsentative Langzeituntersuchung mit 40 Journalisten, deren Ergebnisse die britische Neurologin Tara Swart gerade veröffentlicht hat, bescheinigt den Teilnehmern einen ziemlich ungesunden Lebensstil mit unerfreulichen Nebenwirkungen.

Über sieben Monate lang hat die Wissenschaftlerin und Unternehmensberaterin die Macher von Zeitungen, Magazinen, Rundfunk und Online begleitet und Faktoren wie Lebensstil, Gesundheit und Verhalten untersucht – durchgeführt wurden in dieser Zeit unter anderem Blut- und Herzfunktionstests. Außerdem wurden Ernährungstagebücher analysiert.

Herausgekommen ist: Journalisten erreichen im Vergleich zu anderen Berufsgruppen unterdurchschnittliche Werte in wichtigen Gehirnfunktionen, was zur Folge hat, dass sie weniger gut in der Lage sind, die ihre Emotionen zu kontrollieren, eigene Denkmuster beziehungsweise Vorurteile zu unterdrücken oder komplexe Probleme zu lösen. Auch die Kreativität und die Fähigkeit, schnell zwischen unterschiedlichen Aufgaben zu wechseln, leiden darunter.

Hinzu kommen Schwierigkeiten bei der Regeneration des Gehirns. Den Untersuchungsergebnissen zufolge fällt es Journalisten schwieriger, sich beispielsweise durch Schlafphasen zu erholen, was grundsätzlich die Aufnahmefähigkeit und Konzentration hemmt.

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Die Begründung für die unterdurchschnittlichen Ergebnisse liegen hauptsächlich in der Ernährung, wie die Analyse der Ernährungstagebücher zeigt. Journalisten neigen zur Dehydrierung durch zu geringe Wasserzufuhr, dafür aber einen deutlich zu hohen Alkohol- und Kaffeekonsum. Laut Studie haben weniger als fünf Prozent der Probanden überhaupt genügend Wasser am Tag getrunken. Fast 70 Prozent hingegen haben einen zu hohen Koffein-Konsum angegeben, mehr als 40 Prozent heben das Bierglas öfter als empfohlen. Bei diesen Probanden hat die Wissenschaftlerin Schlafmangel sowie Unregelmäßigkeiten in den Herzfrequenzen festgestellt, die eine Regeneration behindern.

Dabei weichen die Journalisten mit ihrem Verhalten nicht unbedingt vom Durchschnitt ab. Regeneration wie auch Stressbelastung seien insgesamt auf gleichem Niveau, so die Studie weiter. Allerdings sei auch festgestellt worden, dass sich Journalisten grundsätzlich weniger bewegen, als von der Wissenschaft empfohlen – die negativen Effekte werden dadurch verstärkt.

Interessant sind zudem die Ergebnisse aufgeteilt nach Alter. Nach Angaben der Studie war die Hälfte der Teilnehmer jünger als 35. Dabei wurde festgestellt, dass bei den jungen Studienteilnehmern die Regenerationsrate pro Tag (19 Prozent) deutlich geringer ist als bei den Älteren (26 Prozent). Außerdem führen sie einen nochmals deutlich schlechteren Lebensstil, rauchen beispielsweise mehr oder weisen deutlich weniger Routinen (wie ein regelmäßiges Frühstück) auf. Zudem fühlen sich die Jungen eigenen Angaben zufolge deutlich gestresster als die Älteren – wobei die Stressphasen eher im Privaten und Finanziellen zu finden sind als im Beruflichen.

Allerdings hat die Studie nicht nur negative Ergebnisse hervorgebracht: Gute Resultate haben Journalisten demnach im Segment „Abstraction“ erreicht. Das bedeutet: Journalisten fällt es leicht, Themen miteinander zu verknüpfen und schwierige Zusammenhänge zu erkennen, zudem seien sie in der Lage über Grenzen hinaus zu denken und sie seien in der Lage, elementare Aufgaben wie das Filtern und Einordnen von Informationen zu übernehmen.

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Alle Kommentare

  1. “ … Den Untersuchungsergebnissen zufolge fällt es Journalisten schwieriger …“
    Schwieriger? Der Autor dieser Zeilen hatte da wohl schon einen genascht.

    1. Sei’n Se nich so pingelig. Freu’n Se sich, dass mal eine dieser Doof-Meldungen ohne Twitter und Facebook auskommt 😉

  2. Früher gab es sehr gute Journalisten die Ethanol betrieben zu Höchtsleistungen aufliefen.

    Eine mögliche Erklärung für fallendes Niveau ist die vegane Ernährung. Ohne ausreichende fette, kalorische Unterfütterrung des Alkohols ist eine hinreichende Hirnleistung ohnehin ausgeschlossen und reicht nur noch für einseitiges „mainstream copy and paste“.

  3. Nun, „Studien“ oder Diplomarbeiten zu diesem Thema tauchten schon im Übergang der 70er zum den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts auf. Was die meisten von ihnen mit Wissenschaft zu tun hatten? Soviel, wie das, was ich diesem Artikel entnehmen kann: offentsichtlich nichts.

  4. Diese „Studie“ widerspricht sich im Text ja schon eklatant selber;
    will uns da gar jemand vereppeln… (äppeln)… 🙂
    Tja war der Verfasser etwa nicht ganz da,……ähm….bierbesäuselt…???

    Was für eine Leisstung!!! Donnerwetter, echt „journalistisch“…. 🙂

  5. Wenn aus politischen Vorurteilen Fakten werden, ist häufig Alkohol im Spiel.
    Entweder davor, dabei oder wenigstens danach, um das eigene verlogene Geschreibsel schön zu saufen!

    Das jüngere Red. weniger Rauschen und Saufen, liegt wohl am ehesten daran, das sie zu wenig verdienen. um sich allabendlich die Dröhnung geben zu können…

    Es hat aber auch Vorteile: Wenn Red. erst mit der „fetten Rente“ durch sind und zu viel Zeit und noch mehr Wut haben, dann gehen sie zu „pi“ und schreiben dort die Artikel, die sie eigentlich schon vor Jahren schreiben wollten, aber sich aus allzu verständlichen Gründen nicht getraut haben…

  6. Es handelt sich, liest man es genauer, um eine britische Studie. Mit einer Berufserfahrung als Journalist von 50 Jahren kann ich für Deutschland nur feststellen: Das mit dem Alkohol war einmal. In den Redaktionen wird definitiv nicht mehr „gesoffen“. Wenn man zum Beispiel die Cafeteria im Berliner Pressehaus aufsucht, wird man nur selten jemanden finden, der Bier oder Wein trinkt. Beliebt ist Bionade. Auch zu den Pressekonferenzen, die Unternehmen oder Verbände geben, wird kein Bier oder Wein mehr hingestellt. Als ich 1967 als Volontär bei der Bonner Rundschau angefangen haben, war es ganz anders: Jeden Tag vor Feierabend war jemand an der Reihe, ein „Pittermännchen“, also ein Zehn-Liter-Fässchen in der benachbarten Kurfürsten-Brauerei zu holen. Ich habe auch Kollegen erlebt, die an Leberzirrhose gestorben sind. Das ist lange her.

  7. Jetzt wird einiges klarer: das journalistische Pack ist größtenteils während der Arbeit sturzbesoffen.

    1. Dummes Zeug, was da wieder einer Absondert, um sein „journalistisches Pack“ unterzubringen. Leider ist Verstand nur sehr selektiv verteilt. Bei Kack Tuss fehlt er völlig.

  8. Erinnert an Horst Schlämmer.

    Im Prinzip sollte man eine Anleitung für Lobbyisten und Veranstaltungs-Planer daraus generieren:
    – Freibier
    – Vergleiche mit A-Z-Promis damit der Journalist stolz mit seiner (gesäten) Transferleistung angeben kann.
    – Psychisch zur Zielsetzung passende Geräusch- und Farb-Kulisse.
    – …

    40 Probanden halte ich für eine erste Studie nicht für zu wenig.
    „Gute Resultate haben Journalisten demnach im Segment „Abstraction“ erreicht“. Gegenüber wem ? Dem durchschnittliche Brexit-Wähler der nicht auf ein nobles Elite-Only-Internat gehen durfte und täglich ums Überleben kämpft wie man schnell erkennen könnte, wenn man die englischen Krimi-Serien genauer anschauen würde ?

    „Journalisten fällt es leicht, Themen miteinander zu verknüpfen und schwierige Zusammenhänge zu erkennen, zudem seien sie in der Lage über Grenzen hinaus zu denken und sie seien in der Lage, elementare Aufgaben wie das Filtern und Einordnen von Informationen zu übernehmen.“ Das erledigen hier die Agenturen. Wortgleichheiten / Wortkombinationen beweisen das schnell.
    Verbleiben also noch die Termine der Lokal-Reporter wo man dann nur freundlich gesinnte Verlage einlädt.

    Das Land müsste durch Journalismus (und infolgedessen durch anständige Politik) jedes Jahr besser werden… Tja. Erkennt man ja sofort…

  9. Wie viel Männer, wieviel Frauen?
    ich bin Journalistin, trinke deutlich zu wenig Fküssigkeit, aber sicher kein Bier.
    Mich hat allerdings keiner gefragt…
    Was für ein Quatsch

    1. in deutschland existiert der journalismus längst nicht mehr.

      die existenzen die mit diesem „beruf“geld verdienen sind nicht anderes als mainstreampropagandisten des establishments.

    2. Richtig. Wenigstens heute. Das war zu meiner Volontärs- und Jungredakteurszeit jedoch ganz anders. Aber das liegt halt auch schon ein halbes Jahrhundert zurück.

  10. Das Wichtige steht am Ende: Trotz Bier saufen….

    „Journalisten fällt es leicht, Themen miteinander zu verknüpfen und schwierige Zusammenhänge zu erkennen, zudem seien sie in der Lage über Grenzen hinaus zu denken und sie seien in der Lage, elementare Aufgaben wie das Filtern und Einordnen von Informationen zu übernehmen.“

    1. Ich will ja nicht unken, aber mich erinnert das an die Zeugnissprache.

      „Journalisten fällt es leicht, Themen miteinander zu verknüpfen und schwierige Zusammenhänge zu erkennen, …“

      -> Die nichts miteinander zu tun haben?

      „… seien sie in der Lage über Grenzen hinaus zu denken…“

      -> Die Grenzen der Logik und Rationalität?

      „… und sie seien in der Lage, elementare Aufgaben (…) zu übernehmen.“

      Hm, elementare Aufgaben, ja?

      Naja, wenigstens etwas.

  11. Ich lese und staune. Wann fängt denn „ein deutlich zu hoher Alkohol- und Kaffeekonsum“ an? Und gibt es tatsächlich Empfehlungen, wie oft man sein Bierglas heben soll? 40 % von 40 Journalisten trinken zu viel Bier, das heißt, mehr als die Hälfte säuft nicht… Da werden sehr seltsame Schlüsse aus einer Studie gezogen, die wohl kaum repräsentativ ist.

  12. „allerdings ein erhärten dürfte“

    Ich vermute mal es sollte lauten:

    allerdings ein[mal mehr] erhärten dürfte

    Liest sich jedenfalls recht seltsam.

  13. „Herausgekommen ist: Journalisten erreichen im Vergleich zu anderen Berufsgruppen unterdurchschnittliche Werte in wichtigen Gehirnfunktionen, was zur Folge hat, dass sie weniger gut in der Lage sind, die ihre Emotionen zu kontrollieren, eigene Denkmuster beziehungsweise Vorurteile zu unterdrücken oder komplexe Probleme zu lösen. “

    „Hinzu kommen Schwierigkeiten bei der Regeneration des Gehirns. Den Untersuchungsergebnissen zufolge fällt es Journalisten schwieriger, sich beispielsweise durch Schlafphasen zu erholen, was grundsätzlich die Aufnahmefähigkeit und Konzentration hemmt.“

    Ach, deswegen!

    Keine Lügenpresse, Journalisten sind einfach etwas doof.

    Sagt´mal, kann es sein, dass diese Untersuchung Satire ist? So ähnlich wie der „konzeptuelle Penis“, der an der Klimaänderung Schuld ist?

    Eine Anzahl von 40 Journalisten ist für eine repräsentative Untersuchung ja eh´ reichlich dünn?!

    1. 40 Befragte (aus dem Linksspektrum) reichen aus, um in einer Studie dem Osten pauschal Rechtsradikalismus zu unterstellen. Das wurde in den Medien vergangene Woche 1:1 übernommen.

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