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Neuer Quotenflop für „Mensch Gottschalk“: Droht RTL-Show endgültig das Aus?

Jean Paul Gaultier war zu Gast bei Thomas Gottschalk
Jean Paul Gaultier war zu Gast bei Thomas Gottschalk

Auch im zweiten Anlauf ist Show-Titan Thomas Gottschalk mit seiner RTL-Sendung „Mensch Gottschalk - Das bewegt Deutschland“ gescheitert - allerdings krachender als bei der Premiere vor einem Jahr. Jetzt könnte es für die dreistündige Show eng werden. Der Kölner Sender und die Produktionsfirma Spiegel TV dürften sich überlegen, ob sie bei der Sendung den Stecker ziehen. Ansonsten droht RTL, Werbekunden zu vergraulen.

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Es war ein Aufgebot an Show-Stars. Ob die Schlagersängerin Helene Fischer, Modedesigner Jean Paul Gaultier, Baywatch-Hero David Hasselhoff oder die Kult-Band Aerosmith – mehr als drei Stunden plauderte TV-Dino Thomas Gottschalk mit Prominenten aus Musik und Mode. Doch das von Spiegel TV im Auftrag von RTL produzierte Format fiel bei den Zuschauern krachend durch. Nur 1,6 Millionen Menschen schalteten am Sonntagabend ein. Beim Gesamtpublikum entsprach dies einer Quote von 6,3 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen kam das Format auf klägliche 8,0 Prozent oder 710.000 Zuschauer.

Damit war die Quote der gestrigen Sendung noch schlechter als bei der Premiere im Juni 2016. Damals schalteten rund 2,1 Millionen Zuschauer ein. Vor allem die Überlänge von mehr als drei Stunden war für viele Zuschauer ein K.o.-Argument. Doch RTL und die Produktionsgesellschaft Spiegel TV reagierten nicht auf die Kritik. Erneut konnte sich der Altmeister der Fernsehunterhaltung gestern vor der Kamera austoben – in seiner für den ehemaligen „Wetten, dass..?“ Moderator typischen Art. Jetzt könnte es aber für eine weitere Folge eng werden. Denn RTL kann sich mit „Mensch Gottschalk“ nicht einen weiteren Quotenflop erlauben, will der Kölner TV-Kanal keine Werbekunden vergraulen. Entweder werfen die Macher das Konzept radikal um oder setzen das Format endgültig ab, heißt es bei Branchenexperten.

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RTL und Spiegel TV zeigen von der Quote enttäuscht, halten sich aber mit Entscheidungen zurück. Sie wollen zunächst Ursachenforschung betreiben. „Mit den Quoten können alle Beteiligten auch vor dem Hintergrund einer stark besetzten Gästeliste nicht zufrieden sein. Da es sich um ein Drittsendeformat handelt, werden sich die dctp, Spiegel TV und RTL als ausstrahlender Sender gemeinsam über Ursachen und Schlussfolgerungen beraten“, erklärt ein RTL-Sprecher gegenüber MEEDIA. Ähnlich äußert sich auch Spiegel TV. „Wir freuen uns über die vielen tollen Gäste und Showacts, die wir für ‚Mensch Gottschalk‘ gewinnen konnten. Leider haben sich viele Zuschauer die Sendung entgehen lassen. Zusammen mit der dctp und RTL werden wir jetzt gemeinsam analysieren, woran es lag“, betont ein Spiegel-Sprecher gegenüber MEEDIA.

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