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Neue Twitter-Tiraden: Donald Trump teilt wieder gegen „Fake News“-Medien aus

Exzessiver Twitter-Nutzer: US-Präsident Donald Trump
Exzessiver Twitter-Nutzer: US-Präsident Donald Trump

Es ging zuletzt ein bisschen unaufgeregter zu in Donald Trumps Twitter-Profil. Doch während der neuntägigen Auslandsreise des US-Präsidenten hat sich offenbar einiges aufgestaut. Wie in alten Zeiten wütete der 70-Jährige gestern auf dem 140-Zeichendienst gegen "Fake News"-Medien. Trump erneuerte den Vorwurf, dass Medien Quellen erfinden würden, weil sie keine Namen nannten. Die Reaktionen in den sozialen Medien lassen nicht lange auf sich warten.

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Die Enthüllung überrascht nicht wirklich: Wie das News-Portal Axios berichtet, hat Donald Trump genau eine App auf seinem iPhone installiert – Twitter. Damit stellt er jedoch eine ganze Menge an: Seine Tweets seien am Ende dafür verantwortlich gewesen, dass der 70 -Jährige heute im Weißen Haus sitzt, glaubt Trump – was Twitter-Mitgründer Ev Williams sehr bedauert.

Trumps erste Auslandsreise, bei der der neue US-Präsident erneut ins Fettnäpfchen trat, dürfte die Sorgen seiner Kritiker kaum zerstreut haben – im Gegenteil.

Ein neues Kräftemessen beim Handschlag, bei dem Trump mit dem neuen französischen Premierminister Macron nicht gut aussah, erneute Deutschland-Schelte („Die Deutschen sind sehr, sehr böse“) und ein Konfrontationskurs beim Klimawandel – selten verlief ein NATO- und G7-Gipfel so unharmonisch wie in den vergangenen Tagen.

Für Trump waren es dennoch erfolgreiche Tage, wie der US-Präsident seine Twitter-Follower wissen ließ:

Kaum zu Hause angekommen, widmete sich Trump aber schnell wieder nationaler Politik, die nach den Ermittlungen in  der Russland-Affäre immer mehr zum Problem für den neuen Präsidenten werden dürfte – die Nachrichtenlage hatte sich dazu in den letzten Tagen zugespitzt.

Nun rechnet Trump ab. In gleich drei Tweets knöpfte sich der 70-Jährige seinen Intimfeind vor – die von ihm so genanten „Fake News“-Medien. Trumps Vorwurf: Die neuesten Enthüllungen hätten keine Substanz, weil namentliche Quellen fehlen würde.

Dass es seit jeher zum journalistischen Handwerk gehört, Quellen, die namentlich nicht genannt werden wollen, zu schützen, scheint Trump bewusst zu vergessen. Fehlt der Zitatgeber, sei die Quelle möglicherweise „Fake News“, so der Vorwurf des US-Präsident.

Das (Medien-)-Echo ließ nicht lange auf sich warten. Die New York Times-Reporter Maggie Haberman und Glenn Trust erinnerten den Multimilliardär daran, dass er in der Vergangenheit selbst Quellen erfunden habe  – etwa in den 90er-Jahren, als Trump der New York Post unter den Pseudonymen John Barron und John Miller Informationen zugespielt hatte – über sich selbst, um in einem besseren Licht zu erscheinen.

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