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„Das Heft läuft ausgezeichnet“: Essen & Trinken-Chef Jan Spielhagen über Gruners Thermomix-Titel

Chefredakteur Jan Spielhagen bringt jetzt das erste Sonderheft für Essen & Trinken mit Thermomix auf den Markt. Weiterer sollen in loser Folge folgen
Chefredakteur Jan Spielhagen bringt jetzt das erste Sonderheft für Essen & Trinken mit Thermomix auf den Markt. Weiterer sollen in loser Folge folgen

Bei diesen Zutaten war der Erfolg fast schon garantiert. Die Print-Köche vom Baumwall mussten das Menü nur noch handwerklich sauber kochen, abschmecken und hübsch anrichten. Fast schon automatisch wurde Essen & Trinken mit Thermomix ein Kiosk-Erfolg. Getreu der aktuellen Verlagsstrategie folgt nun das weitere Auffächern der Marke. Und so bringen die Hamburger bereits ein halbes Jahr nach dem Start der Reihe ein erstes Sonderheft auf den Markt.

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Erst im Oktober hatte die Gruner + Jahr- und Landwirtschaftsverlags-Tochter, die Deutsche Medien-Manufaktur (DMM), Essen & Trinken mit Thermomix auf den Markt gebracht. Dabei gelang den Hamburgern der Coup, dass sie offizieller Partner von Thermomix-Hersteller Vorwerk werden konnten. Redaktionell verantwortlich für den Neuling ist Jan Spielhagen und seine Essen & Trinken-Familie.

„Das Heft läuft ausgezeichnet“, stellt der Blattmacher gegenüber MEEDIA fest. Intern hatten die Hamburger ihr Projekt so kalkuliert, dass sie rund 60.000 verkaufte Exemplare bräuchten, um die Kosten zu decken. Alleine von der ersten Ausgabe gingen jedoch rund 140.000 Exemplare weg.

Wie bei jedem Zeitschriften-Neuling folgt auch das Thermomix-Magazin dem klassischen Einführungsmuster. Heißt: Nach dem Premieren-Heft folgt eine Absatz-Delle. Die spannende Frage ist dann immer: Wie tief fallen die Verkäufe der nächsten Hefte und auf welchem Level pendeln sie sich wieder ein? Mit ihrer Entwicklung sind die Hamburger mehr als zufrieden: „Wir halten uns stabil bei Verkaufszahlen um die 100.000 Stück. Ein Viertel davon entfällt sogar bereits auf Abos.“

Damit scheint Essen & Trinken derzeit nicht der Markführer in dem etwas unübersichtlichen Segment zu sein. Denn noch haben sich die ganzen Konkurrenten nicht so richtig sortiert. Das ist zum einem der schnellen Erschließung des Themengebietes geschuldet und zum anderem dem Umstand, dass viele Rivalen kurz nach der Markteinführung gezwungen waren, wieder ihre Namen zu ändern, weil Vorwerk seine Rechte an dem Wort „Thermomix“ und den Geräte-Abbildungen geltend machte.

Obwohl der OZ-Verlag derzeit drei Hefte zu der schlauen Küchenmaschine herausbringt und der Hamburger Verlag Junior Media erste Erfolge für Gemixt vermeldet, sind bei der IVW derzeit nur zwei Konkurrenten gelistet. Mixx meldete nach über 100.000 verkauften Heften im dritten Quartal 2016, für die ersten drei Monate 2017 eine Gesamtverkauf von 73.950 Exemplaren. Mein Zaubertopf von Falkemedia kam im ersten Quartal auf 133.240 Hefte und dürfte damit Marktführer sein.

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Beim Verkauf profitieren Spielhagen und sein Team von dem Umstand, dass sie auf 17.000 Vertriebshelferinnen zurückgreifen können. Die Vorweg-Damen, die normalerweise nur den Thermomix vorführen, anpreisen und verkaufen, dürfen zusätzlich auch Abos für das DMM-Heft anbieten.

Grundsätzlich ist Spielhagen davon überzeugt, dass ein Teil des Erfolges „auf die enge und angenehme Zusammenarbeit mit Vorwerk“ zurückzuführen sei. „Zwischen den Küchen und den Redaktionen gibt es eine sehr kollegiale Kooperation“.

Zudem sorgte Vorwerk für einige juristische Unterstützung. So setzte der Thermomix-Produzent vor dem Verkaufsstart des G+J-Magazins durch, dass die Konkurrenten das Logo nicht zeigen, das Wort nicht schreiben und das Gerät nicht zeigen dürfen. All das ist den Hamburgern erlaubt, mit der Folge, dass das alles jetzt immer auf den Titel muss: „Aus Gestaltersicht ist das eine Herausforderung, aber Teil unseres Erfolges“.

Das Spezial zielt erst einmal voll auf den Geschwindigkeitsvorteil ab, den der Thermomix gegenüber der klassischen Essenszubereitung verspricht. So will das Sonderheft mit 92 schnellen Rezepten punkten, die sich innerhalb von höchstens 35 Minuten kochen lassen sollen. Natürlich sind alle Rezepte Eigen-Entwicklungen der Essen & Trinken-Küche und wurden testweise mindestens drei Mal gekocht.

Das Wachstum des Segments sieht Spielhagen als endlich. Es wird nicht so weitergehen, dass alle sechs Wochen ein neues Thermomix-Heft auf den Markt kommt und das Magazin dann auch noch ein Erfolg wird. „Alleine schon deshalb, weil es nicht genug Geräte gibt“. Heißt: Schon bald tritt eine gewisse Marktsättigung ein und dann setzen sich die besten Hefte durch. Selbstredend sieht der Blattmacher seine Thermomix-Hefte in einer solchen Situation mehr als gut aufgestellt. Aus Sicht der Hamburger ist für einen harten Konkurrenzkampf also alles bestens angerichtet.

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