„Weder grausam noch respektlos“: New York Times verteidigt Veröffentlichung von Manchester-Fotos

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Die New York Times hat die Veröffentlichung forensischer Fotos vom Tatort des Terroranschlags in Manchester verteidigt. "Die präsentierten Bilder und Informationen waren weder grausam noch respektlos gegenüber den Opfern", erklärte ein Sprecher. Sie entsprächen auch der Berichterstattung über verwendete Waffen bei anderen Anschlägen.

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Die New York Times und andere Medien seien bei Terrorattacken rund um die Welt „von Boston bis Paris bis Bagdad“ ähnlich verfahren, so die Begründung der Traditionszeitung weiter.

Die Fotos zeigen offenbar einen Zünder, Metallmuttern und Schrauben sowie einen blauen Rucksack, in dem die Bombe des Anschlags mit 22 Toten gewesen sein könnte. Aus Ärger über die Bilder inmitten der Ermittlungen, die die New York Times mutmaßlich über Quellen in den US-Geheimdiensten erhielt, will die Polizei von Manchester vorerst keine Informationen mit den USA austauschen.

Die Zeitung teilte mit, ihrem Auftrag und dem Interesse der Leser treu geblieben zu sein. „Unsere Mission ist, Nachrichten zu berichten und unsere Leser zu informieren. Wir haben strenge Vorgaben für wie und auf welche Weise wir über sensible Geschichten berichten. Unsere Berichterstattung über die abscheuliche Attacke vom Montag war sowohl ausführlich als auch verantwortungsvoll“, hieß es.

Die US-Regierung teilte über ihre Botschaft in London mit, die britischen Sorgen über die Weitergabe der Fotos zu teilen. Es werde eine US-Ermittlung und „entsprechende Schritte“ geben, schrieb Botschafts-Geschäftsträger Lewis Lukens auf Twitter. Die USA würden den Briten weiter mit „Ressourcen und Erkenntnissen“ helfen.

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