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Netflix, Amazon & Co.: EU belegt On-Demand-Anbieter mit 30-Prozent-Quote für europäische Inhalte

Künftig sollen (auch) On-Demand-Dienste verpflichtet sein, mindestens 30 Prozent europäische Inhalte anzubieten
Künftig sollen (auch) On-Demand-Dienste verpflichtet sein, mindestens 30 Prozent europäische Inhalte anzubieten

Deutschland und die übrigen EU-Länder haben sich auf Änderungen am EU-Recht für Rundfunk und Fernsehen geeinigt, um neue digitale Technologien einzubeziehen. So sollen künftig zum Beispiel auch On-Demand-Dienste verpflichtet sein, mindestens 30 Prozent europäische Inhalte anzubieten, um hiesige Werke zu fördern.

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Kulturstaatsministerin Monika Grütters lobte die Einigung auf die sogenannte AVMD-Richtlinie vom Dienstag im Ministerrat. Eine zukunftstaugliche Medienregulierung habe für Deutschland hohe Priorität: „Aus deutscher Sicht ist die Schaffung eines level playing field für lineare und nicht-lineare Dienste längst überfällig.“ Die neuen Regeln erlaubten auch, „die überaus erfolgreiche Filmförderung in Deutschland fortführen und weiterentwickeln“ zu können.

Die Reform ist damit aber noch nicht unter Dach und Fach. Die EU-Kommission hatte vor einem Jahr einen Entwurf vorgelegt, jetzt fanden die Mitgliedsländer eine gemeinsame Position. Der nächste Schritt ist die Kompromisssuche mit dem Europäischen Parlament, bevor die Reform vermutlich im kommenden Frühjahr auch in Kraft tritt.

Denn wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtet, auf die sich auch der Standard beruft, haben sich Großbritannien, Dänemark, Finnland, die Niederlande und Luxemburg gegen eine verpflichtende EU-Filmquote für On-Demand-Videodienste ausgesprochen – wurden allerdings von den restlichen Ländern überstimmt. Es wurden daher nur Eckpunkte erörtert, die Details müssen noch zwischen dem EU-Parlament und dem -Ministerrat verhandelt werden. Bisher gilt eine 20-prozentige europäische Filmquote nur für TV-Sender, berichtet die APA. Auch das Europaparlament habe für die Reform der Richtlinie eine 30-Prozent-Quote verlangt.

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Auch Bestimmungen zum Jugendschutz und zur Bekämpfung von Hass im Netz seien getroffen worden, berichtet die APA. Darüber hinaus sollen auch die „grundlegenden Werbevorschriften für Anwender von Internet-Plattformen“ zur Anwendung kommen – künftig müssen etwa YouTuber die Werbung auf ihren Kanälen klarer kennzeichnen.

Mit Material der dpa

 

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