Strategische Beteiligung: DuMont Mediengruppe übernimmt mehr als ein Drittel an Cloud-Dienstleister Censhare

Sparkurs im Print, Investitionen im Digitalen: DuMont-CEO Christoph Bauer konsolidiert das Kölner Medienunternehmen
Sparkurs im Print, Investitionen im Digitalen: DuMont-CEO Christoph Bauer konsolidiert das Kölner Medienunternehmen

Die DuMont Mediengruppe baut im Rahmen ihrer Konsolidierung ihr Digitalgeschäft aus und investiert in eine strategische Beteiligung an Censhare. Das Unternehmen aus München hat sich auf Cloud-Lösungen für Marketing und Kommunikation spezialisiert. Über die Höhe der Investition ist nichts bekannt, DuMont wird zukünftig 36,5 Prozent halten.

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Das Unternehmen, an dem die Gründer und Mitarbeiter weiterhin mehrheitsbeteiligt bleiben, hat sich auf Softwarelösungen für Marketing und Redaktionen spezialisiert. Diese setzen „Daten und Informationen ohne Medien- und Prozessbrüche in Beziehung“, um diese besser steuern zu können, erklärt DuMont das sperrige Geschäft von Censhare.

Zu den Kunden des Unternehmens, das neben seinem Hauptsitz in München auch in Großbritannien, den USA, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz und in Indien tätig ist, zählen nach Unternehmensangaben Konzerne wie Ikea, Deutsche Bank, Jaguar, Mc Donald’s, Rewe oder die Deutsche Post. Die Software des Unternehmens findet aber auch in Redaktionen Anwendung – beispielsweise dort, wo Pool- bzw. Zentralredaktionen für mehrere Publikationen produzieren. So arbeiteten beispielsweise bereits Medien der Bauer Media Group mit Censhare-Programmen, mit denen Mitarbeiter die Entstehung unterschiedlicher Hefte überwachen konnten.

Bei DuMont wird mit der Software bislang noch nicht gearbeitet, wie es heißt. Allerdings denke man darüber nach, Censhare-Programme „auch als Basis unserer Arbeit in Redaktion, Vermarktung und Vertrieb einzusetzen“, erklärt eine Sprecherin gegenüber MEEDIA. „Die Entscheidung für unsere Beteiligung an Censhare ist jedoch unabhängig davon gefallen, dass der Einsatz der Marketing- und Kommunikations-Lösungen auch für unsere Mediengruppe interessant sein könnte.“

Das Investment erfolgt rund sechs Monate nach der jüngsten, größeren DuMont-Akquistion. Im Dezember gab das Unternehmen, das im klassischen Zeitungsgeschäft einen harten Sparkurs fährt, die Übernahme von 75 Prozent an der Social-Media-Agentur Facelift bekannt. Über die Höhe beider Beteiligungen ist nichts bekannt. Allerdings erklärte DuMont im vergangenen Jahr, eine Kreditlinie in „niedriger dreistelliger Millionenhöhe“ abgeschlossen zu haben, um wieder investieren zu können.

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