Ärger um Kanzlerduell zwischen Schulz und Merkel: Linke, Grüne und FDP wollen mitmachen

Kanzlerin Angela Merkel und SPD-Herausforderer Martin Schulz treten am 3. September gegeneinander an
Kanzlerin Angela Merkel und SPD-Herausforderer Martin Schulz treten am 3. September gegeneinander an

Um das geplante Fernsehduell vor der Bundestagswahl gibt es Ärger. In einem offenen Brief an die ausrichtenden Sender fordern die Spitzenkandidaten von Linken, Grünen und FDP stattdessen eine gemeinsame TV-Debatte mit den Spitzenkandidaten aller Parteien, die Chancen auf den Einzug in den Bundestag haben. Der Brief von Dietmar Bartsch, Cem Özdemir und Christian Lindner lag am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor; Spiegel online berichtete zuerst darüber.

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Nach der bisherigen Planung treffen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr SPD-Herausforderer Martin Schulz am 3. September in einem gemeinsamen Fernsehduell in ARD, ZDF, RTL und Sat.1 aufeinander.

In dem Brief an die Chefredakteure von ARD, ZDF und RTL sowie den Informationsdirektor von ProSiebenSat.1 kritisieren Bartsch, Özdemir und Lindner, dass die Opposition – parlamentarisch wie außerparlamentarisch – nur in einem kleineren, weniger beachteten Vierkampf miteinander streiten, aber nicht mit den Spitzenkandidaten der Regierungsparteien direkt in Schlagabtausch treten dürften.

Aus Verantwortung für den demokratischen Prozess sollten die Sender es ermöglichen, „dass die amtierende Regierung auf den Prüfstand gestellt wird“. Auch die AfD solle beteiligt werden. „Wir werden sie in der Debatte stellen müssen.“ Wenn nur die Regierenden diese Arena bekämen, schade das dem politischen Diskurs und dem Ansehen der Medien.

Bereits die Bundesregierung und die SPD hatten Kritik an von den Sendern geplanten Ablaufdetails geübt.

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