Spiegel Daily startet morgen: So sieht die digitale Tageszeitung des Nachrichtenmagazins aus

Bringen Spiegel Daily ins Netz: die beiden Redaktionsleiter Timo Lokoschat (l.) und Oliver Trenkamp (r.)
Bringen Spiegel Daily ins Netz: die beiden Redaktionsleiter Timo Lokoschat (l.) und Oliver Trenkamp (r.)

Endlich ist es soweit: Am morgigen Dienstag um 17 Uhr startet Spiegel Daily. Auf kein anderes digitales Projekt hat die Verlagsbranche schon so lange gewartet wie auf die elektronische Abendzeitung von der Ericusspitze. Die redaktionelle Leitung liegt bei Timo Lokoschat und Oliver Trenkamp. Für Nicht-Spiegel-Abonnenten wird Spiegel Daily 6,99 Euro pro Monat kosten, Print-Kunden zahlen 50 Cent zu.

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Das Angebot verspricht, dass die Leser täglich um 17 Uhr die wichtigsten News des Tages zusammengefasst und durch Kommentare ergänzt in einem geschlossenen Digital-Produkt erhält. Zudem wollen sich die Hamburger auch die großen Debatten in den sozialen Netzwerken kümmern. Abgerundet wird Daily mit Tipps für den Abend sowie durch exklusive Geschichten aus dem Spiegel, Highlights von Spiegel Online und Videos von Spiegel TV.

„Spiegel Daily ist ein Gemeinschaftsprojekt der Redaktionen von Spiegel, Spiegel Online und Spiegel TV. Wir haben diese hervorragenden Voraussetzungen der Spiegel-Gruppe genutzt, um ein neues journalistisches Produkt zu entwickeln – eine digitale Tageszeitung für ein Publikum, das täglich das Weltgeschehen verstehen will, ohne permanent online zu sein“, erklärt Chefredakteur Klaus Brinkbäumer.

Die Macher sehen den Neuling dabei als eine gute Ergänzung für das minutenaktuelle Angebot der Website und die wöchentliche Berichterstattung des Nachrichten-Magazins. Nach Einschätzung von SpOn-Chefredakteurin Barbara Hans, soll es etwas bieten, das weder der Spiegel noch Spiegel Online in dieser Form leisten könne: „Einmal am Tag ein in sich geschlossenes Angebot, das den Lesern die aktuellen Nachrichten erklärt.

Konzipiert ist das gesamte Projekt als Paid-Content-Angebot. Zum Start bieten die Hamburger zwei Bezahlmodelle: einem Monatspass und einem Wochenpass. Der Monatspass startet mit einem kostenlosen Probemonat. Dann werden 6,99 Euro pro Monat fällig. Für den Wochenpass ruft der Spiegel 2,49 Euro auf. Für Abonnenten des digitalen Spiegels ist Daily gratis, Print-Abonnenten bekommen die digitales Abendzeitung für 0,50 Euro.

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Alle Kommentare

  1. „Auf der News-Ebene erklären unsere Autoren, was heute geschehen ist und was es bedeutet.“ Zitat aus der Vorstellung des Angebotes bei Spiegel Online.

    Ein Hoch auf den Nanny-Journalismus.

  2. mal wieder ein Satz zur Präsentation. Darf ich höflich fragen, was die erste Zeile soll? „Endlich ist es soweit“. . . meedia als Presseorgan des Spiegel(s),der seicht überheblich, voreingenommen, arrogant und besserwisserisch ist – siehe auch das heutige Interview mit dem Chefredakteur mediasres im DLF. Das Bürschel trieft vor Selbstgerechtigkeit.

  3. Wünsche den Spiegel-Kollegen viel Glück, bin aber vom Erfolg des Produkts Spiegel Daily nicht überzeugt. Was ist der USP? Was macht das Produkt so reizvoll, dass man es abonnieren möchte? Die Nachrichten des Tages bringt Spiegel Online im Minutentakt, bewertet und analysiert sie, bündelt die Meldungen, ordnet sie nach Relevanz. Spon ist ein tolles Produkt. Das sollte doch allemal reichen. Wozu bitte brauche ich Spiegel Daily?

    1. Hallo, lieber Herr Nölting,
      die Antwort geben Sie selbst: „im Minutentakt“. Das geht manchen Menschen zu schnell. Sechs, sieben Mal am Tag auf die Nachrichtenwebsites surfen, um auf dem Laufenden zu bleiben, ist nicht jedermanns Sache. Einmal am Tag kompakt informiert sein – das will SPIEGEL DAILY für seine Zielgruppe leisten.
      Beste Grüße & danke für die guten Wünsche!

      1. Die Zielgruppe, der alles zu schnell geht, liest eine gedruckte Zeitung. Der geht Tablet oder Smartphone auch „zu schnell“.

  4. Falls die zahlenden Kunden weder mit Ads noch mit Trackern belästigt werden, buche ich vermutlich Abo.

  5. Deren Fernseh-Zeitschrift müsste es eigentlich auch als App oder Web (und nicht nur auf Papier) geben wo man schlau zusammenstellt, was man für Angebote nutzen kann und jeweils unpassendes (weil man es nicht hat) ausgefiltert ist.

    Die Bepreisung für bestehende Abonennten ist ok und im Gegensatz zum neuen Markt unter rot-grün gibt es inzwischen genug Nutzer und Leute mit Firmen-Handy-Verträgen oder geschenkten Mobil-Verträgen so das genug Nutzer vorhanden sein und täglich nachwachsen dürften.
    Besonders interessant und vergessen wird auch noch der täglich wachsende Medien/Web-Konsum an 65″-UHD1-4k-Fernsehern unter 999 Euro.

    Wie üblich dürften es aber Print-orientierte platzbeschränkte Artikel sein anstatt endlich mal zu erkennen, das online-Artikel – ohne viel Mehraufwand – viel vollständiger und umfassender berichten können. Agenturmeldungen sind wohl immer noch zu abtippen in der Zeitung vorgesehen und somit wird viel weggelassen wofür online locker Platz wäre.

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