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„Für eure Familien, für eure Kinder“: Irre Vollgas-Rede von Bielefeld-Trainer hat das Zeug zum Social-Media-Hit

Co.-Trainer Carsten Rump macht sein Team (Arminia Bielefeld) so richtig heiß
Co.-Trainer Carsten Rump macht sein Team (Arminia Bielefeld) so richtig heiß

Bei der Weltmeisterschaft 1990 reichte noch der Motivations-Satz des Teamchefs Beckenbauer: „Geht’s raus und spielt Fußball“. Dieser Zeiten scheinen lange vorbei. Wie man eine moderne Ich-AG-Mannschaft heute bei der Ehre packt, bewies der Co-Trainer Arminia Bielefelds, Carsten Rump, am gestrigen Sonntag. Um den Druck auf die Profis zu erhöhen und als Beweis, ließ er die Rede filmen. Jetzt landete der Clip bei YouTube. Die irren 60 Sekunden haben das Zeug zum Social-Media-Hit.

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Herzstück des Vollgas-Monologes des 36-Jähringen ist, dass er den Profis das Versprechen abnimmt, alles zu geben und so den Abstieg in die 3. Liga zu verhindern.

„Wenn ihr nach Hause geht, könnt ihr den ganzen Müll bei euren Frauen, bei euren Kindern, bei euren Freundinnen abladen. Alles was hier passiert. Und die sind immer für euch da“, brüllt Rumpe nach einer kurzen, wilden Einleitung. „Und heute sind sie auf der Tribüne und beten zu Gott, dass ihr heute ein Feuerwerk abfackelt.“ So fordert er von den Profis mit verzerrtem Gesicht: „Für eure Familien, für eure Kinder – werdet ihr jetzt da draußen ackern – von Anfang bis zum Ende. Und wir werden das Spiel gewinnen. Versprecht ihr mir das?“

Als Beleg für den Schwur kündigt Rump an, den Clip an die Frauen der Spieler zu schicken – wohl eine der ungewöhnlichsten Drohungen im Profifußball überhaupt. Aber sie funktionierte. Seine Mannschaft, bzw. die von Cheftrainer Jeff Saibene, fegte das Top-Team aus Braunschweig mit 6:0 vom Platz.

Ob Rumpe es wollte oder nicht. Mit seiner ungewöhnlichen Aktion gelang ihm ein potenzieller Trainer-Ansprachen-Klassiker. Alleine schon deshalb weil aus Medien-Sicht die Kabine verbotenes Terrain ist. Journalisten dürfen nie die Ansprachen filmen. So sei an dieser Stelle noch einmal an die Capitano-Rede von Jürgen Klinsmann vor dem WM-Viertelfinale von 2006 gegen Argentinien erinnert.

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