Quartalsbericht: Expansion bringt Ströer Umsatzwachstum von 25 Prozent – Auslandsgeschäft wegen Türkei-Unruhen rückläufig

Expansionskurs von Ströer-CEO Udo Müller steigert Umsatz
Expansionskurs von Ströer-CEO Udo Müller steigert Umsatz

Nach einem guten Geschäftsjahr 2016, das aber von der Börsenattacke durch Muddy Waters getrübt war, ist der Vermarktungskonzern Ströer mit Umsatz- und Gewinnwachstum in das neue Jahr gestartet. So hat das Unternehmen im ersten Quartal 2017 seine Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent auf 281 Millionen Euro steigern können. Der Operativ-Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ist nach Unternehmensangaben um 20 Prozent auf 56 Millionen geklettert.

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Die Ergebnisse des ersten Viertels des laufenden Geschäftsjahres stimmen CEO Udo Müller optimistisch, das angekündigte Jahresziel zu erreichen. „Wir bestätigen unsere aktuelle Guidance von mehr als 320 Millionen Euro Operational EBITDA bei einem Konzernumsatz von rund 1,3 Milliarden Euro für 2017“, sagt er. 

Das Umsatzwachstum ist auch auf die Expansion der Ströer SE zurückzuführen. „Im Berichtszeitraum wurde die Integration und gezielte Restrukturierung der neu erworbenen Unternehmen weiter vorangetrieben. Dabei gelingt es immer wieder, sowohl auf der Umsatz- als auch auf der Kostenseite von Skalen- bzw. Synergie-Effekten zu profitieren“, heißt es seitens des Unternehmens. 

Darunter fällt auch die bereits im vorvergangenen Jahr gestartete Übernahme von Interactive Mediadie in das Digitalgeschäft implementiert worden ist. Dort steigerte Ströer den Umsatz in Q1/17 um 59 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, 147,9 Millionen Euro stehen in der Tabelle. Das EBITDA kletterte um 46 Prozent auf 35,2 Millionen.

Ein deutlich geringeres Wachstum weist das über lange Jahre als Kerngeschäft geltende Out-Of-Home-Geschäft aus. Mit Außenwerbung setzte Ströer im ersten Quartal 114 Millionen Euro um, fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Das Operational EBITDA zog um nahezu sechs Prozent von 24,9 Millionen Euro auf 26,3 Millionen Euro an. Die Marge bewegte sich allerdings auf Niveau des Vorjahres: „Der Anstieg in den Umsatzerlösen wurde gleichzeitig von gestiegenen Umsatzkosten begleitet, die vornehmlich sowohl den umsatzbedingt höheren Pachtaufwendungen wie auch gestiegenen Bewirtschaftungskosten geschuldet waren.“ In seinem Bericht weist Ströer das Out-of-Home-Geschäft mit geografischen Unterschieden aus. Die genannten Zahlen beziehen sich ausschließlich auf den deutschen Markt. 

Im internationalen Geschäft ist Ströer unter anderem in Polen, der Türkei sowie einigen westeuropäischen Ländern tätig. Das Auslandsgeschäft entwickelte sich leicht rückläufig: 26,6 Millionen Euro setzte der Konzern hier um (ein Minus von 3,5 Prozent). „Ausschlaggebend dafür war in erster Linie die fortdauernde angespannte politische Lage in der Türkei, in deren Folge sowohl die türkische Lira als auch der türkische Werbemarkt erheblich unter Druck geraten sind.“ Doch auch der polnische Markt sei weiterhin „herausfordernd“.

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