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P7S1 legt im 1. Quartal zu: Starkes Digitalsegment mit Parship & Co. hilft schleppendem TV-Geschäft

ProSiebenSat.1-CEO Thomas Ebeling
ProSiebenSat.1-CEO Thomas Ebeling

ProSiebenSat.1 ist mit einem Umsatzwachstum von 13 Prozent auf 910 Mio. Euro ins Jahr 2017 gestartet. Gleichzeitig ist das operative Ergebnis um 10 Prozent auf 188 Mio. Euro gewachsen. Insbesondere das Digitalgeschäft und die Übernahme der Partnervermittlungen Parship und Elite-Partner haben dem Fernsehkonzern im ersten Quartal einen Umsatzschub gebracht. Insgesamt generiert das Unternehmen nun 50 Prozent seiner Umsätze außerhalb des TV-Werbegeschäfts.

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Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 liegt dank des gut laufenden Geschäfts im Internet auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Mit den hohen Wachstumsraten der diversen Internetangebote wie den Partnervermittlungs- Reise-, Wetter oder Vergleichsportalen (Parship, Weg.de, Wetter.com, Verivox) kann der Konzern das eher schleppend laufende TV-Geschäft mehr als ausgleichen.

In den ersten drei Monaten des Jahres zog der Umsatz um 13 Prozent auf 910 Millionen Euro an, wie das inzwischen seit etwas mehr als einem Jahr im Dax notierte Unternehmen am Donnerstag in München mitteilte. Das um Sondereffekte bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei im ersten Quartal um 10 Prozent auf 188 Millionen Euro gestiegen. Insgesamt generierte ProSiebenSat.1 zum Abschluss des Quartals bereits 50 Prozent der Umsätze außerhalb des TV-Werbegeschäfts (Vorjahr: 43 %) und habe etwa 70 Prozent seines mittelfristigen Umsatzwachstumsziels für das Jahresende 2018 erreicht.

Im Detail heißt das:

  • Im Segment Broadcasting German-speaking steigen die externen Umsätze um zwei Prozent auf 502 Mio. Euro (Vorjahr: 493 Mio. Euro). Verantwortlich für den Anstieg seien insgesamt die wachsenden Distributionserlöse. Die TV-Werbeeinnahmen haben sich stabil, aber schleppend entwickelt – das adjusted Ebitda verzeichnete einen Anstieg um vier Prozent auf 137 Mio. Euro (Vorjahr: 132 Mio. Euro).
  • Im Segment Digital Entertainment war erneut das Online-Video-Geschäft der wichtigste Umsatztreiber: Die externen Umsätze stiegen um zwei Prozent auf 97 Mio. Euro (Vorjahr: 95 Mio. Euro), das adjusted Ebitda sank auf minus zwei Millionen Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro). Insgesamt wuchs der Umsatz in diesem Segment um zwölf Prozent. Während sich die Umsätze in diesem strategisch relevanten Geschäftsfeld dynamisch entwickelten, gingen die Erlöse aus dem Adjacent-Bereich also zurück. Zudem habe die Entkonsolidierung des Games-Geschäftes zum Ende des zweiten Quartals 2016 Auswirkung auf das Wachstumstempo des Segments gehabt.
  • Das Segment Digital Ventures & Commerce treibt das Wachstum maßgeblich voran: Im ersten Quartal belaufen sich die externen Umsätze auf 229 Millionen Euro (Vorjahr: 150 Mio. Euro) – ein Plus von 53 Prozent. Hauptsächlich für den Wachstumsbeitrag verantwortlich ist die Übernahme des Online-Dating-Geschäfts Parship und ElitePartner gewesen. Das adjusted Ebitda legte insgesamt um 26 Prozent auf 47 Mio Euro zu (Vorjahr: 37 Mio Euro).
  • Das Segment Content Production & Global Sales wächst ebenfalls weiter: Die externen Umsätze kletterten um 24 Prozent auf 78 Millionen Euro (Vorjahr: 63 Mio. Euro). Das adjusted Ebitda schoss um 88 Prozent in die Höhe auf neun Millionen Euro (Vorjahr: fünf Mio. Euro). Sowohl das globale Vertriebsgeschäft als auch die Produktionsunternehmen in den USA hätten sich erfolgreich entwickelt.

Auf „einem guten Weg“, Umsatz- und Profitabilitätsziele für 2018 zu erreichen

Unternehmenschef Thomas Ebeling zeigt sich mit dem Start ins Jahr vor allem beim Blick auf das starke Wachstum im Internet zufrieden und bestätigte erwartungsgemäß die Finanzziele für das laufende und kommende Jahr – und das obwohl der Blick auf das Wachstum des TV-Werbemarkts etwas skeptischer ist als zuletzt.

„Wir sind gut in das Jahr 2017 gestartet. Wichtigster Wachstumstreiber ist das Commerce-Portfolio, es hat unsere Umsatzdynamik beschleunigt und die Ertragskraft der ganzen Gruppe nachhaltig gestärkt.“, so Ebeling. „Schon heute erwirtschaften wir einen signifikanten Anteil unserer Umsätze mit neuen und digitalen Geschäftsmodellen. Damit sind wir auf einem guten Weg, unsere Umsatz- und Profitabilitätsziele für 2018 zu erreichen.“

Die Übernahme der Partnervermittlungen Parship und Elite-Partner hat dem Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 im ersten Quartal einen Umsatzschub gebracht. Aber der Gewinn vor Zinsen und Steuern sank um 11 Prozent auf 109 Millionen Euro. Wichtigste Säule des Unternehmens war weiterhin das werbefinanzierte Fernsehen, mit einem Umsatzanstieg um zwei Prozent auf 502 Millionen und einem Anstieg des Betriebsergebnisses (Ebitda) um 4 Prozent auf 137 Millionen Euro.

Für das Jahr 2018 strebt die ProSiebenSat.1 Group einen Konzernumsatz von 4,5 Milliarden Euro an. 1,7 Milliarden Euro sollen dabei aus dem Digitalgeschäft kommen. Das adjusted Ebitda soll dann bei 1,5 Milliarden Euro liegen.

Mit Material der dpa

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