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Seid statt seit: SPD feiert in NRW-Wahlanzeige ihre Bildungserfolge und blamiert sich mit Grammatikfehler

Die SPD in NRW unter Hannelore Kraft (Foto) wirbt u.a. für „Mehr Bildung!“ – und leistet sich ausgerechnet bei diesem Thema einen Tippfehler. Ein gefundenes Fressen für die Junge Union.
Die SPD in NRW unter Hannelore Kraft (Foto) wirbt u.a. für "Mehr Bildung!" – und leistet sich ausgerechnet bei diesem Thema einen Tippfehler. Ein gefundenes Fressen für die Junge Union.

Am 14. Mai findet die Landtagswahl 2017 für Nordrhein-Westfalen statt. Die SPD warb jetzt in einer Zeitungsanzeige mit Ministerpräsidentin Hannelore Kraft für "Mehr Bildung!" – und leistete sich dabei peinlichen Grammatik-Fehler. Der Verantwortliche für den Fauxpas hat sich zu Wort gemeldet und einen Fehler "im Eifer des Gefechts" eingeräumt. Bei Twitter erntet er Spott, aber auch Verständnis.

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Erst die verlorene Landtagswahl im Saarland, nun in Schleswig-Holstein: Die CDU unter Spitzenkandidat Daniel Günther hat im Norden 32,0 Prozent der Wählerstimmen eingesammelt – die regierende SPD hat hingegen 3,2 Prozent verloren und ist auf 27,2 Prozent abgesackt. Am 14. Mai steht in Nordrhein-Westfalen der nächste Urnengang an. Auch symbolisch eine wichtige Wahl. Die NRW-Abstimmung gilt traditionell als „kleine Bundestagswahl“ und SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz selbst kommt aus Nordrhein-Westfalen. Er hat also ein Heimspiel.

Kein Wunder also, dass Schulz nun auf seine Parteifreundin Hannelore Kraft bauen dürfte. Die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen steht am 14. Mai zur Wiederwahl und rührt unter anderem mit dem Slogan „Kein Kind zurücklassen!“ die Wahlkampftrommel. Dabei geht es um „Mehr Geld!“ und „Mehr Bildung!“ für Kinder. Ausgerechnet bei diesem Thema hat sich die Partei nun einen peinlichen Tippfehler geleistet, wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) berichtet: In einer Wahlanzeige in einer Mülheimer Zeitung lautet der Anzeigentext „7.200 Lehrer mehr seid 2010!“ – richtig hätte es „seit“ heißen müssen.

Der Tippfehler ist sicherlich kein Weltuntergang, aber mindestens unangenehm – und natürlich ein gefundenes Fressen für die politischen Gegner: „Mehr als 45 Jahre Bildungspolitik von der @nrwspd und @HanneloreKraft in einem Bild!“, spottet die Junge Union NRW bei Twitter.

Dort hat auch der Verantwortliche für die unangenehme Panne reagiert. „Die Anzeige habe ich layoutet. Und einen Fehler gemacht“, räumt der Redakteur bei Twitter ein. „Kommt vor, im Eifer des Gefechts. Eure Reaktion sagt mehr über euch als die MP.“

Zwar gibt es von der SPD in NRW („Passiert.“, via Twitter) und auch vereinzelt Rückendeckung von Twitter-Nutzern, aber auch Spott in den Kommentarspalten. Dort reagiert der Verantwortliche aber souverän und räumt, „um fair zu bleiben“, ein:

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