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Neue Unit hy unterstützt Firmen bei digitaler Transformation: Axel Springer macht Silicon Valley-Lehrzeit zum Geschäftsmodell

Silicon Valley-Versteher Christoph Keese bietet mit hy Unternehmen Beratungsleistungen in Sachen digitaler Transformation
Silicon Valley-Versteher Christoph Keese bietet mit hy Unternehmen Beratungsleistungen in Sachen digitaler Transformation

Smarter Schachzug: Axel Springer bietet künftig eine spezielle digitale Dienstleistung an. Mit der Gründung der hy GmbH mit Sitz in Berlin sollen Kunden bei der digitalen Transformation unterstützt werden. Damit reagiere man auf die "steigende Nachfrage nach individuellen Konzepten auf disruptive Herausforderungen", heißt es. Der Verlag versilbert so seine eigenen Erfahrungen im digitalen Wandel.

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Axel Springer hält rund 60 Prozent der Gesellschaftsanteile. Knapp 40 Prozent gehören dem Management sowie den Gründern des Berliner Unternehmens hy! GmbH, an dem Axel Springer seit 2013 beteiligt war. Die hy! GmbH geht nun in der neuen Firma auf. Das Medienhaus hatte bereits vor fünf Jahren Top-Führungskräfte zu einem einjährigen Aufenthalt ins Silicon Valley beordert und pflegt seither einen engen Austausch mit Managern der dortigen Digitalkonzerne. Die eigenen Erfahrungen bei der seit mehr als einem Jahrzehnt vorangetriebene Umstrukturierung vom Verlag zum digitalen Player und Multichannel-Content-Provider werden dem Vernehmen als wertvoller Lernprozess in die Beratungsleistungen mit eingebracht.

Geschäftsführer des neuen Unternehmens sind Christoph Keese, 52, und Lars Zimmermann, 42. Keese war zuvor Executive Vice President der Axel Springer SE und ist u.a. Autor des Bestsellers „Silicon Valley: Was aus dem mächtigsten Tal der Welt auf uns zukommt“. Keese wird weiterhin medienpolitische Themen bei Axel Springer betreuen und einige Mandate beibehalten. Lars Zimmermann war zuletzt Geschäftsführer der hy! GmbH. Chief Operating Officer ist der Jurist Jan Wildhirth, 32, der 2016 von Freshfields Bruckhaus Deringer zu Axel Springer wechselte. Senior Vice President mit Verantwortung für den Bereich „Innovation Hub as a Service“ ist Sebastian Herzog, 34, der zuvor der Leitung des Lufthansa Innovation Hubs angehörte.

Aydo Schosswald, Hans Raffauf und Rupert Hoffschmidt, die Gründer der hy! GmbH, bleiben dem neuen Unternehmen beratend verbunden. Das Wirtschaftsprüfungsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG in Deutschland sowie die Personalberatung Egon Zehnder sind strategische Partner von Axel Springer hy.

Zu den Kunden von Axel Springer hy zählen bereits heute namhafte Unternehmen, teilt der Verlag in einer Pressemitteilung mit. Zielgruppe der Beratung sind vor allem Aufsichtsräte, Vorstände, Geschäftsführer und Manager der obersten Führungsebenen. Schwerpunkte sind die gemeinsame Entwicklung von Strategien und die Stärkung der eigenen Innovationskräfte. Das neue Angebot richtet sich sowohl an die Privatwirtschaft als auch an die öffentlicher Hand.

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Andreas Wiele, Vorstand Vermarktungs- und Rubrikenangebote bei Axel Springer: „Mit Axel Springer hy können wir anderen Unternehmen unsere Digitalisierungserfahrung nun systematisch anbieten.“ Für Christian Rast, Chief Solution Officer der KPMG in Deutschland entsteht mit hy „ein einzigartiges Netzwerk aus Vordenkern, Allianz-Partnern, IT-Technologie-Konzernen und Startups.“

Etwas inkonsequent ist indes noch die Schreibweise der neuen Company, deren Name eine trendige Fusion der Begrüßungsfloskel „Hi“ sowie der Kurzform von „Hype“ zu sein scheint: Im Logo wird weiter das Ausrufezeichen der Gründungsgesellschaft geführt, die GmbH jedoch verzichtet darauf und belässt es bei schlichten zwei Buchstaben. Bleibt abzuwarten, welcher Schriftzug sich am Ende durchsetzen wird.

 

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Alle Kommentare

  1. Ja, ja morgen kommt Tesla und löst wie Django alle Probleme – echt klasse!

    Oh Gott, wenn wir eines in Deutschland im Überfluss haben, dann sind das irgendwelche Beratungsunternehmen/Berater, am besten digital, 4.0, 2.0 oder sonstwas… Mir kommen viele dieser sogenannten Berater wie Verkäufer von Lotto- oder Roulette-Gewinnsystemen vor…

    Ja, die Welt ändert sich, die Industrie ändert sich, die Dienstleistungen ändern sich – das ist ein Binse. Immer wieder schön, wie man mit sogenannten die Welt-Erklären scheinbar viel Geld machen kann.

    Genauso so interessant sind die selbsternannten Propheten, weil das meiste was sie vorausgesagt haben, ist nie eingetreten. Aber macht nix, etliche Sekten leben seit zig Jahrzehnten sehr gut davon den Weltuntergang zu prophezeien.

    So, jetzt gehe ich zum Angeln und warte darauf wer heute flussabwärts an mir vorbei treibt. Nicht vergessen Donald Trump hat dann damit irgendwie zu tun, dem armen Kerl geht es wie dem berühmten Schmetterling in China, der einen Wirbelsturm in Europa auslösen kann. Na ja, irgendwer muss ja den Schwarzen Peter haben…

    1. Weil die Digitalisierung sowieso stattfindet sind das teilweise Mitnahme-Effekte. Ob es erfolgreich oder unerfolgreich ist, liegt ja auch an den Teilnehmern…
      Bald sind auch Lichtschalter oder Glühlampen digital. Alexa, Siri, Cortana, Google-Voice usw. sind alltäglich und könnten auch Firmen verbessern, Kosten senken, Klimatisierung kontrollieren, Lichtschalter aus wenn der letzte das Büro verlässt usw…

      „Ja, ja morgen kommt Tesla und löst wie Django alle Probleme – echt klasse!“
      Er verursacht Probleme weil – wie üblich – fast keiner vorbereitet ist. Viele wussten nicht, ob ihr Auto E10 verträgt. Usw… FC Wolfsburg eher unten in der Liga (Abstieg wohl nicht) vielleicht wegen Dieselgate. Die Autobranche ist eher nicht gesund. 2009(?) war die letzte Rezession und die Zinsen sind immer noch nahe Null. Eine baldige nächste Rezession ist nicht unwahrscheinlich. Keinen Politiker scheint es zu interessieren…

      Wenn der Tesla3 wirklich bezahlbar ist, sich teil-autonom nützlich macht und wirklich 500 km oder Meilen pro Aufladung fährt, werden viele wohl abwarten mit dem Auto-Neukauf. Es reicht ja schon wenn selbständig einparkt während man am Automaten den Parkschein zieht. Autos sind hier im Schnitt 8 Jahre also ca. 100 Monate. Also müssen 1% jeden Monat neu gekauft werden. Mit Leasing und Finanzierung (durch AutoBanken von Auto-Firmen) hält man die Stückzahlen hoch.
      Die Autobranche in Deutschland musste wegen US-Immobilienkrise in USA hier mit Abwrackprämie gerettet werden ! Die sind teilweise deutlich übervölkert (Stückzahl pro Mitarbeiter oder Mitarbeiter pro Stückzahl bei wikipedia:Toyota und wikipedia:Volkswagen vergleichen)

      Die merken vielleicht schon im November – und das vielleicht krass deutlich – das Neu-Käufer (später dann Tank-Kunden) weg bleiben und ihr altes Verbrenner-Auto lieber länger fahren und erst einmal abwarten was sich bei E-Cars und autonomen Autos so tun wird. Wie war das einen Tag nach dem Mauerfall mit dem Trabbi/Wartburg ? Gleiches für Leasing-Verträge wenn sie auslaufen und ein Handels-Vertreter und Boni-Manager nach dem anderen auf Teslas 2-Jahres-Leasing-Verträge wechselt. Es sei denn, Tesla3 wäre schlecht. Damit ist aber aktuell nicht zu rechnen. Auch Erdöl-Firmen und Erdöl-Staaten kriegen dann wohl Probleme und das sind wohl oft auch Sozial-Staaten (Norwegen? Mexiko? Saudi-Arabien? Kanada?) wo das Volk dringend auf die Petro-Dollars angewiesen ist.

      Sie haben aber Recht damit, das viele Analysten oder beispielsweise Apple-Dauer-Schlecht-Schreiber usw. oft genug – und oft immer schneller – jämmerlich widerlegt wurden. Auch viele Beratungs-Leistungen und Bitkom-Leistungen oder IT-Projekte allgemein sind womöglich überschaubar erfolgreich. Tesla und Apple liefern aber und haben halbwegs zufriedene Kunden. Bei anderen Firmen scheinen die Manager (noch?) mehr auf die Boni zu schauen und (noch?) weniger auf die Kunden oder Kleinaktionäre.
      Siehe Android und fehlende Updates perfekt funktionierender Hardware… Bei Tesla gibts Updates. Im TV sieht man immer wieder wie „Premium-Marken“-Auto-Firmen mit kleinen Kunden umgehen.

  2. Kurze Namen sind im Web schlecht zu finden. Interessant wäre also ein suchfähiger Lang-Name neben dem gängigen Kurz-Namen.

    „Zielgruppe der Beratung sind vor allem Aufsichtsräte, Vorstände, Geschäftsführer und Manager der obersten Führungsebenen.“
    Sind das die ab-50-jährigen welche sich die Emails von der Praktikantin ausdrucken lassen ?

    Die 40jährigen Nachwuchs-„Strombergs“-BWLer nämlich lesen Emails selber und pflegen ihre Linked-In und Xing-Profile auch selber… Und in der kommenden Rezession lernen das dann auch die 50jährigen und 60jährigen Ex-Boni-(Mis-)Manager und man kann vielleicht Millionen vom Hartz4-Amt mit Bildungs-Kursen zur Digitalisierung (kommender Dauer-)Arbeitsloser verdienen… Man sollte jetzt schon Rezessions-Startups gründen. Wenn Tesla3 rollt kommt die Kauf-Zurückhaltung und jeder wartet auf ein gutes autonomes E-Auto oder schliesst neue Leasing-Verträge nur noch bei Tesla ab.

    Nennt doch 10 erfolgreiche Bitkom-Projekte für Privat-Wirtschaft oder Öffentliche Hand…
    Vor Jahren noch wurde behauptet, Einzelgebäude ans Internet anzuschliessen würde hunderttausende kosten. Mit Microtrenching und Wifi bzw. 5G und dank hunderttausender Kilometer Dark-Fiber sind Brandenburger Bauernhöfe vielleicht besser mit arm-dicken Glasfasern anschliessbar als Gebäude in überteuerten Großstadt-Gebieten und Cashburner-Hippsta-Startups…

    Die Zeiten ändern sich schneller als man denkt. Und die 40jährigen machen es mit aktuellsten Techniken auch wenn das papierlose Büro erst jetzt aufkommt.
    US-Firmen wie Microsoft und Banken haben trotz Wirtschafts-Wachstums ZIG-tausende entlassen ! Das passiert bald auch hier.
    Wer aussteigt wo er hin will und danach seinen Tesla eigenständig die Zalando-Pakete zurück bringen oder zum Aufladen fahren lässt, dem kann die Park-Politik völlig egal sein und in Berlin spart er täglich 30-120 Minuten Parkplatz-Suche.
    So gesehen sind es leichtes Geschäft weil die nachwachsende Basis die Digitalisierung schon repräsentiert und täglich lebt. Fitness-Armbänder gibts für 20 Euro im Supermarkt… Rentner haben scharenweise Elektro-Fahrräder. Oprah und Rentner haben Kindle oder E-Abos weil man dort die Schrift größer drehen kann. Journalismus (hint-hint an Readly) am UHD1-4k-60″-TV mit 8 Megapixeln (FullHD hat nur 2 Megapixel) kann ganz anders sein als auf Papier oder Tablett oder Handy unterwegs.
    Und Videobrillen-Halter für Handies kosten 20 Euros und die Catia-Diagramme des neuen Autos oder Architektur-Software-Pläne für das neuen Rathaus+Marktplatz oder AirBnB hat man sowieso im Rechner und kann jeder sich per Videobrille nett in VR-echt ansehen…

    Von daher ist das Geschäftsmodell recht einfach – und sinnvoll.
    Die Erfolge der Bitkom beweisen dann ja, wie gut es funktionieren dürfte… Fahrkarten-Automaten oder Bank-Automaten und das beliebte Online-Banking (so beliebt das Zilliarden in Fintech-Startups fliessen die es angeblich anders machen wollen) oder auch Elster beweisen die hiesige Qualität der Digitalisierung und woanders ist oft ja genau so gut…
    Aber man kann beim Scheitern (und Untergang und Abverkaufs von Mittelständlern und ihrer guten Haustarif-Jobs+Sozialabgaben an Chinesen) ja Brexit oder der kommenden Rezession oder Klimawandel oder Trump oder einfach dem Kunden die Schuld fürs Scheitern geben… Bedauerliche Einzelfälle gibt es ja immer wieder…

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