Die größte Content-Marketing-Geschichte des Jahres heißt #Breaking2: Nike will die 2-Stunden-Schallmauer im Marathon brechen

News Nike hat sich mit professionellen Marathonläufern und Wissenschaftlern zusammengetan. Das Ziel: Erstmals soll die zweistündige Marathon-Barriere gebrochen werden. Es ist eine Content-Marketing-Kampagne über alle Kanäle und ein ambitioniertes Projekt, welches über Monate akribisch vorbereitet wurde. Insgeheim hoffen die Macher wohl in die Aufmerksamkeits-Sphären von Red Bull Stratos vorstoßen zu können.

von Linda Gondorf

Am Samstag könnte Nike ein Wunder schaffen. Und zwar nicht nur auf der Rennstrecke, um den 2-Stunden-Marathon-Rekord zu brechen, sondern auch um in neue Content-Marketing-Höhen aufzusteigen. Gegen 5:45 Uhr werden in Monza, Italien, die drei Läufer Eliud Kipchoge, Lelisa Desisa und Zersenay Tadese versuchen, die zweistündige Marathonbarriere zu brechen.

Ein neuer Rekord

Die Aufgabe: Nike hat drei der weltbesten Langstreckenläufer rekrutiert, um eine neue Zahl in die Geschichtsbücher eintragen zu können: Den aktuellen Weltrekord über die 42,195 Kilometer hält der Kenianer Dennis Kimetto mit 2:02:57. Nike hat dazu ein Team von Wissenschaftlern und Ärzten zusammengestellt, um die Athleten unter den besten Bedingungen und in einwandfreiem Gesundheitszustand laufen zu lassen. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen Monate für die Vorbereitungen gebraucht.

Die Laufstrecke des Weltrekordversuch, mit dem Namen #Breaking2, ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Doch jeder mit einem Internet-Zugang kann Teil des Events sein, indem er den Livestream von Nike aufruft. Vor Ort wird aber trotzdem einiges los sein. Denn Nike hat mehr als 60 internationale Medienvertretern, Influencer eingeladen und ein komplettes Runners Camp vor Ort aufgebaut.

Der Erfolg der Nike-Aktion wird sich auf jeden Fall mit Red Bull Stratos messen lassen müssen. Zusammen mit Felix Baumgartner organisierte das Brause-Unternehmen eine Fallschirmsprung aus der Stratosphäre. Dieser Weltrekord sorgte für einen globalen Hype, wie ihn zuvor noch nie eine einzelne Werbeaktion produzierte.

So berichteten etwa 200 Fernsehsender und Netzwerke live von dem Ereignis. Der YouTube-Stream stellte mit rund acht Millionen zeitgleichen Zuschauern einen Rekord. Die Kosten für das Projekt sollen bei unter 25 Millionen Euro gelegen haben. Der Werbewert wurde von österreichischen Werbefachleuten dagegen auf rund einer Milliarde Euro geschätzt.

Ein kleiner Wermutstrophen bleibt jedoch: Selbst wenn die Läufer die Schallmauer durchbrechen sollte, wird der Rekord offiziell nicht zählen. Denn er wird – streng nach Regelbuch – mit Hilfe von illegalen Hilfestellungen erzielt werden. So planen die Organisatoren wechselnde Tempomacher einzusetzen.

 

 

 

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