Constantin Medien vor Übernahme: Gelingt Highlight-Chef Burgener der Millionencoup?

Streiten um die richtige Strategie: Bernhard Burgener (li.) und Fred Kogel
Streiten um die richtige Strategie: Bernhard Burgener (li.) und Fred Kogel

Übernahmespekulationen treiben seit Tagen den Aktienkurs der Constantin Medien AG. Angeblich greift der neue FC-Basel-Präsident und Verwaltungschef der schweizerischen Highlight Communications, Bernhard Burgener, nach dem Münchener Sport- und Kinokonzern und bereitet ein Übernahmeangebot vor. Doch kommt der Deal überhaupt zustande? Denn mit steigendem Aktienkurs verteuert sich der millionenschwere Erwerb für den Angreifer.

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Erst die schweizerische Handelszeitung, dann das Manager Magazin – seit Tagen füllt ein Unternehmen die Wirtschaftsmedien: das Münchener Sport- und Kinounternehmen Constantin Medien AG. Angeblich will der neue FC-Basel-Präsident und Verwaltungsratschef der schweizerischen Highlight Communications, Bernhard Burgener, das bayerische Medienunternehmen schlucken. Burgener plant, die Kontrolle des börsennotierten Unternehmens im Zuge eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots zu erlangen. Die Highlight Communications ist eine Tochter der Constantin Medien.

Seit den Medienspekulationen kennt der Aktienkurs der Constantin Medien daher nur eine Richtung: steil bergauf. In den vergangenen Tagen ist die Notierung der Gesellschaft um 20 Prozent gestiegen. Auch heute legte der Börsenwert des Konzerns zu. Der Kurs erhöhte sich um mehr als zwei Prozent auf 2,20 Euro. Gelingt Burgener der Übernahmecoup, wäre er am Ziel. Denn der Baseler verfolgt eine andere Firmenstrategie als das Constantin-Management. Der Rechtsanwalt will das verschachtelte Firmenkonglomerat als Ganzes erhalten, zu der auch die Constantin Film AG gehört. Bekannt ist das Unternehmen durch Filme wie „Fack ju Göthe“. Doch der Constantin-Chef Fred Kogel und der Aufsichtsratschef Dieter Hahn, ehemals rechte Hand des verstorbenen Medienmoguls Leo Kirch, haben andere Pläne. Sie wollen sich von der Filmtochter trennen und streiten sich hierüber seit Jahren mit ihrem Kontrahenten Burgener – auf Hauptversammlungen und vor Gerichten.

Jetzt will Burgener, ehemals Chef von Constantin Medien, mit dem Übernahmeangebot endlich die Kontrolle über den Konzern erlangen. Laut Manager Magazin soll dies noch in der ersten Mai-Hälfte erfolgen und zu einem Preis von mindestens 2,60 Euro je Aktie. Das seien „mehr als 40 Prozent über dem derzeitigen Börsenkurs“, hieß es in dem Bericht, den die Zeitschrift vor einigen Tagen veröffentlichte. Doch kommt der Deal überhaupt zustande? Denn in Börsen- und Analystenkreisen mehren sich die Stimmen, dass sich der Übernahmecoup am Ende als Seifenblase entpuppen könnte. Durch die öffentlichen Spekulationen verteuert sich das Geschäft für Burgener und seine befreundeten Aktionäre. Weder Sprecher der Highlight Communications noch von Constantin Medien wollen sich zu den Marktspekulationen auf Anfrage von MEEDIA äußern.

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