Facebook-Quartalszahlen: Das Social Network vermeldet Gewinnsprung um 76 Prozent auf 3 Milliarden Dollar

Erweitert die Kapazitäten im Kampf gegen Hasskommentare im Social Web: Facebook-Boss Mark Zuckerberg
Erweitert die Kapazitäten im Kampf gegen Hasskommentare im Social Web: Facebook-Boss Mark Zuckerberg

Mark Zuckerberg liefert weiter: Bei Vorlage der jüngsten Geschäftsbilanz für das abgelaufene März-Quartal konnte Facebook erneut die Erwartungen der Wall Street übertreffen. Bei Umsätzen von nunmehr 8 Milliarden Dollar fuhr Facebook einen Gewinn von bereits 3 Milliarden Dollar ein. Mehr als 1,94 Milliarden Menschen nutzen das blaue Netzwerk inzwischen mindestens einmal im Monat. Die Wall Street reagiert nachbörslich dennoch mit leichten Abschlägen.

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Facebook feuert weiter aus allen Zylindern. Im abgelaufenen ersten Quartal legte das US-Unternehmen erneut eine Bilanz vor, die die Erwartungen der Wall Street deutlich pulverisierte.

Nach 5,38 Milliarden im Vorjahreszeitraum erlöste der nach Alphabet und Amazon drittwertvollste Internetkonzern der Welt zwischen Anfang Januar und Ende März nunmehr bereits 8,03 Milliarden Dollar – ein sattes Umatzplus von 49 Prozent. Analysten hatten lediglich mit Umsätzen von 7,83 Milliarden Dollar gerechnet.

Facebooks Gewinn legt um 77 Prozent zu

Die Gewinne explodierten regelrecht: Das weltgrößte soziale Netzwerk konnte seinen Nettogewinn nach GAAP-Bilanzierungsstandard um 77 Prozent steigern – von 1,74 Milliarden auf 3,06 Milliarden Dollar.

Der Gewinn je Aktie (GAAP) stieg von 0,60 Dollar auf 1,04 Dollar und übertraf die Erwartungen der Wall Street damit um Längen. Treiber der Geschäftsentwicklung war wieder einmal das mobile Anzeigengeschäft. Bereits 84 Prozent aller Erlöse wurden durch das Ausspielen von Anzeigen auf dem Smartphone oder Tablet erzielt.

Minus 2 Prozent: Wall Street honoriert starke Bilanz nicht

Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer stieg zudem gegenüber dem Vorjahresquartal um weitere 80 Millionen bzw. 17 Prozent auf nunmehr 1,94 Milliarden Mitglieder. 1,28 Milliarden Facebooker loggen sich inzwischen täglich in das Social Network ein (ebenfalls plus 17 Prozent).

Mark Zuckerberg konnte sich in der anschließenden Analystenkonferenz zudem eine Spitze gegen Intimfeind Snapchat nicht verkneifen.

Spitze gegen Snapchat

„Wir waren ein bisschen spät damit dran, die Kamera zum Zentrum des Teilens (von Inhalten) zu machen, aber ich glaube, jetzt liegen wir vorne“, erklärte der Facebook-Chef in Anspielung auf die massive Stories-Initiative in den vergangenen Monaten. Zahlen zur Geschäftsentwicklung der boomenden Foto-Tochter Instagram nannte Facebook indes nicht.

An der Wall Street wurde Facebook für die starke Bilanz indes wie Apple gestern nicht belohnt: Die Facebook-Aktie gab nachbörslich um rund 2 Prozent auf 149 Dollar nach. Allerdings ist das weltgrößte Social Network  auch furios ins neue Börsenjahr gestartet und lag bis Handelsschluss bereits um 32 Prozent seit Januar vorne.

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