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Ausblick auf Apples Quartalszahlen: Kann das iPhone weiter wachsen?

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Das Warten auf das neue iPhone ist endlich vorbei © Apple

Die Internet-Giganten haben vorgelegt: Alphabet, Amazon und Netflix konnten die Wall Street allesamt bei Vorlage ihrer jüngsten Geschäftsbilanzen für das erste Quartal überzeugen und zum Teil deutliche Kursgewinne verbuchen. Am Dienstagabend nach Handelsschuss folgt nun das Branchenschwergewicht mit der vermeintlich wichtigsten Bilanz der Quartalssaison: Wenn Apple-Chef Tim Cook das neuste Zahlenwerk aus Cupertino präsentiert, zählt wieder einmal nur das iPhone-Wachstum.

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Was für einen Unterschied ein paar Millionen verkaufte iPhones mehr oder weniger machen können. Apples Ende Januar vorgelegte Quartalsbilanz, die besser ausfiel als erwartet, startete eine der bemerkenswertesten Kursschübe des noch jungen Börsenjahres. Von 121 Dollar zog die Apple-Aktie in den kommenden drei Monaten auf knapp 147 Dollar ab – ein Plus von in der Spitze 21 Prozent, das den Börsenwert um 135 Milliarden Dollar hochschnellen ließ.

Entsprechend viel zu verteidigen hat der iKonzern vor Bekanntgabe des nächsten Zahlenwerks am Dienstag nach Handelsschluss. Dabei sind die Erwartungen an den wertvollsten Konzern der Welt nach den enttäuschenden Quartalen in Vorjahr keinesfalls turmhoch.

Wall Street erwartet Fortsetzung des moderaten iPhone-Wachstums

Wieder einmal hängt alles am Kultsmartphone, dessen Absätze nach drei Quartalen im Sinkflug zuletzt wieder anzogen. Um den Aufwärtstrend fortzusetzen, müsste Apple die Vorjahresvorgabe von 51,2 Millionen Einheiten überbieten. An der Wall Street herrscht nach der Rückkehr des Wachstums im Weihnachtsquartal vorsichtiger Optimismus: Mit genau einer Million mehr verkauften iPhones (plus 2 Prozent) lagen die letzten Durchschnittsschätzungen der befragten Analysten (52,2 Millionen Einheiten) zwischen Anfang Januar und Ende März.

Die weiteren Konzernsparten dürften einmal mehr nur einen Nebenschauplatz bieten: Die seit Jahren rückläufige iPad-Unit dürfte um weitere 11 Prozent auf  9,1 Millionen Einheiten nachgeben, schätzt der unabhängige Apple-Analyst Neil Cybart (Above Avalon), während der Mac-Sparte mit 4,3 Millionen verkauften Macintosh-Computern und MacBooks wieder anziehende Absätze prognostiziert werden.

Die Hoffnung ruht auf der Service-Sparte – und der Apple Watch
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Bleibt der einzige Hoffnungsträger, der bereits zur zweitgrößten Konzernsparte geworden ist: Die iTunes-Unit dürfte dank steigender Abonnements von Apple Music und iCloud auf Erlöse von immerhin schon 7,2 Milliarden Dollar zulegen, was einem Plus von 20 Prozent entsprechen würde.

Ob die viel gescholtene Apple Watch, die im Weihnachtsquartal einen Absatzrekord aufgestellt hatte, das Wachstum auf ermäßigtem Niveau fortsetzen kann, gilt unter Analysten als umstritten. Die von Philip Elmer-DeWitt (Apple 3.0) zusammengestellten Konsensschätzungen sagen einen leichten Absatzrückgang von 200.000 Einheiten auf 2,6 Millionen verkaufte Apple Watches voraus.

Gewinnwachstum sowohl im März- als auch Juni-Quartal erwartet

Unter dem Strich rechnet die Wall Street bei Umsätzen von 53,65 Milliarden Dollar mit einem Gewinn von 2,02 Dollar pro Anteilsschein, der einem Nettogewinn von rund 11 Milliarden Dollar entsprechen dürfte. Im Vorjahreszeitraum hatte Apple bei Umsätzen von 50,5 Milliarden Dollar einen Nettogewinn von 10,5 Milliarden Dollar bzw. 1,90 Dollar je Aktie erzielt.

Beim Ausblick auf das laufende Quartal rechnen Analysten wieder mit prozentual zweistellig anziehenden Gewinnen – nämlich einem Plus von 14 Prozent auf einen Gewinn je Aktie von 1,62 Dollar je Anteilsschein nach 1,42 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum.

Auch eine Überprüfung der Kapitalrückführungsmaßnahmen, durch die im vergangenen Fiskaljahr rund 50 Milliarden Dollar an Aktionäre in Form von Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufen zurückflossen, wird erwartet. Apple legt seine Geschäftsbilanz für das zweite Quartal des Fiskaljahres 2016/17 am Dienstag um 22.30 Uhr deutscher Zeit vor.

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