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9,59 Mio. sehen Klitschkos Niederlage bei RTL, Das Erste punktet mit erstem „Allmen“-Film

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Anthony Joshua (l.) und Wladimir Klitschko

Vielleicht war es das Ende einer Ära - nicht nur für Wladimir Klitschko, sondern auch für RTL, das sich mit einem Karriereende von Klitschko auch vom Boxen zurück ziehen könnte. Die Niederlage Klitschkos gegen Anthony Joshua sahen noch einmal 9,59 Mio. Fans ab 23 Uhr - ein gigantischer Marktanteil von 40,6%. Um 20.15 Uhr lag Das Erste vorn: mit "Allmen und das Geheimnis der Libellen" und 4,61 Mio. Sehern.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Samstag wissen müssen:

1. Klitschko erreicht in der Spitze bis zu 10,27 Mio. Fans – zum letzten Mal?

9,59 Mio. sahen also im Durchschnitt den womöglich letzten Kampf von Wladimir Klitschko, der Marktanteil lag damit bei grandiosen 40,6%. Gegen Ende des Kampfes knackte er auch die 10-Mio.-Marke – mit bis zu 10,27 Mio. Sehern. Zwar kam er bei weitem nicht an die Rekordzahlen heran, die er im Kampf gegen David Haye 2011 aufstellte – damals sahen 15,56 Mio. bei RTL zu – doch für den Kölner TV-Sender ist die Quote natürlich trotzdem ein riesiger Erfolg. Sollte Klitschko seine Karriere beende, könnte das auch das Ende der Box-Ära bei RTL sein. Der einzige, der in den jüngsten Jahren außer Klitschko noch bei RTL boxte, war Marco Huck. Der verlor Anfang April seinen WM-Titel und ist auch schon 32 Jahre alt. Klitschko gewann am Samstag nicht nur im Gesamtpublikum, sondern auch bei den 14- bis 49-Jährigen: dort mit 3,74 Mio. Zuschauern und sogar 43,6%.

2. Auftakt der „Allmen“-Filme besiegt um 20.15 Uhr den „Quiz-Champion“

RTL gewann mit dem Boxen zwar den Tag, doch um 20.15 Uhr kämpften Das Erste und das ZDF um die Marktführerschaft. Am Ende setzte sich der ARD-Film „Allmen und das Geheimnis der Libellen“ durch – mit 4,61 Mio. Zuschauern und starken 16,0%. Direkt dahinter folgt „Der Quiz-Champion“ des ZDF – mit 4,57 Mio. Sehern. Der Marktanteil lag wegen der deutlich längeren Sendezeit sogar leicht über dem der ARD-Komödie – bei 16,2%. RTL konnte da nicht mithalten: „Deutschland sucht den Superstar“ landete erneut unter der 3-Mio.-Marke: bei 2,95 Mio. Zuschauern und 10,3%.

3. „DSDS“ gewinnt glanzlos die Prime Time im jungen Publikum

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Bei den 14- bis 49-Jährigen hatte um 20.15 Uhr nicht Das Erste die Nase vorn, sondern RTL. Mit 1,26 Mio. jungen Zuschauern und 14,5% gewann „Deutschland sucht den Superstar“ die Marktführerschaft – erneut aber mit Zahlen, die weit von alten Glanzzeiten entfernt sind. Im Vergleich zur Vorwoche ging es sogar wieder um einen Marktanteilspunkt nach unten. Platz 2 der 20.15-Uhr-Wertung geht hier an den „Quiz-Champion“ des ZDF: Mit 990.000 14- bis 49-Jährigen und tollen 11,0% besiegte die Kerner-Show „Die Tribute von Panem“ von Sat.1 (820.000 / 9,2%) und „Die Simpsons – Der Film“ von ProSieben (660.000 / 7,6%) deutlich. Auch „Allmen und das Geheimnis der Libellen“ landete mit 760.000 und 8,7% noch vor ProSieben.

4. Starke Zahlen für „Das perfekte Verbrechen“ auf Vox, „Prison Break“ legt etwas zu

Zu den Gewinnern des Abends zählt auch Vox: Dort sahen 800.000 14- bis 49-Jährige den Film „Das perfekte Verbrechen“ – ein stolzer Marktanteil von 9,0%. Vox landete damit in der jungen Zielgruppe vor dem Ersten und ProSieben, musste sich nur RTL, dem ZDF und knapp Sat.1 geschlagen geben. Besser als zuletzt lief es für „Prion Break“ bei RTL II: 420.000 14- bis 49-Jährige entsprachen immerhin halbwegs soliden 5,2%. Zuletzt gab es nur 4,6% und 4,4% für die Serie. „The Last Ship“ versagte im Anschluss hingegen erneut: mit katastrophalen 2,5% und 3,2%. Bei kabel eins erzielten die drei „Hawaii Five-O“-Episoden ab 20.15 Uhr blasse 4,1% bis 4,9%.

5. Sky überzeugt zweifach mit der Bundesliga, der mdr mit den „besten Hits aller Zeiten“

Der viertletzte Bundesliga-Spieltag der Saison 2016/17 bescherte Sky wieder starke Zuschauerzahlen: Um 15.30 Uhr sahen 1,23 Mio. Fans (9,9%) die Übertragungen – mehr als an den beiden vorigen Samstagen. Den hohen Sieg des FC Bayern beim VfL Wolfsburg verfolgten um 18,30 Uhr noch 890.000 Menschen (4,1%). Bei den 14- bis 49-Jährigen gab es am Nachmittag 570.000 Zuschauer und 14,1%, am Vorabend 440.000 und 7,3%. In der Prime Time überzeugte im jungen Publikum Super RTL: Immerhin 280.000 14- bis 49-Jährige entschieden sich um 20.15 Uhr für „Garfield – Tierische Helden“ – gute 3,3%. Im Gesamtpublikum holte sich das mdr Fernsehen um 20.15 Uhr ein Millionenpublikum: 1,31 Mio. (4,5%) sahen „Die besten Hits aller Zeiten“. 1,13 Mio. interessierten sich hingegen für den Film „Liebe vergisst man nicht“ im BR Fernsehen – 3,9%.

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Alle Kommentare

  1. Allmen war furchtbar. Das soll ein Entrepreneur sein.. ein Heino-Ferch-Auftritt mit Haartolle, Null Charme und ohne irgendeine Gesichtsregung während der gesamten Sendung. Die Meinungen haben sich schon nachts geteilt in „grandioses Kultur-Ding“ und „grandioser Schrott“. Heino Ferch auf allen Kanälen hier sogar erneut ein „Zwei-Mann-Film mit Statisten-Frauen“, zu denen Anna Haemig/Spiegel schreibt: „Mindestens genauso oldschool sind allerdings mal wieder die Frauenfiguren…(das)passiert derart häufig in Fernsehfilmen, dass man nicht umhinkommt, es immer und immer wieder zu benennen: So stehen und liegen die edelblasse Nora von Waldstätten und Andrea Osvàrt als Objekte der Begierde im Bühnenbild rum und hauchen mit sonorer Stimme ein paar Sätze“ (Anmerkung: Ist doch fein… gleich am Montag wieder mit eiskalter Mimik in „Die Toten vom Bodensee“..Fest-Tage für immer dieselben Schauspieler und unsägliche Frauentypen. Ganz egal was die für Quoten machen damit, es ist eine Unverschämtheit. Übrigens unterstützen sich ARD und ZDF wunderbar durch so manche Programmierung, damit sie für ihre zu 90 % Männer-Krimis mit Frauen-Beimengung eine Rechtfertigung haben. Wenn gegen die Bodensee-Toten eine Wiederholung von „Krause“ mit 8,0 MA läuft und viele auf die Dritten ausweichen (13,4 % MA), bleibt dem Rest der erreichbaren Millionen halt nur der Krimi. War ja auch nicht schlecht! Aber: Hätte die ARD normale Quoten, könnte das ZDF heute nicht „ausflippen“). Irgendwie vergesst Ihr das immer zu erwähnen. Eine gute Analyse, die das mit erwähnt, hätten die Gebührenzahler schon verdient. Meint Ihr nicht? Sieht jedes Mal nach Hofberichterstattung aus – nicht nur bei Euch.

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