Anzeige

„Grüne Wochen“: Gruner + Jahr schickt Chefredakteure auf zweiwöchige Erkundungs-Sause

G+J-Produktchef Stephan Schäfer
G+J-Produktchef Stephan Schäfer

Eigentlich ist die Grüne Woche eine Ernährungs- und Landwirtschaftsmesse in Berlin. Bei Gruner + Jahr bekommt der Begriff Mitte Mai eine neue Bedeutung. Der Verlag schickt seine 20 Chefredakteurinnen und Chefredakteure vom 8. bis 19. Mai auf Klassenfahrt, bzw: Recherchereisen. Das hat G+J-Produktvorstand Stephan Schäfer Horizont erzählt. Während die Chefs herumreisen, sollen die Redaktionen daheim "neue Formen der Zusammenarbeit" ausprobieren.

Anzeige

Bei dem Projekt gehe es darum, „Routinen zu brechen und ungewohnte Pfade zu gehen“, so Schäfer in der Horizont-Printausgabe. In Arbeitsgruppen sollen die G+J-Chefredakteure Themen wie Künstliche Intelligenz, Startups, Kundenbindung oder Recruiting beackern. Neue Produkte müssten dabei am Ende nicht unbedingt herausspringen, es gehe in erster Linie darum, den eigenen Horizont zu erweitern. Der Name „Grüne Wochen“ soll eine Anspielung auf die Unternehmensfarbe und den früheren Ideenwettbewerb „Grüne Wiese“ sein. Die Daheimgebliebenen können die „Grünen Wochen“ auch nutzen, um bei anderen Unternehmen zu hospitieren.

Als Vorbild dient eine Aktion des G+J-Wirtschaftsmagazins Capital, wo sich Chefredakteur Horst von Buttlar im Sommer 2016 vier Wochen lang aus dem Redaktionsbetrieb ausgeklinkt hatte, ohne dass das Blatt Schaden nahm. Inspirieren ließ man sich vermutlich auch von dem Silicon Valley-Trip von Führungskräften Axel Springers. Nach Übersee wird es in den „Grünen Wochen“ bei G+J aber wohl nicht gehen. Wenn es mit den Redaktionen gut läuft in den „Grünen Wochen“, könnte das Konzept auch auf andere Verlagsabteilungen ausgedehnt werden, so Schäfer.

Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige