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„Frauke Petrys Twitter-Account hat ein Gesicht bekommen“: Philipp Walulis seziert die Polit-Kommentare von TV-Moderator Claus Strunz

„Mit seinen plumpen Argumentationen schadet Strunz den Diskussionen, die wir eigentlich führen sollten.“, urteilt Philipp Walulis (r.)
"Mit seinen plumpen Argumentationen schadet Strunz den Diskussionen, die wir eigentlich führen sollten.", urteilt Philipp Walulis (r.)

Er sei ein "Brandbeschleuniger" und "Chef-Apokalyptiker": In seinem Funk-Format "Walulis" auf YouTube kritisiert der Satiriker Philipp Walulis den ehemaligen BamS- und Hamburger Abendblatt-Chefredakteur Claus Strunz, der im "Sat.1 Frühstücksfernsehen" häufiger politische Reizthemen kommentiert. "Mit seinen plumpen Argumentationen schadet Strunz den Diskussionen, die wir eigentlich führen sollten", urteilt Walulis.

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„Frauke Petry Twitter-Account hat ein Gesicht bekommen und spricht im Frühstücksfernsehen“, sagt Philipp Walulis zu Beginn des YouTube-Videos (s. unten). Für seine spitzen Formulierungen ist der Satiriker allgemein bekannt – für seine Fernseh-Satire „Walulis sieht fern“ bei Tele 5 (und später EinsPlus) wurde er 2012 mit dem renommierten Grimme Preis ausgezeichnet. Seit 2017 ist der Radio- und TV-Moderator auch für Funk, das Jugendangebot von ARD und ZDF, tätig. In „Walulis“ nimmt er oftmals Fernsehsendungen und YouTuber satirisch aufs Korn. Nun hat es den ehemaligen BamS- und Hamburger Abendblatt-Chefredakteur Claus Strunz erwischt.

Aufhänger: Strunz’ Kommentare zu politischen Reizthemen im „Sat.1 Frühstücksfernsehen“, die oftmals plump und populistisch anmuten würden. Bereits bei „Maischberger“ sorgte der „Akte“-Moderator mit seinem Kommentar, „Populismus ist das Viagra einer erschlafften Demokratie“, für Aufsehen. Dieser Denke bleibt er treu, meint nun Walulis: „Kinderschänder, Flüchtlinge, Parallelkultur – das sind alles diskussionswürdige Themen, die er anschneidet. Aber wenn die so aggressiv und verkürzt vorgebracht werden ist die Diskussion von vornherein vergiftet.“, so sein Urteil.

In dem YouTube-Video analysiert Walulis die Polit-Kommentare und stellt die Frage: „Wie funktioniert ein klassischer Strunz-Viagra-Kommentar?“ In fünf Schritten seziert er dabei die Herangehensweise von Strunz. Demnach würde der Sat.1-Moderator etwa „weg von Fakten, hin zu den Emotionen“ kommentieren, dann „ordentlich Brandbeschleuniger dazu geben“ und „sich als alleinigen Kämpfer gegen das System und als Augenöffner für die Massen inszenieren“. Ausschnitte aus dem „Sat.1 Frühstücksfernsehen“, aber auch Talk-Show-Auftritte, sollen seine fünf Thesen stützen.

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Walulis abschließendes Urteil: „Mit genau solchen Fehlern und seinen plumpen Argumentationen schadet Strunz den Diskussionen, die wir eigentlich führen sollten.“ Denn Populismus sei nicht das Viagra der Demokratie. „Populismus ist eher der Betablocker der politischen Diskussion“.

Das YouTube-Video, das am vergangenen Montag hochgeladen wurde, hat (bis dato) rund 36.500 Aufrufe erzielt. Die Resonanz: überwiegend positiv.

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