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Top-Entscheider und Vordenker erwünscht: Axel Springer baut für die WeltN24-Gruppe einen exklusiven Welt Club auf

Kristina Faßler, Leiterin Marketing & Commercial Sales WeltN24, Welt-Chefredakteur Ulf Poschardt
Kristina Faßler, Leiterin Marketing & Commercial Sales WeltN24, Welt-Chefredakteur Ulf Poschardt

Diskussionsrunden mit Top-Größen aus Wirtschaft und Politik, exklusive Reisen und Besuche von kulturellen Events, Ausstellungen sowie Kunstmessen - die Düsseldorfer Wirtschaftszeitung Handelsblatt hat Anfang vergangenen Jahres den Wirtschaftsclub gegründet, um mit "Live-Journalismus" die Leser-Blatt-Bindung zu erhöhen. Jetzt plant auch die zu Axel Springer gehörende WeltN24-Gruppe ein Club-Konzept - allerdings mit anderer Ausrichtung. Sie baut einen Club auf, für den man sich bewerben muss und der sich vor allem an Top-Entscheider, Firmengründer und Vordenker richten soll.

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Es war ein branchenweit beachteter Schachzug: Die Verlagsgruppe Handelsblatt um Herausgeber Gabor Steingart gründete Anfang vergangenen Jahres den Wirtschaftsclub. Abonnenten sowie Inhaber des Digital-Passes der Düsseldorfer Wirtschaftszeitung können so eine Reihe von Vorteilen nutzen – von Diskussionsrunden mit Top-Größen aus Wirtschaft und Politik bis zu Besuchen von hochkarätigen Kunstevents. Zum Start bezeichnete Steingart den Wirtschaftsclub als eine zukunftsweisende Form der Leser-Blatt-Bindung: „Eine moderne Wirtschaftszeitung verbindet nicht nur Texte mit Bildern, sondern Menschen mit Menschen.“

Der Berliner Medienkonzern Axel Springer gründet für seine WeltN24-Gruppe nun auch einen eigenen Welt Club, der sich aber exklusiv an Größen aus der Wirtschaft und Politik richten soll. „Der gerade im Aufbau befindliche Welt Club richtet sich an Top-Entscheider, Gründer, Vordenker – an Menschen, die unsere Gesellschaft prägen. Um einen entsprechenden Austausch und die dazugehörige Qualität der Veranstaltungen (Akademie, Kunst, Golfen…) zu gewährleisten, wird die Zahl der Mitglieder begrenzt sein“, erklärt eine Sprecherin von Springer auf Anfrage von MEEDIA. Einen Zeitpunkt, wann der Club konkret starten soll, nannte die Sprecherin nicht. „Welt hat mit dem Welt-Wirtschaftsgipfel, dem Welt-Literaturpreis oder auch den Empfängen zu Kunstausgaben oder Guest Editions eine gute Tradition, Menschen zusammenzubringen und den Austausch zu fördern. Das setzen wir jetzt mit dem Welt Club über das gesamte Jahr fort“, ergänzt die Konzernsprecherin.

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Um den Welt Club auf rechtlich eigenständige Beine zu stellen, will das Berliner Medienhaus die WeltN24 Club GmbH gründen. Geschäftsführerin ist hier laut einem Webeintrag Kristina Faßler. Sie hatte im November 2015 die Marketing-Leitung von WeltN24 übernommen. Der Welt Club soll verschiedene Kategorien der Mitgliedschaft bieten, für Einzelpersonen ebenso wie für Unternehmen. Über die Aufnahme in den Club entscheidet ein fünfköpfiges Gremium. Dazu gehören unter anderem WeltN24-Chefredakteur Ulf Poschardt, die beiden Welt Club-Geschäftsführer Faßler sowie Robert Troll, ein erfahrener Manager aus dem Event-Management, die Verlagsgeschäftsführerin Stephanie Caspar und ein Externer, der aber noch noch feststeht. Geplant ist, dass die Mitglieder – entweder Einzelpersonen oder Unternehmen – für die Mitgliedschaft zahlen. Zur Höhe der Mitgliederbeiträge machte eine Springer-Sprecherin keine Angaben. Der Berliner Medienkonzern hofft durch den Welt Club auf zusätzliche Erlöse, die der WeltN24 GmbH zugute kommen sollen.

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Alle Kommentare

  1. Eine Frage ist auch eher, ob es um Einflussnahme oder Profit-Mehrung geht. Andererseits kann man mit Exklusivität die Nachfrage verstärken.

    wikipedia: Atlantik-Brücke
    liefert mehrere Artikel. Am besten immer auch in den gängigen Sprachen lesen und nicht nur auf deutsch.
    Erinnert es nicht an Atlantik-Brücke Young-Leaders ?
    Oder sind es neue Bilderberger ?

    Man sollte die alle mal öffentlich hinterlegt befragen ob sie für die nächste Rezession gespart haben und dann die Konkurrenz aus der Portokasse kaufen können. Oder ob Tesla3 ab September die deutschen Autofirmen auf Grund setzen und weltweite Massenarbeitslosigkeit verursachen wird. Weltwirtschaftskrise2.0 (nach 1929) im Rahmen der 80-jährigen Super-Zyklen… Die wahre Disruption sind die Selbst-Fahr-Funktionen wenn auch Strom statt Benzin natürlich auch ein nützliches – aber wohl nicht das primäre – Feature ist.

    Ein gutes Wikinews würde Politiker-Aussagen und Manager-Aussagen systematisch sammeln und sie von den Wahlen, Aufsichtsräten usw. abhalten sobald sie scheitern oder unrecht hatten.

    Alle Politiker welche damals vor dem Mindestlohn warnten, sollten vielleicht durch Presse-Kontroll-Funktion nie mehr gewählt werden brauchen und keine Anleger- oder Staats-Gelder mehr verwalten…
    Man sollte also deren Wirtschafts-Performance oder Verschuldung immer zusammenrechnen. Schade das Jimmy Wales solche (kostenlosen) Projekte nicht durch Beschützung ermöglicht.

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