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Chefredakteur Jodl kehrt Kino.de den Rücken: Ströer sucht Nachfolger für Spielfilm-Portal

Kino.de
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Kino.de ist einer der reichweitenstärksten Portale, das unter anderem über die neuesten Blockbuster aus der US-Filmfabrik Hollywood berichtet. Chefredakteur war bislang Alexander Jodl. Er hat das Portal aber vor Kurzem verlassen. Jetzt sucht Eigentümer und Außenwerber Ströer Media nach einem Nachfolger für den Web-Dienst. Unterdessen setzt Ströer seinen Expansionskurs fort. Die Kölner haben ein Auge auf die UAM Group geworfen, Hersteller der beliebten Postkarten der Marke Edgar. Doch die Übernahme ist noch nicht in trockenen Tüchern.

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Es war für den Verleger Timo Busch ein wichtiger Deal. Mitte 2014 kaufte der Geschäftsmann vom Hamburger Zeitschriftenhaus Gruner + Jahr die in München ansässige Verlagstochter G+J Entertainment Media. Zu dem Unternehmen gehören unter anderem Fachmedien wie Blickpunkt Film und Musikwoche, aber auch das reichweitenstarke Webportal Kino.de. Dies jedoch veräußerte Busch inzwischen an den Kölner Außenwerber Ströer.

Chefredakteur des Internetdienstes, das unter anderem über die neuesten Hollywook-Kracher berichtet, war zuletzt Alexander Jodl. Doch der Journalist hat den Dienst nach Informationen von MEEDIA inzwischen verlassen. Über die Gründe, warum der Medienmacher nicht mehr an Bord ist, ist nichts bekannt. Ein Firmensprecher von Ströer bestätigt gegenüber MEEDIA lediglich, dass Jodl nicht mehr für das Unternehmen tätig ist und man für Kino.de einen Nachfolger suche.

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Unterdessen setzt Ströer Media seinen Expansionskurs fort. So hat das Unternehmen offenbar ein Auge auf das Marketingunternehmen UAM Group geworfen. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Bekannt ist die UAM Group für ihre Gratispostkarten mit Blödelsprüchen, die unter der Marke Edgar bekannt sind. Doch der Deal ist noch nicht in trockenen Tüchern. So haben die Kölner nach MEEDIA-Informationen noch keinen Übernahmevertrag unterzeichnet. Ein Sprecher von Ströer bestätigt auf MEEDIA-Anfrage lediglich, dass die Kölner beim Bundeskartellamt eine Voranfrage gestellt haben, ob ein Erwerb der UAM Group kartellrechtlich unbedenklich sei.

Damit würde Ströer-Chef Udo Müller sein Firmenreich durch eine weitere Akquisition ausbauen. Einer der größten Zukäufe in der Geschichte der Firmengruppe fand Mitte 2015 statt. Damals erwarb der Außenwerber von der Telekom den Online-Dienst T-Online sowie den Digitalvermarkter Interactive Media für rund 300 Millionen Euro. Ströer hatte im vergangenen Jahr Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert und will auch 2017 weiter wachsen. Im vergangenen Jahr war das Unternehmen zudem Opfer eines Leerverkäufers geworden. Der US-Hedgefonds Muddy Waters hatte die Bilanzierung der börsennotierten Gesellschaft infrage gestellt und damit den Aktienkurs von Ströer auf Talfahrt geschickt.

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