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Frauke Petry erklärt Verzicht auf AfD-Spitzenkandidatur – und erntet Häme aus dem Netz

Noch AfD-Vorsitzende, aber keine Spitzenkandidatin mehr:  Frauke Petry
Noch AfD-Vorsitzende, aber keine Spitzenkandidatin mehr: Frauke Petry

Ist es der Anfang vom Ende der politischen Karriere von Frauke Petry bei der AfD? Das prominenteste Gesicht der Rechtspopulisten hat heute überraschend den Verzicht auf eine Spitzenkandidatur bei der kommenden Bundestagswahl erklärt. In den Bundestag könnte Petry zwar noch einziehen, doch ihr Rückzug wird im Social Web als symbolisch gewertet – kübelweise werden auf Twitter Häme und Spott über die kontroverse AfD-Politikerin ausgeschüttet.

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In ihrer vierjährigen Karriere bei der AfD hat Frauke Petry so viel mediale Aufmerksamkeit auf sich gezogen wie kein anderes Parteimitglied – sogar das renommierte US-Magazin The New Yorker beschäftigte sich in einer 6600 (!) Wörter langen Reportage mit dem „New Star of Germany’s Right„.

Petry hat am maximalen Medienecho ihren Anteil: Die 41-Jährige ging dahin, wo es wehtut – selbst vor Interviews, bei denen es nichts, aber auch gar nichts zu gewinnen gibt wie in der BBC mit Reporterveteran Tim Sebastian, schreckte Petry nicht zurück. Schlechte Presse war ihr egal, solange sie der Berichterstattung half, die Petry mit kontroversen Social Media-Posts immer wieder befeuerte.

Dass die dauernden Anfeindungen in der Öffentlichkeit, aber auch in der Partei Spuren hinterlassen, war zuletzt beim tränenreichen Ausbruch auf dem AfD-Landesparteitag in Weinböhla zu sehen, aber auch im langen Spiegel-Porträt, bitterböse mit „Der ewige Flüchtling“ betitelt, vor einigen Wochen herauszulesen.

Warum tut sich eine hochschwangere Frau, die bereits vier Kinder hat, den totalen Zersetzungskampf mit dem politischen Gegner und sogar vermeintlichen Parteifreunden an, schien der unausgesprochene Subtext der letzten Monate zu lauten. Vermutlich hat sich die gelernte Chemikerin diese Frage irgendwann auch gestellt und wenige Monate vor der Geburt des fünften Kindes entschieden, dass sich der Kampf um eine Spitzenkandidatur in der hoffnungslos zerstrittenen AfD doch nicht lohnt.

Passenderweise teilte Petry ihren Rückzug von der Spitzenkandidatur wenige Tage vor dem Kölner Parteitag in einem zwölfminütigen (!)  Video auf Facebook mit, in dem sie sich auffällig kritisch zur jüngsten innerparteilichen Entwicklung äußert: „Um allen Spekulationen diesbezüglich ein Ende zu bereiten, nutze ich die Gelegenheit, um zu erklären, dass ich weder für eine alleinige Spitzenkandidatur noch für eine Beteiligung in einem Spitzenteam zur Verfügung stehe“, machte Petry klar.

Nach den Kontroversen und Provokationen, die Petry in den letzten Jahren losgelassen hatte – vom Schießbefehl bis zum „schlanken Bürgerfunk“ – war der 41-Jährigen Hohn, Spott und Häme zumindest der geschätzt 90 Prozent der wählenden Bevölkerung, die Umfragen zufolge nicht für die Rechtspopulisten stimmen wollen, auf Twitter, Facebook & Co gewiss:

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