buzzer-das-letzte-aus-dem-netz
Anzeige

Titelidee abgekupfert? Was tatsächlich hinter den gleichen Cover-Ideen von B.Z. und tz steckt

BZ-tz-Cover-1.jpg

Seit vielen Jahren hat sich die B.Z. in der Branche einen Ruf erarbeitet, immer wieder mit besonders einfallsreiche Titelseiten zu überraschen. Ein solcher Fall war beispielsweise das Cover zu den Wohnungspreisen in Berlin. Es erschien am 29. März. Am heutigen Donnerstag kommt die Münchner tz mit fast derselben Titelseite – nur eben für München. Wurde hier dreist abgekupfert? Von wegen!

Anzeige
Anzeige

Bei der kreativen Vorlag des Boulevard-Blattes aus der Hauptstadt heißt es: „Diese B.Z.-Titelseiten hat 0,086 qm. Für Wohneigentum dieser Größe zahlt man in Berlin schon bis zu 2745 Euro.“

Bebildert war die Story mit einem Millimeterpapier und einer Grenzstrichelung. Genau diese findet sich nun auch auf der heutigen Titelseite der tz aus München. Dazu heißt es nun: „Dieses Stück München kostet 1072,50 Euro.“

Anzeige

Auf den ersten Blick scheint der Fall klar: Die Münchner haben bei den Berlinern abgekupfert! Aber, was sagen die Beteiligten? Die bestätigen freimütig und verweisen auf das Editorial der Bayern. Darin berichtet immer „Tezetchen“, die „fleißige Redaktionsbiene“ über „die Arbeit der Zeitungsmacher“. Diesmal heißt es da:

Wie oft haben wir unseren Tezetchen schon erklärt, dass seine Nase nicht in fremde Angelegenheiten steckten soll? Doch in diesem Fall hatte es den richtigen Riecher. Denn: Auch andere Zeitungen haben schöne Geschichten. Besonders gut hat ihr die Schlagzeile der Berliner Kollegen gefallen.

Dann folgt eine Erklärung der eigenen Geschichte. Sauberer kann man kaum eine Titelgeschichte weiterverarbeiten. Sogar mit ausdrücklicher Erlaubnis der Schlagzeilenmacher aus Berlin. So wird aus dem vermeintlichen Ideen-Klau, eine hübsche regionale Weiterentwicklung einer guten Story.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*