Jetzt auch Fingerabdrucksensor Touch ID: Immer mehr Gerüchte um Produktionsprobleme bei Apples iPhone 8

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Das Warten auf das neue iPhone geht weiter, doch die Wall Street ist längst in Partylaune © Apple

Es ist Jahr für Jahr dasselbe: Zunächst überbieten sich Gerüchte um neue Features beim nächsten iPhone, dann werden die mutmaßlichen Neuerungen abgeschwächt. Noch nicht verfügbar, zu kompliziert zu verbauen oder ein bisschen von beidem: Immer wieder erlebten Apple-Fans in den vergangenen Jahren bei neuen iPhones Enttäuschungen, was neue Features betrifft. Auch beim Jubiläums-iPhone, das von Grund auf erneuert werden dürfte, häuften sich zuletzt die Hiobsbotschaften. Die Investmentbank Cowen legt mit einem Gerücht zum Fingerabdrucksensor nach.

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Die Sorgenfalten kehren zurück: Seit nunmehr fünf Handelstagen befindet sich die Apple-Aktie im Abwärtstrend, wenn er bislang auch moderat ausfällt. Der Grund: Immer neue Hiobsbotschaften um mögliche Verzögerungen und Produktionsprobleme beim mit Spannung erwarteten Jubiläums-iPhone im Spätsommer.

So berichtete die chinesische Wirtschaftszeitung Economic Daily News mit Verweis auf die Zuliefererkette vergangene Woche erst, dass sich das iPhone bis auf November verzögern könnte. Der Grund: Apple soll mit der Verfügbarkeit und Implementierung des 3D-Sensors zur Gesichtserkennung Probleme haben.

Cowen: Probleme bei Implementierung des Fingerabdrucksensors

Von diesem Gerücht hat auch die Investmentbank Needham gehört, die daraus allerdings andere Schlüsse zieht. Das iPhone 8 werde wie erwartet im September vorgestellt – allerdings in diesem Jahr ohne 3D-Sensor gelauncht, berichtete das Wirtschaftsmagazin Barron‘s in seiner Online-Ausgabe.

Die Branchenkollegen von Cowen wollen unterdessen von weiteren Produktionsproblemen erfahren haben. Wie die New Yorker Investmentbank heute mitteilte, wird auch die Implementierung des Fingerabdrucksensors im neuen OLED-Display des iPhone 8 zum Problem.

„Der größte Engpass in Apples 5,8 Zoll-OLED-Version ist die Integration eines Fingerabdrucksensors unter dem Display“, schreibt Analyst Timothy Arcuri in einer Research-Note an Investoren, die dem Blog AppleInsider vorliegt.

Rückt der Fingerabdrucksensors wie bei Samsung auf den Rücken?

Die sogenannte Touch ID hatte Apple 2013 beim iPhone 5s eingeführt und bislang in das Gehäuse verbaut. Weil die Bildschirmfläche beim iPhone 8 mutmaßlich auf bis zu 5,8 Zoll wachsen und dabei die Einfassung („Bezel“) schrumpfen dürfte, steht Apple vor der technisch ambitionierten Herausforderung, den Fingerabdrucksensor in das Display zu integrieren.

Scheitert das Vorhaben, bleiben dem Techpionier nach Einschätzung von Cowen drei wenig erfreuliche Alternativen: Touch ID wieder abzuschaffen und sich auf Gesichtserkennung zu verlassen (die aber möglicherweise auch noch nicht zur Verfügung steht), den Fingerabdrucksensor auf dem Smartphone zu verlegen, wie es Samsung beim neuen Galaxy S8 gerade vorgemacht hatte, dafür allerdings massiv kritisiert wurde oder sogar den Launch des iPhone 8 zu verschieben.

Erhärten sich die Gerüchte, könnte möglicherweise am Ende eine andere Spekulation neue Nahrung erhalten, die Apple-Fans ganz und gar nicht gefallen dürfte: Vor einigen Monaten hatte das japanische Apple-Blog Mac Otakara berichtet, Apple könnte auch in diesem Jahr nur ein marginales Update präsentieren – das iPhone 7s.

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