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„Tatort“ mit drittschwächster Quote des bisherigen Jahres, „Der Hobbit“ macht ProSieben froh

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Hauptkommissar Felix Voss (Fabian Hinrichs, 2.v.l.) als verdeckter Ermittler in einem Flüchtlingsheim

Der Franken-"Tatort: Am Ende geht man nackt" lief am Sonntagabend deutlich schwächer als die Fälle der Vorwochen. 8,16 Mio. sahen zu - die drittschwächste "Tatort"-Zuschauerzahl des bisherigen Jahres. Dennoch reichte die Zahl natürlich für den klaren Tagessieg - auch im jungen Publikum, wo ansonsten ProSieben mit dem "Hobbit" klar über dem Soll landete.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Sonntag wissen müssen:

1. Franken-„Tatort“ mit 44% weniger Zuschauern als Münster-„Tatort“

Klar, es ist ein unfairer Vergleich, aber dennoch: Vor einer Woche lockten die Münsteraner Ermittler Thiel und Boerne noch 14,57 Mio. Krimifans zum Ersten. Diesmal gab es für die Franken-Kommissare Ringelhahn und Voss 8,16 Mio. Seher, also 44% weniger. Der Marktanteil schrumpfte von 39,1% auf 24%. Auch in den drei Wochen davor gab es jeweils klar mehr Zuschauer – zwischen 9,19 Mio. und 11,16 Mio. Tatsächlich war „Am Ende geht man nackt“ der bisher drittschwächste „Tatort“ des laufenden Jahres. Nur „Babbeldasch“ und „Kriegsspiltter“ erreichten Ende Januar und Anfang März mit 6,34 Mio. und 7,42 Mio. Sehern weniger Zuschauer.

2. ZDF kann nicht vom „Tatort“-Schrumpfen profitieren

Interessanterweise wechselten von den 6,4 Mio. weggefallenen „Tatort“-Zuschauern an diesem Sonntag keine zum ZDF. Denn: Die „Chaos-Queens: Die Braut sagt leider nein“ erreichten dort mit 3,89 Mio. sogar noch weniger als die Rosamunde-Pilcher-Wiederholung vor einer Woche (4,07 Mio.). Für „Anne Will“ übrigens lief es nicht so viel schlechter als vor einer Woche. Sie büßte statt 44% nur 9,5% der Vorwochen-Zuschauer ein, kam mit dem Thema Trump und Syrien auf 4,20 Mio. Zuschauer und 15,0%. Stärlkstes Programm der Privaten war am Sonntag übrigens die Formel 1 bei RTL: Das Rennen in China verfolgten 3,70 Mio. Fans – das entsprach morgens ab 8.05 Uhr einem Marktanteil von fast 40%.

3. ProSieben und Sat.1 besiegten „Die Schlümpfe“ von RTL

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Eigentlich eine gute Idee: Passend zum neuesten „Schlümpfe“-Kinofilm, der am Donnerstag anlief, zeigte RTL „Die Schlümpfe 2“ aus dem Jahr 2013. Allerdings fand der Film in der Prime Time nur ein überschaubares Publikum, musste sich mit 1,90 Mio. Zuschauern und unschönen 5,8% zufrieden geben. Bei den 14- bis 49-Jährigen reichten 1,02 Mio. auch nur für 9,4%. Damit verlor der Film bei Jung und Alt auch noch gegen Sat.1 und ProSieben: Sat.1 lockte mit „Monsieur Claude und seine Töchter“ insgesamt 2,15 Mio. Leute (6,5%), darunter 1,08 Mio. 14- bis 49-Jährige (9,9%), ProSieben kam mit dem „Hobbit“ auf 2,01 Mio. Zuschauer (7,2%), sowie 1,25 Mio. 14- bis 49-Jährige (13,2%). Das ist für ProSieben der beste Sonntagabend-Marktanteil seit Ende Februar, als „Gone Girl“ 13,4% erzielte.

4. Zweite Privat-TV-Liga legt zu, „Grill den Henssler“ fast auf RTL-Niveau

Vox, RTL II und kabel eins holten in der Prime Time im Vergleich zum vorigen Sonntag klar bessere Marktanteile. Während RTL II und kabel eins mit „The Place Beyond the Pines“ (4,3%) und „Die spektakulärsten Kriminalfälle“ (4,4%) aber dennoch unter dem Sender-Soll landeten, verbesserte sich „Grill den Henssler“ bei Vox mit 870.000 14- bis 49-Jährigen auf 9,2%. Beinahe hätte die Show damit auch noch „Die Schlümpfe 2“ von RTL besiegt. „Prominent!“ holte im Anschluss auch noch 9,2%, am Vorabend gab es für „Ab ins Beet!“ erneut grandiose 10,2%.

5. Tolle Quoten für „Die Schatzsucher“ bei DMAX, Krimis bei RTL Nitro und „Hatari“ bei arte

Bei den kleineren Sendern punkteten im jungen Publikum am Abend vor allem DMAX und RTL Nitro: Bei DMAX schafften „Die Schatzsucher“ um 21.15 Uhr mit 370.000 14- bis 49-Jährigen und 3,3% sogar den Sprung in die Tages-Top-40. RTL Nitro erreichte mit „CSI: Miami“, „CSI: NY“ und „CSI“ 220.000 bis 270.000 junge Zuschauer, sowie 2,1% bis 3,0%. Im Gesamtpublikum knackte ein Klassiker bei arte in der Prime Time die Mio.-Marke: 1,04 Mio. Menschen entschieden sich für „Hatari“ mit John Wayne – ein toller Marktanteil von 3,3%. 1,19 Mio. (3,5%) sahen parallel dazu „Wunderschön“ im WDR Fernsehen, 1,23 Mio. und 1,14 Mio. vorher „NDR regional“ und die „Tagesschau“ im NDR Fernsehen, 1,01 Mio. (9,4%) entschieden sich am Morgen für den „Doppelpass“ bei Sport1 und genau 1,00 Mio. (3,9%) um 21.45 Uhr für „Die Tochter des Mörders“ bei zdf_neo.

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Alle Kommentare

  1. Aber soviel ließ sich offenbar schon nach dieser kurzen Zeit sagen: Das sind doch keine Krimis mehr, das ist betreutes Denken mit holzhammerartig vermittelten politischen Mainstreambotschaften.

    Bruahaha!

    Habe ebenfalls nach 5 Minuten abgeschaltet. Das war ein Gesinnungskrimi!

    Danach lief Anne Will. Habe dort nach 20 Minuten rausgezappt. Das war eine reine CDU Wahlsendung.

  2. Meine Frau ist Hardcore-Tatortseherein. Auch diesmal hat sie es versucht. Nach fünfzehn Minuten war Schluss. Aber soviel ließ sich offenbar schon nach dieser kurzen Zeit sagen: Das sind doch keine Krimis mehr, das ist betreutes Denken mit holzhammerartig vermittelten politischen Mainstreambotschaften.

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