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Trotz „Fack Ju Göthe 3“: Constantin Film-Muttergesellschaft Highlight erwartet für 2017 Umsatzeinbruch

Streiten um die richtige Strategie: Bernhard Burgener (li.) und Fred Kogel
Streiten um die richtige Strategie: Bernhard Burgener (li.) und Fred Kogel

Constantin Film bringt in diesem Jahr mehrere neue Filme in die Kinos - darunter den dritten Teil des Leinwandknüllers "Fack Ju Göthe" sowie eine Fortsetzung des Abenteuer-Streifens "Ostwind". Doch der Muttergesellschaft Highlight Communications bringt dies keinen erhofften Wachstumsschub. Die schweizerische Gesellschaft unter Führung von Bernhard Burgener rechnet für 2017 mit einem kräftigen Umsatzrückgang.

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Wie die Constantin-Film Muttergesellschaft Highlight Communications aus Pratteln mitteilt, erwartet der Verwaltungsrat unter Führung des Baseler Geschäftsmannes Bernhard Burgener für das laufende Geschäftsjahr einen Konzernumsatz in der Gruppe von 360 bis 380 Millionen Euro Schweizer Franken. Im vergangenen Jahr hatte die Gesellschaft hingehen noch einen deutlichen Wachstumsschub verzeichnet. Der Konzernumsatz kletterte um 27,6 Prozent auf 441,7 Millionen Euro und lag damit nach Angaben des Unternehmens bei der „Zielgrösse von 410 bis 430 Millionen CHF“. Highlight rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatzdämpfer, obwohl ihre Tochterfirma Constantin Film, wichtigstes Asset der Gesellschaft, erneut attraktive Spielfilme in die Kinos bringt. So startet in diesem Jahr der dritte Teil des Kassenschlagers „Fack Ju Göthe“ sowie eine weitere Folge des Leinwand-Abenteuers „Ostwind“. Im Geschäftsfeld Home Entertainment hofft die Highlight-Gruppe, von der Vermarktung von Filmen wie „Timm Thaler“, „Girl on the Train“ und „Resident Evil: The Final Chapter“ zu profitieren, heißt es.

Beim Gewinn rechnet der Highlight-Verwaltungsrat in diesem Jahr mit einen minimalen Zuwachs. So soll das Konzernperiodenergebnis der Anteilseigner bis auf 20 Millionen CHF klettern. Im vergangenen Jahr wurde es mit 19,7 Millionen Schweizerischen Franken angegeben, einem Zuwachs von 12,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Burgener will die Constantin Film AG vor dem Zugriff der Münchener Constantin Medien AG schützen und plant die Filmgesellschaft, in eine Stiftung einzubringen. Dagegen wehrt sich der Constantin Medien-Chef Fred Kogel. Er hatte jüngst einstweilige Verfügungen erwirkt, um den Plan von Burgener zu vereiteln. An der Highlight Communications ist die Constantin Medien AG mit rund 60 Prozent beteiligt. Burgener und Kogel streiten sich seit Längerem um die strategische Ausrichtung des Münchener Medienriesens. Kogel will die Constantin Film AG veräußern, um sich voll und ganz auf das Sportsegment zu konzentrieren. Das lehnt hingegen der Highlight-Chef ab. Der Geschäftsmann aus Basel will einen Verkauf der Filmfirma unbedingt verhindern und das unternehmerische Risiko lieber auf mehrere Bereiche verteilen.

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